Spenden dringend benötigt

Blut spenden in der Coronavirus-Krise: Jetzt erst recht - aber es gibt einiges zu beachten 

Auch während der Coronavirus-Zeit sind Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz darauf angewiesen, dass Blut gespendet wird. Denn die werden mehr denn je gebraucht.  

  • Während der Ausbreitung des Coronavirus kann das Spenden von Blut über Leben und Tod entscheiden.
  • Bei der Blutspende müssen die Freiwilligen einiges beachten.
  • Sowohl das Bundesministerium für Gesundheit als auch das Deutsche Rote Kreuz machen klar, wie dringend Blutkonserven benötigt werden.

Nordrhein-Westfalen - Das Coronavirus* hat nicht nur für den Alltag ungewollte Folgen, sondern vor allem für den medizinischen Bereich. Der Blutspendedienst West vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), der auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) vertreten ist, macht deshalb deutlich, wie wichtig es ist, dass Personen weiterhin Blutspenden, wie RUHR24.de* berichtet. 

Blutspenden: Wegen des Coronavirus für das Deutsche Rote Kreuz besonders wichtig

Für die Patienten in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen benötigt das Deutsche Rote Kreuz nach eigenen Angaben aktuell insgesamt 3.500 Blutkonserven - und das täglich! Damit es während der Zeit des Coronavirus nicht zu Engpässen kommt, ist es wichtig, dass es auch weiterhin Spenden gibt, wie das Bundesministerium für Gesundheit und das Deutsche Rote Kreuz online verdeutlichen. 

Dass diese Spenden sogar über Leben und Tod entscheiden können, liegt daran, dass es keine künstlichen Alternativen für das Blut gibt. Daher zählt jede Spende.

Blutspenden: Diese Einschränkungen gibt es während der Coronavirus-Zeit

Damit dies bedenkenlos klappt, hat der Blutspendedienst West vom Deutschen Roten Kreuz einige Einschränkungen veröffentlicht, die das Spenden von Blut auch während des Coronavirus bedenkenlos ermöglichen sollen.

So dürfen Leute, die sich in den letzten zwei Wochen im Ausland aufgehalten haben, kein Blut spenden. Das gelte auch, "wenn das Aufenthaltsland kein Risikogebiet nach der Definition des Robert-Koch-Instituts ist", so das DRK

Das Deutsche Rote Kreuz benötigt während des Coronavirus dringend Freiwillige zum Blut spenden (Symbolbild)

Dadurch soll verhindert werden, dass sich Patienten und Spender mit dem Coronavirus anstecken, das sich weiterhin in NRW ausbreitet*. Allerdings ist es aktuell durch Maßnahmen wie das Kontaktverbot in Nordrhein-Westfalen sowieso kaum bis gar nicht möglich, ins Ausland zu reisen.

Blutspenden: In NRW trotz Coronavirus weiterhin möglich

Obwohl durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in NRW viele Geschäfte aktuell geschlossen sind, sei es weiterhin möglich, an verschiedenen Stellen Blut zu spenden, wie das Bundesministerium für Gesundheit erklärt. Demnach fallen Blutspendetermine "nicht unter die Regelungen zur Einschränkung des sozialen Lebens beziehungsweise unter das Veranstaltungsverbot". 

Daher sei dies weiterhin in nahezu allen Unikliniken und Krankenhäusern möglich. Auch verschiedene Organisationen bieten Blutspendedienste an. Wo es das nächste Mal in NRW solche Aktionen gibt, ist online aufgelistet.

Blut spenden in NRW: Diese Personen dürfen nicht beim Deutschen Roten Kreuz spenden

Von der Blutspende ausgeschlossen sind außerdem Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind oder mit einer Person mit dem Verdacht auf das Coronavirus Kontakt hatten. Diese Personen müssen vier Wochen warten bevor sie erneut spenden dürfen. 

Auch wer Anzeichen einer Erkältung oder grippale Symptome zeigt, wird laut dem Bundesministerium für Gesundheit nicht zugelassen.

Blutspenden: Strenge Sicherheitsvorkehrungen wegen Covid-19 in NRW

Blutspenden sind trotz des grassierenden Erregers Sars-CoV-2 bedenkenlos, wie das Deutsche Rote Kreuz und das Bundesministerium für Gesundheit bestätigen. Denn nach aktuellen Erkenntnissen ist das Coronavirus nicht durch Blut übertragbar. Das ist auch der Grund, warum Spender momentan nicht davor auf Covid-19 getestet werden.

Damit sich Freiwillige nicht vor Ort während der Blutabnahme anstecken, gibt es sowohl vom Deutschen Roten Kreuz als auch vom Bundesministerium für strenge Sicherheitsvorkehrungen, die die (ehrenamtlichen) Helfer sowie die Spender schützen sollen. Demnach sind die Schutzmaßnahmen durch die aktuellen Zusatzbestimmungen geregelt.

Dazu gehört, dass die Kontaktflächen häufig desinfiziert werden und Handschuhe oft gewechselt werden. Außerdem gibt es einen "vergrößerten Abstand zwischen den Spendeliegen in den Räumen, sodass es ausreichend Platz zwischen den Freiwilligen gibt.

Blut spenden in NRW: Diese Maßnahmen trifft das Deutsche Rote Kreuz wegen Covid-19

Sehr konkret sind die vorsorglichen Maßnahmen hingegen beim Deutschen Roten Kreuz. Die besagen, dass die Helfer bei allen Personen, die ihr Blut gerne spenden wollen, zunächst die Körpertemperatur messen. Bei wem mehr als 37,5 Grad Celsius gemessen werden, der muss auf direktem Wege das Lokal verlassen. Das gilt auch für die Personen, die die Anzeichen einer Infektion zeigen oder sich nicht komplett fit fühlen.

Zudem sind die Mitarbeiter, die zu den Entnahme-Teams gehören ausreichend geschützt, um eine Ansteckung oder Übertragung des Covid-19 zu verhindern - unter anderem mit Mund-Nasenschutz-Masken und Plexiglasschilden,

Zwischen den Personen, die sich in dem Raum aufhalten, müssen die strengen Sicherheitsabstände zwischen 1,5 und 2 Metern eingehalten werden, den viele Leute bereits vom Einkaufen im Supermarkt kennen. malm

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