Lokal & Online

Maskenpflicht: Hier finden sich in Zeiten des Coronavirus noch Masken - auch Supermärkte sind dabei

In Zusammenhang mit dem Coronavirus führt die Bundesregierung nun die Maskenpflicht ein. Wer keine mehr bekommt, für den gibt es Alternativen.

  • Ab dem 27. April gilt in Deutschland in Zusammenhang mit dem Coronavirus bundesweit die Maskenpflicht
  • Spätestens jetzt muss jeder für einen Mund-Nasen-Schutz sorgen.
  • Wer auf die schnelle keine Maske bekommt, für den gibt es Alternativen.

Update, Freitag (24. April), 12.03 Uhr: Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, wollen auch Supermärkte, die inzwischen teilweise auf digitale Einlasskontrollen in der Coronavirus-Krise setzen, und Drogerieketten Schutzmasken anbieten. Die Supermarktkette Real wolle demnach "in Kürze" Sets mit je fünf Textilmasken anbieten. Der Preis soll  bei 19,99 Euro liegen, ein genauer Verkaufsstart steht noch aus. Aldi Nord, Rewe und Kaufland würden derzeit den Verkauf von Masken prüfen.

Die Drogeriekette dm will ab kommender Woche vor den Geschäften Masken verkaufen. Die Masken sollen einen Euro pro Stück kosten – ob sie wiederverwendbar sind, ist unklar. Die Drogeriekette Müller teilte außerdem mit, dass sie bereits seit zwei Wochen in ihren Filialen Schutz-Masken anbieten würde.

Erstmeldung: Freitag (24. April), 8.11 Uhr:

NRW - Mit der bald eintretenden, bundesweiten Maskenpflicht in Zusammenhang mit dem Coronavirus* wollen sich spätestens jetzt viele noch eins der begehrten Stücke aus Baumwolle sichern, wie RUHR24.de* berichtet. Wenn sie lokal ausverkauft sind, gibt es auch online viele Möglichkeiten die Mundschutzmasken zu erwerben.

Maskenpflicht während des Coronavirus: Oft wird man lokal fündig

Offiziell gibt es die Masken in Apotheken, Baumärkten und im Sanitätshandel. Wenn sie lokal derzeit ausverkauft sind, kann es sich lohnen, ein paar Tage später im gleichen Geschäft noch einmal nachzufragen, wie Öko-Test berichtet.

Auch die Schneiderei oder Stoffgeschäfte bieten in Zeiten des Coronavirus selbstgenähte Mundschutzmasken an (alle Service-Artikel von RUHR24.de)*. Oft lohnt es sich vor dem Einkaufen im Internet nach dem eigenen Wohnort oder der nächstgelegenen Innenstadt zu suchen und sich zu informieren, wer zur Maskenpflicht die Baumwollteile anbietet. Manche Städte haben sogar eigene Internetseiten mit Maskenanbietern vor Ort eingerichtet.

Maskenpflicht: Auch online gibt es in Zeiten des Coronavirus viele Anbieter

Wer seine Maske nicht lokal findet und nicht bei großen Konzernen wie Ebay oder Amazon kaufen möchte, für den gibt es auch im Internet mehrere Alternativen:

  • etsy.com: Auf dem Marktplatz für Designer und Kreative finden sich auch Masken
  • armedangels.de: Das nachhaltige Modelabel aus Köln verkauft während des Coronavirus auch Mundschutzmasken
  • phyne.com: Hier gibt es Masken aus Bio-Baumwolle mit lustigen Prints
  • cotonea.de: Auch hier gibt es Masken aus Bio-Baumwolle.
  • avocadostore.de: Hier gibt es viele unterschiedliche Designs und Formen der Mundschutzmasken
  • gesichtsmode.de: Mund- und Nasenmasken mit verschiedenen Prints aus lokaler Produktion aus Stuttgart

Coronavirus: Das gilt es beim Kauf einer Maske zu beachten

Als Mund-Nasen-Schutz (MNS) gelten selbstgenähte Stoffmasken oder einfache OP-Masken aus Vlies. Die OP-Masken laufen in Shops offiziell unter dem Namen "medizinische Einwegmasken". Beide Arten von Masken werden auch als Alltagsmasken, Behelfsmasken oder Community-Masken bezeichnet.

Ab dem 27. April gilt bundesweit die Maskenpflicht. Wer in Zeiten des Coronavirus noch keine hat, wird möglicherweise lokal oder online fündig. 

Erwähnenswert dabei ist, dass die Maske nicht in erster Linie den Träger vor dem Coronavirus schützt, sondern andere. Die Mundschutzmaske hält die eigenen Tröpfchen aus Mund und Nase ab und hilft somit, die Menschen in unmittelbarer Umgebung vor einer Ansteckung zu schützen.

Coronavirus: Was tun bei der Maskenpflicht, wenn man keine Maske mehr bekommt?

Da die Nachfrage wegen des Coronavirus und der Maskenpflicht gerade ansteigt, kann es sein, dass Masken kurzzeitig lokal vergriffen sind oder der Online-Handel ein paar Tage mehr für den Versand benötigt. Nach der aktuellen Regelung ist auch ein Tuch oder ein Schal zulässig, der über Mund und Nase gezogen wird.

Wer dann eine Maske ergattert hat, muss sich wahrscheinlich mit einem vorher unbekannten Problem herumschlagen. Zumindest die Brillenträger: Mit Mundschutz beschlägt die Brille - gegen dieses Ärgernis und für mehr Durchblick gibt es allerdings einige Tipps.

Außerdem lassen sich Masken auch selbst herstellen, beispielsweise mit einer Nähmaschine. Im Internet gibt es dazu unzählige Anleitungen. Wichtig ist aber sowohl bei einer selbst hergestellten als auch gekauften Maske, dass diese regelmäßig und bei ausreichender Temperatur gereinigt wird*.

Masken aus Staubsaugerbeuteln während der Maskenpflicht bei Coronavirus nicht zu empfehlen

Allerdings beweisen sich nicht alle Materialien in Zeiten des Coronavirus als sinnvoll. Für die Behauptung, Staubsaugerbeutel mit Feinstaubfilter hätten sehr gute Filtereigenschaften gibt es keine wissenschaftlichen Belege, wie Öko-Test berichtet. Im Gegenteil: Die Beutel so nah am Gesicht zu tragen könnte eher noch schädlich für die eigene Gesundheit sein.

Denn viele Staubsaugerbeutel beinhalten aus Hygienegründen ein feines antibakteriell wirkendes Pulver aus Polymer, welches durch Aufschneiden der Beutel freigesetzt werden kann. Wenn dieses direkt eingeatmet wird, ist es sowohl für die Lunge als auch die Verdauungsorgane gesundheitsschädigend.

lezs

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase/dpa