Mentale Gesundheit

Psychisch fit durch die Corona-Zeit: 5 Tipps sorgen für mentale Stärke

Kellner bereitet Stühle im Außenbereich vor
+
Jakob Lipp gibt Tipps, wie man im Lockdown oder in der Quarantäne auch seine psychische Gesundheit im Auge behält.

Lockdown und Quarantäne schlagen einigen Menschen aufs Gemüt. Ein Experte gibt jetzt Tipps, wie man schlechte Laune oder sogar Depressionen vermeidet.

Deutschland - Die meisten Freizeitaktivitäten fallen weg und die Sorgen und Ängste nehmen bei vielen Menschen zu. Die Coronavirus-Pandemie schlägt längst auch auf die psychische Gesundheit. Wie geht man mit der Situation um? Mentalist und „Mutmacher“ Jakob Lipp hat Tipps parat, die in der Krise stärken sollen.

NameCovid-19 / Coronavirus
SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit
Prävention u.a.Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen

Psychisch gesund in der Krise: Tipp eins vom Experten ist Hoffnung

Lockdown und oder die Quarantäne enden auch irgendwann. Laut Lipp sollte man während dieser Zeit nicht auf den sogenannten Ist-Zustand schauen, sondern hoffnungsvoll auf die Zeit danach blicken (alle Nachrichten zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Ein Tipp des Mentalisten: Sich die Zeit beispielsweise als ein Stück Maßband visualisieren. Von diesem schneidet man innerlich jeden Tag eine Einheit ab. So sieht man, wie der Lockdown oder die Quarantäne jeden Tag kürzer werden.

Ein positiver Nebeneffekt von Hoffnung: Sie ist ansteckend. Denn wie das Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen wird, überträgt sich auch der Mut und das laut Lipp wesentlich nachhaltiger. Nicht nur positiv denken, sondern auch anderen Mut zusprechen hilft in der Krise.

Zweiter Tipp für die Psyche in Zeiten des Coronavirus: Struktur im Alltag

Nicht alle sind es gewohnt, sich überwiegend zu Hause aufzuhalten. In der Coronavirus-Krise bleibt aber in vielen Fällen keine andere Wahl. Es fehlt die Struktur, die Stunden können sich ewig anfühlen. Eine klare Tageseinteilung soll dagegen helfen, wie Jakob Lipp in seiner Mitteilung schildert.

Idealerweise legt man einen Tagesablauf fest, an den man sich auch hält. Dieser sollte auch möglichst viel Zeit für Bewegung an der frischen Luft beinhalten. Allerdings nur, wenn man nicht in Quarantäne ist und das Haus auch verlassen darf. Denn das tut der Psyche in Zeiten des Coronavirus gut.

Spazieren, Rad fahren, joggen oder einfach mal bummeln regt die Organe an und aktiviert die Zellen. Man bekommt neue Eindrücke und fordert gleichzeitig den Körper. Hauptsache sei aber, dass man sich nicht völlig zurückzieht.

Dritter Tipp: Lockdown sinnvoll nutzen, um die Psyche zu entlasten

Weniger Termine wegen des Coronavirus-Lockdowns bedeuten auch viel mehr Zeit für sich selbst. Eine Chance, die man nutzen kann, um sich selbst besser kennenzulernen. Was macht mir Spaß, was gibt mir ein gutes Gefühl? Im eng getakteten Alltag denkt man selten über diese Fragen nach. Im Lockdown hat man Zeit für sich und die sollte man auch nutzen.

Doch auch andere Aktivitäten können sinnvoll sein: Die Garage sollte schon längst einmal aufgeräumt werden, aber man hat es immer aufgeschoben? Jetzt ist vielleicht die Zeit da. Oder man widmet sich wieder alten Hobbys wie malen oder einem neuen Instrument lernen.

Der Lockdown oder die Quarantäne kann so auch für etwas Positives genutzt werden. Eine neue Sprache lernen, neue Kochrezepte ausprobieren oder Fotos, die schon länger im Schuhkarton ausharren in ein Fotoalbum kleben, bietet sich jetzt an.

Kontakt trotz Coronavirus und Lockdown halten mit dem vierten Tipp

Trotz Social Distancing tut Kontakt zu engen Freunden oder Verwandten gut. Deswegen sollte man auch im Lockdown oder der Quarantäne den Kontakt halten, allerdings auf Abstand. Täglichen telefonieren mit jemandem oder Video-Chats können dabei helfen.

Lipp rät dazu, am besten feste Termine für die Gespräche zu vereinbaren und dabei das Thema Coronavirus am besten auszuklammern. Trotz Krise gibt es noch so viel anderes, worüber man reden kann.

Fünfter Tipp: Auf depressive Verstimmung im Lockdown oder die Quarantäne achten

Auch wenn man alle Tipps umsetzt, sollte man unbedingt auf Anzeichen für eine depressive Verstimmung achten. Es kann schnell passieren, dass man sich zunehmend antriebslos, lustlos oder müde fühlt. Oft geht das mit Stimmungsschwankungen einher und kann ein Zeichen für eine depressive Verstimmung sein.

Grundsätzlich sind auch Angst und Verzweiflung während des Lockdowns oder in der Quarantäne keine positiven Begleiter. Diese Gefühle können dazu führen, dass man sich machtlos fühlt. Wer die Corona-Regeln annimmt, hat laut Lipp keinen Grund zur Angst.

Allerdings sind einige psychische Verstimmungen in Zeiten des Lockdowns keine Seltenheit. Viele Menschen sind bereits Pandemie-müde und es fällt zunehmend schwer, sich an die Maßnahmen zu halten.

Mehr zum Thema