SARS-CoV-2 hat enorme Auswirkungen

Coronavirus: Homeoffice und Klimaschutz - die positiven Effekte der Covid-19-Pandemie

Das Coronavirus bringt nicht nur Nachteile mit sich.
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Das Coronavirus bringt nicht nur Nachteile mit sich.

Schulen werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt - die Auswirkungen des Coronavirus sind drastisch. Aber das Virus hat auch positive Nebeneffekte.

  • Das Coronavirus hat unseren Alltag fest im Griff.
  • Die Krankheit Covid-19, Quarantäne und abgesagte Veranstaltungen - Corona hat Auswirkungen auf uns alle.
  • Aber es gibt auch einige positive Begleiterscheinungen des neuartigen Virus.

Dortmund - Wenn es dieser Tage doch mal zu einem sozialen Kontakt kommt, ist es das Thema Nummer eins: das neuartige Coronavirus. Das Virus und die damit einhergehende Lungenkrankheit Covid-19 bestimmen derzeit unseren Alltag.

Alltag sieht anders aus: Das Coronavirus wirkt sich auf uns alle aus 

Kitas und Schulen sind geschlossen. Kinos sind geschlossen. Theater sind geschlossen. Veranstaltungen werden abgesagt. Einige Einzelhandelsketten haben geschlossen. Fitnessstudios haben geschlossen. Aufgrund der hohen Übertragungsrate sollen soziale Kontakte weitestgehend vermieden werden, berichtet RUHR24.de*. Am laufenden Band gibt es neue Entwicklungen zum Coronavirus - auch in NRW*.

Nicht nur Menschen aus den Risikogruppen, die besonders durch Covid-19 gefährdet sind, sollen so geschützt werden, auch das Gesundheitssystem braucht derzeit jede Menge Unterstützung. 

Coronavirus zwingt uns auf die Couch - das hat auch Vorteile

Indem die Bevölkerung auf sozialen Spaß verzichtet, kann eine massenhafte Übertragung des Coronavirus verhindert werden. Gerade in der derzeitigen Grippezeit sind die Krankenhäuser stark überlastet, kommen dann noch tausende Covid-19-Infektionen hinzu, droht das Gesundheitssystem zusammenzubrechen.

Daher heißt die Devise: Bleibt (wenn es möglich ist) zu Hause! Die Maßnahmen und Anordnungen ziehen aber nicht nur Nachteile mit sich. Neben abgesagten Fußballspielen und Langweile auf dem Sofa bringt das Virus auch so manch Gutes mit sich. 

Coronavirus bringt uns Homeoffice - endlich im Pyjama arbeiten

Aufstehen, in der heimischen Küche einen Kaffee trinken und mit der Arbeit beginnen. Das enge Kostüm oder der unbequeme Anzug entfallen, ebenso der Stau auf dem Weg zur Arbeit oder aber die maßlos überfüllte Straßenbahn. In Zeiten von Corona* verwandelt sich die heimische Küche in das eigene Büro. 

Im Idealfall werden Arbeitende im häuslichen Umfeld weniger abgelenkt. Denn in Großraumbüros kann es mitunter auch mal etwas lauter werden und Kollegen, so lieb wir sie auch haben, können einem auch schnell mal auf den Keks gehen. Das können sie im Homeoffice zwar auch, aber eben nur über Chat oder per Anruf - wenn es nicht wichtig ist, kann man sich dem auch mal entziehen. 

Homeoffice verlangt Disziplin - nicht selten fallen Überstunden an

Für einige Arbeitnehmer ist Homeoffice nichts Neues, sie sind alte Hasen auf dem Gebiet, für andere hingegen ist es eine völlig neue Situation, fernab der kritischen Blicke des Chefs in Eigenregie zu arbeiten. Selbstkontrolle und Disziplin werden vorausgesetzt, sonst stapelt sich die Arbeit am Ende des Tages schnell und der Feierabend rückt in weite Ferne.

Überstunden sind im Homeoffice keine Seltenheit, davon sind besonders Eltern betroffen. Einer Studie für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass Väter bei freier Arbeitszeitgestaltung  durchschnittlich vier Überstunden machen und Mütter eine knappe Stunde. Zudem würden zu Hause arbeitende Mütter pro Woche drei Stunden mehr mit der Kinderbetreuung verbringen. 

Auch im Homeoffice sind Pausen wichtig - ob im Pyjama oder nicht

Um sich im Homeoffice nicht zu verzetteln, sollten Arbeitnehmer auch in der heimischen Küche auf ihre Arbeitszeiten achten. Feste Zeiten für spezifische Aufgaben einzuplanen, kann helfen, nicht auf ein immenses Überstundenkonto zuzusteuern. To-do-Listen und Absprachen mit den Kollegen sollten auch zu Hause ein fester Bestandteil der Arbeit sein.

Zu den festen Arbeitszeiten gehört auch eine Pause. Im Pyjama mit der Katze auf dem Schoß und einem heißen Tee in der Hand gerät der Gedanke an eine Pause schnell mal in den Hintergrund. Aber auch zu Hause sind Pausen ein Muss und sollten unbedingt eingehalten werden.

Auch nicht zu verachten im Homeoffice: Die gesunde Ernährung während der Coronavirus-Pandemie. Denn wer am Küchentisch neben dem Kühlschrank arbeitet, ist öfter dazu verleitet auch mal in selbigen hineinzuschauen und vielleicht mal zuzugreifen.

Die Folgen des Coronavirus sind eine Wohltat für die Umwelt

Das Coronavirus hat nicht nur direkte Auswirkungen auf uns Menschen, sondern auch auf die Umwelt: Die kann aufatmen. Wie der Spiegel berichtet, sind die Treibhausgasemissionen im Februar in China um unglaubliche 25 Prozent gesunken. Außerdem sei die Luftqualität in China derzeit nicht "mehr ganz so miserabel wie sonst".

Und nicht nur in China sind positive Effekte für die Umwelt zu beobachten. Der weltweite Flugverkehr ist im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent gesunken. Das wird wohl erst die Spitze des Eisbergs sein, denn immer mehr Fluggesellschaften streichen Flüge und immer mehr Länder machen ihre Grenzen dicht. 

Coronavirus sorgt nur für eine Verschnaufpause für die Umwelt 

Auch wenn das gute Nachrichten während der Corona-Krise sind, sollten Umweltfreunde und Klimaaktivisten sich nicht zu früh freuen. Experten gehen davon aus, dass die aktuelle Situation zwar eine Verschnaufpause für die Umwelt darstellt, der Rückgang der CO2-Emissionen allerdings nicht nachhaltig sein wird. 

Dennoch zeigt diese Ausnahmesituation doch gut, was alles möglich ist und wie schnell es doch manchmal gehen kann. Vielleicht dient das Coronavirus einigen Menschen auch als Augenöffner: Ein wenig Einschränkung und ein bisschen weniger Fliegen ist gar nicht so schwer.

Man lernt nie aus: Hygiene durch das Coronavirus neu gelernt

Ist es nicht schön zu sehen, dass viele Menschen etwas so Grundlegendes wieder neu erlernen? Händewaschen - und wie es richtig geht - war für einige Menschen keine Selbstverständlichkeit. Umso schöner, dass der Facebook- und Instagram-Feed vor Hinweisen zum richtigen Händewaschen nur so überquillt.

Die Folgen des Coronavirus wirken sich positiv auf die Umwelt aus.

Händewaschen - mehrmals am Tag zwischen 20 und 30 Sekunden lang - hilft nicht nur dabei, das Coronavirus in Schach zu halten. Auch andere Erkrankungen wie der verhasste Schnupfen oder die auch sehr gefährliche Grippe können so eingedämmt werden. 

Trotz Isolation - das Coronavirus bringt uns zusammen

Zwar wird Abstand zu sozialen Kontakten und Isolation geraten, dennoch wachsen wir besonders in Krisenzeiten zusammen. Gerade auf Instagram posten immer mehr Menschen Aushänge in Hausfluren, auf denen Hilfe für Nachbarn angeboten wird. 

Besonders die Risikogruppen (Menschen ab 50 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen) sollen angesprochen werden. Wer sich Sorgen um die eigene Gesundheit macht und sich nicht mehr vor die Tür traut, kann vielerorts auf seine Nachbarn zählen. Sie bieten an, Einkäufe oder andere Besorgungen zu erledigen. Andere hängen in Zeiten der Coronavirus-Krise Spenden für Obdachlose an einen Gabenzaun. So zum Beispiel in Bochum in der Alsenstraße. 

Nachbarschaftshilfe erlebt einen Boom

In einem Zeit -Interview mit der Gründerin der Nachbarschaftsplattform nebenan.de wird deutlich, welche Auswirkungen das Coronavirus auf den Zusammenhalt in der Nachbarschaft hat. Die Gründerin Ina Remmers konnte beobachten, dass die Angebote, anderen zu helfen, in der letzten Zeit "geradezu explodiert" sind.

Dabei geht es nicht immer um Besorgungen: Schulen und Kitas schließen, es geht viel um das Thema Kinderbetreuung. Nachbarn bieten ihre Hilfe in der Kinderbetreuung an oder Eltern vernetzen sich, um reihum die Kinder zu betreuen.

Coronavirus: Zeit für längst vergessenes

Viele Menschen erleben durch das Coronavirus vor allem eins: Entschleunigung im Alltag. Sie verbringen mehr Zeit zu Hause, statt in Fußballstadien oder auf Konzerten. Studierende haben verlängerte Semesterferien. Plötzlich ist Zeit im Überfluss vorhanden.

Weniger Termine bedeuten auch weniger Stress. So bleibt mehr Zeit für längst vergessene Aufgaben. Die Steuererklärung und der Frühjahrsputz warten schon sehnsüchtig auf den Einsatz der Menschen. 

Video: Coronavirus - Wie schütze ich mich im Alltag?

Die Fugen im Badezimmer haben schon lange keine Scheuermilch mehr gesehen, das Flusensieb in der Waschmaschine ist euch nur von der Bedienungsanleitung bekannt und die Pflanzen führen einen ewig währenden Überlebenskampf in alter Erde? Nun ist die Zeit gekommen, all die kleinen und großen Aufgaben zu Hause in Angriff zu nehmen. 

Natürlich ist es aber auch völlig legitim, die neue freie Zeit mit Netflix oder ein paar Büchern zu verbringen. Denn die Liste der "muss-ich-unbedingt-sehen-Serien" ist ja bekanntlich immer ziemlich lang und will abgearbeitet werden.

Ein weiterer guter Effekt in diesen Zeiten ist die Chance neuen oder alten Hobbys nachzugehen. Viele Backen deshalb immer mehr. Und so gelingt euch zum Beispiel der perfekte Sauerteig, ganz ohne Hefe.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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