Besinnliche Tage trotz Pandemie

Weihnachten in der Corona-Krise: Wie das Fest trotzdem schön wird

Wegen der Corona-Pandemie wird Weihnachten dieses Mal anders ausfallen. Doch trotz strenger Auflagen gibt es Möglichkeiten, das Fest besinnlich zu feiern.

Dortmund - Auf vieles müssen die Menschen im Corona-Jahr 2020 verzichten: Urlaube wurden abgesagt, Hochzeitsfeiern nur im engen Kreis ausgetragen und zuletzt trudelten Absagen zu Weihnachtsmärkten ein. Fällt nun auch Weihnachten ins Wasser? Trotz aktueller Beschränkungen gibt es Hoffnung auf ein besinnliches Fest.

FestWeihnachten
Heilig Abend24. Dezember
Geburt Jesu Christi25. Dezember (Festtag)

Weihnachten 2020 trotz Corona: Viele möchten zusammen mit der Familie feiern

Doch eines ist aufgrund der Corona-Situation wohl offensichtlich: Das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr anders ausfallen - das muss es. Zu groß ist die Gefahr, dass sich das Virus weiter so enorm ausbreitet wie in den vergangenen Wochen. (Aktuelle Corona-News aus NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Für viele bedeutet Weihnachten, die Feiertage im Kreise der Familie zu verbringen. Geschwister, Tanten und Onkel sowie Großeltern werden besucht. Doch werden die Familienbesuche in Zeiten der Pandemie überhaupt erlaubt sein? Und die andere Frage ist: Sind sie aus Gründen des Infektionsschutzes überhaupt angebracht?

Weihnachten feiern trotz Corona: Der „Lockdown light“ macht es Familien schwer

Hinsichtlich dieser Fragen macht es aktuell wohl eher Sinn, noch ein wenig die Füße stillzuhalten. Der von Bund und Ländern beschlossene „Lockdown light“ gilt vorerst bis zum 30. November. Er gibt vor, dass sich im öffentlichen Raum nur Angehörige zweier Haushalte treffen dürfen – maximal jedoch zehn Personen.

In vielen Bundesländern gilt diese Regel auch im privaten Raum. Unter anderem Feiern in Wohnungen werden angesichts der ernsten Lage sogar als „inakzeptabel“ bezeichnet, heißt es in einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Weihnachten feiern trotz Corona: Virologe Drosten empfiehlt eine „Vorquarantäne“

Welche Maßnahmen ab dem 1. Dezember gelten, wird sich zeigen. Virologe Christian Drosten gibt den Menschen jedoch Anlass zur Hoffnung auf ein besinnliches Weihnachten im Kreise der Familie. Im Gespräch mit der Zeit regte Drosten bereits vor einigen Wochen eine Art „Vorquarantäne“ an. Sprich: Vor „dem Familienbesuch mit Oma und Opa“ sollten soziale Kontakte so gut es geht vermieden werden.

Kommt es hart auf hart, muss für die Weihnachtszeit 2020 wohl ein Umdenken her. Wer sich also dazu entscheidet, zum Schutz vor einer Ansteckung auf den Besuch bei der Familie zu verzichten, der könnte digital Zeit mit seinen Liebsten verbringen. So kann man beispielsweise über Videotelefonie zusammen Weihnachtslieder singen - auch ein gemeinsames Essen mit dem Laptop auf dem Tisch wäre einer Alternative.

Keine Weihnachtsmärkte wegen Corona: Glühwein und Co. einfach zu Hause zubereiten

Apropos Essen: Um sich auf die Weihnachtsfeiertage einzustimmen, gehört für viele der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt dazu. Aufgrund der hohen Infektionszahlen finden die meisten Adventsmärkte in diesem Jahr jedoch nicht statt. Auf Leckereien wie gebrannte Mandeln, Schokofrüchte, heiße Champignons und Glühwein muss man aber trotzdem nicht verzichten.

Denn die beliebten Weihnachtsmarkt-Snacks können genauso gut zu Hause zubereitet werden. Damit würde das Plätzchen backen in diesem Jahr ganz einfach um einige weitere Köstlichkeiten erweitert.

Weihnachten digital: Spiele mit der Familie und Gottesdienste müssen nicht ausfallen

Auch Spiele können virtuell mit mehreren Personen stattfinden. Dank vieler Apps muss auf Klassiker wie „Stadt, Land, Fluss“, Schach oder Kartenspiele wie „Phase 10“ trotz Corona-Pandemie an Weihnachten nicht verzichtet werden.

Die Vorweihnachtszeit findet in diesem Jahr vielerorts ohne Weihnachtsmärkte statt.

Und was ist mit Kirchenfeiern? Für viele ist der Besuch der Messe an Weihnachten Tradition. Und die muss nicht zwingend ausfallen: Auch Gottesdienste könnten im Dezember gefilmt und im heimischen Wohnzimmer gestreamt werden. Gleichzeitig könnte man die Messen auf Leinwänden an Kirchenvorplätzen übertragen.

Weihnachts-Geschenke in Zeiten von Corona: Mal wieder kreativ werden

Auch beim Thema Geschenke kann man dieses Weihnachten doch mal wieder kreativ werden. Schon in der Vorweihnachtszeit können Päckchen für die Liebsten gepackt und auf den Weg gebracht werden. Ausgepackt werden darf dann ganz traditionell aber erst an Heiligabend.

Laut der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Katharina Schiersch sei es außerdem wichtig, vor allem Kindern die neue Situation aufgrund von Corona zu erklären. „Wichtig ist, dass sich Eltern in ihre Kinder einfühlen - und anerkennen, dass es eben traurig ist, wenn bestimmte Traditionen in diesem Jahr nicht stattfinden können“, so Schiersch im Gespräch mit dem RND.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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