Software wird verbessert

Corona-Warn-App: Fehler adé! Updates und Neuerungen kommen

Die Corona-Warn-App hat einige Fehler und bekommt jetzt deshalb eine Reihe von Updates. Wir haben eine Übersicht der Neuerungen zusammengestellt.

Dortmund – Die Corona-Warn-App soll helfen, die Coronavirus-Pandemie in den Griff zu bekommen. Durch sie sollen Infektionsketten schnell unterbrochen werden. Zwar haben schon 21 Millionen Nutzer die App installiert, doch die Zahl der Warnungen, die die App versendet hat, ist bisher recht gering – das sollen Neuerungen bald ändern.

AppCorona-Warn-App
Eingeführt16. Juni 2020
Entwickelt vonSAP, Deutsche Telekom

Corona-Warn-App: Nach Kritik folgen scheinbar eine Reihe Änderungen

Schon von verschiedenen Seite hagelte es Kritik, so bezeichnete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Corona-Warn-App als zahnlosen Tiger. Und auch die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, meint gegenüber der Funke Mediengruppe, dass die App bisher wenig hilfreich sei.

Rufe nach einer Überarbeitung der App werden von verschiedenen Seiten laut. Dem wird nun scheinbar nachgegangen. Dem digitalen Wirtschaftsmagazin Business Insider liegen laut eigenen Angabe Projektpläne vor. Sie sollen zeigen, wie sich die Corona-App bis März 2021 verändern soll.

Corona-Warn-App: Neues Update mit Erinnerungsfunktion schon Ende November

Die Telekom und SAP, die die App für die Bundesregierung entwickelt haben, wollen mit den Neuerungen die Nutzer dazu motivieren, künftig ihre positiven Testergebnisse mit anderen App-Nutzern zu teilen. Denn das ist bisher der größte Schwachpunkt der Corona-Warn-App – die Nutzer tragen ihre Ergebnisse nicht ein, somit werden andere vor einer potenziellen Infektion nicht gewarnt. Laut Business Insider haben lediglich 60 Prozent der Nutzer ihr Ergebniss geteilt.

Weiter heißt es, dass schon Ende November ein neues Update veröffentlicht werden soll, es solle eine Erinnerungsfunktion enthalten. Dann sollen Nutzer mehrfach dazu aufgefordert werden, ihr positives Corona-Testergebnis anonym mit andren Nutzern zu teilen.

Neuerung in der Corona-Warn-App: Infektionsverfolgung wird genauer

Zudem sollen Nutzer der Corona-Warn-App mit dem neuen Update künftig schneller über eine Risikobegegnung informiert werden. Bisher war ein Abgleich mit möglichen Infizierten nur einmal am Tag vorgesehen. Ab Ende November soll das dann mehrmals am Tag passieren.

Im Februar 2021 soll die Infektionsverfolgung dann für Nutzer besser nachzuvollziehen sein. Bislang zeigt die Corona-Warn-App nur an, ob eine Risikobegegnung stattfand und ob dadurch ein Risiko besteht. Künftig sollen App-Nutzer auch sehen können, wann diese Begegnung stattgefunden hat. So könne nachvollzogen werden, wann man sich eventuell mit dem Coronavirus infiziert haben könnte.

Corona-Warn-App bekommt Historie – wissen wann man sich eventuell infiziert hat

Ab Februar bekommen Nutzer nämlich eine Historie angezeigt, in der alle Risikobegegnungen aufgelistet sein sollen. Wie es dann allerdings um die Anonymität bestellt ist, ist derzeit nicht klar. Wer weiß, wann er eine Risikobegegnung hatte, könnte sich theoretisch auch erschließen, wer diese Begegnung war.

Ergänzend dazu soll es laut Business Insider eine neue Tagesbuchfunktion geben. So soll die Nachverfolgung von Begegnungen im Fall eines positiven Testergebnisses verbessert werden (alle News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

Corona-Warn-App mit Statistiken über die aktuelle Lage

Eine weitere besondere Neuerung sollen Links zu externen Dienstleistern sein. Wie der Business Insider erfahren haben will, soll dahinter eine Idee stecken, die den Restaurantbesuch vereinfachen soll. So können Nutzer scheinbar in Zukunft darauf verzichten ihre Daten händisch im Restaurant oder Café zu notieren und sich einfach per QR-Code einchecken, dann würde die Corona-Warn-App darüber informiert werden.

Um die Attraktivität der App weiter zu steigern, sollen zudem Statistiken integriert werden. Dazu gehören wohl auch Pandemie-Statistiken über die aktuellen Entwicklungen.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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