Reisen trotz Pandemie

Urlaub in Risikogebieten: Rückkehrer müssen wegen Corona mit heftigen Konsequenzen rechnen

Wer Urlaub in Risikogebieten mit Corona macht, riskiert Konsequenzen. Wegen des Coronavirus gibt es aktuell für fast 130 Länder eine Reisewarnung. 

  • Fast 130 Länder weltweit gelten aktuell als Risikogebiet.
  • Dort ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus teils besonders hoch.
  • Rückkehrer aus Ländern mit Reisewarnung müssend zudem mit Konsequenzen rechnen.

Dortmund – Die Liste der Länder, die in der Corona-Pandemie als Risikogebiete gelten, ist lang. Darunter sind auch beliebte Reiseziele wie Ägypten, die USA und die Türkei. Rückkehrer aus Ländern mit Reisewarnung müssen dabei einiges beachten.

Coronavirus-Risikogebiete und Reisewarnung: In welche Länder sind Reisen aktuell erlaubt?

Wer sich nicht in Quarantäne begeben oder einem Corona-Test unterziehen will, sollte daher aktuell auf Urlaub in Europa wie zum Beispiel Griechenland setzen.

Für diese Länder herrscht wegen des Coronavirus aktuell keine Reisewarnung, wie auch der Merkur berichtet:

  • Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Republik Zypern)
  • Schengen-assoziierte Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) 
  • Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, nach Andorra, Monaco, San Marino und in den Vatikanstaat
Für Großbritannien gibt es derzeit keine Reisewarnung wegen des Coronavirus.

Diese Regelung soll vorerst bis zum 31. August gelten. Generell rät das Auswärtige Amt jedoch weiter von nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ab.

Allerdings kann zu regionalen Reisewarnungen kommen - aktuell gelten beispielsweise die spanischen Provinzen Katalonien, Navarra und Aragon als Risikogebiete. Es wird daher empfohlen, die Seite des Auswärtigen Amtes vor Reisebeginn noch einmal aufzusuchen. In den Niederlanden gibt es wegen des Coronavirus jetzt verschärfte Regeln, die auch das Tragen von einem Mundschutz beinhalten.

Coronavirus: Diese Länder sind aktuell Risikogebiete - Karte zu Reisewarnung

In anderen Ländern sollte man von einem Urlaub derzeit jedoch absehen, rät das Robert Koch-Institut (RKI). Darunter sind aktuell unter anderem die Türkei, die USA und Ägypten. Diese rund 130 Länder gelten laut dem aktuell (Stand: 30. Juli) als Risikogebiete:

  • Afghanistan 
  • Ägypten 
  • Albanien 
  • Algerien 
  • Angola 
  • Antigua und Barbuda 
  • Äquatorialguinea 
  • Argentinien 
  • Armenien 
  • Aserbaidschan 
  • Äthiopien 
  • Bahamas 
  • Bahrain 
  • Bangladesch 
  • Barbados 
  • Belarus 
  • Belize 
  • Benin 
  • Bhutan 
  • Bolivien 
  • Bosnia und Herzegowina 
  • Brasilien
  • Burkina Faso 
  • Burundi 
  • Cabo Verde 
  • Chile 
  • Costa Rica 
  • Côte d'Ivoire 
  • Dominica 
  • Dominikanische Republik 
  • Dschibuti 
  • Ecuador 
  • El Salvador 
  • Eritrea 
  • Eswatini 
  • Gabun 
  • Gambia
  • Ghana 
  • Grenada 
  • Guatemala 
  • Guinea 
  • Guinea Bissau 
  • Guyana 
  • Haiti 
  • Honduras 
  • Indien 
  • Indonesien 
  • Irak 
  • Iran 
  • Israel 
  • Jamaika 
  • Jemen 
  • Kamerun 
  • Kasachstan 
  • Katar 
  • Kenia 
  • Kirgisistan 
  • Kolumbien 
  • Komoren 
  • Kongo DR 
  • Kongo Rep 
  • Korea (Volksrepublik) 
  • Kosovo 
  • Kuba 
  • Kuwait 
  • Lesotho 
  • Libanon 
  • Liberia 
  • Libyen 
  • Luxemburg 
  • Madagaskar 
  • Malawi 
  • Malediven 
  • Mali 
  • Marokko 
  • Mauretanien 
  • Mexiko 
  • Mongolei 
  • Montenegro 
  • Mosambik 
  • Namibia 
  • Nepal 
  • Nicaragua 
  • Niger 
  • Nigeria 
  • Nordmazedonien 
  • Oman 
  • Pakistan 
  • Palästinensische Gebiete 
  • Panama 
  • Papua-Neuguinea 
  • Paraguay 
  • Peru 
  • Philippinen 
  • Republik Moldau 
  • Ruanda 
  • Russische Föderation 
  • Saint Kitts und Nevis 
  • Saint Lucia 
  • Saint Vincent and the Grenadines 
  • Sambia 
  • São Tomé und Príncipe 
  • Saudi Arabien 
  • Senegal 
  • Serbien 
  • Seychellen 
  • Sierra Leone 
  • Simbabwe 
  • Somalia 
  • Sri Lanka 
  • Südafrika 
  • Sudan 
  • Südsudan 
  • Surinam 
  • Syrische Arabische Republik 
  • Tadschikistan 
  • Tansania 
  • Timor 
  • Leste (Osttimor) 
  • Togo 
  • Trinidad Tobago 
  • Tschad 
  • Türkei 
  • Turkmenistan 
  • Uganda 
  • Ukraine 
  • USA 
  • Usbekistan 
  • Venezuela 
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Zentralafrikanische Republik

Länder gelten dann als Risikogebiet, wenn es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus gegeben hat. Für Länder unter diesem Grenzwert prüft das RKI, ob dennoch ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Auch dann kann es eine Reisewarnung geben.

Coronavirus: Viele Reisende schleppen Covid-19-Infektionen nach Deutschland ein

Derzeit steigt die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Deutschland erneut an. Grund dafür sind auch aus anderen Ländern eingeschleppte Infektionen.

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Dabei kann ein Urlaub drastische Konsequenzen haben: Wer aus einem Risikogebiet einreist, der muss sich auf Covid-19 testen lassen. Wer positiv getestet wird oder den Abstrich verweigert, der muss 14 Tage in Quarantäne

Durch einen unbedachten Urlaub in einem Corona-Risikogebiet kann man sogar seinen Job verlieren. Arbeitnehmer sollten derzeit für einen zweiwöchige Reise also besser gleich vier Wochen einreichen, raten Experten.

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