Discounter bietet drei Produkte an

Corona-Test kaufen: So viel kosten die Selbsttests beim Discounter

Corona Selbsttest im Einzelhandel ausverkauft
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Selbsttest-Chaos im Einzelhandel – wo es jetzt noch welche gibt. (Symbolbild)

Die Corona-Selbsttests sind im Einzelhandel schwer zu bekommen. Aldi hat jetzt Nachschub. Die Tests sind auch in diversen Onlineshops erhältlich – aber zu überhöhten Preisen.

Update, Montag (22. März), 07.10 Uhr: Deutschland – Aldi hat für Montag (22. März) den Verkauf von weiteren Schnelltests zur Eigenanwendung angekündigt. Dabei sollen die Corona-Tests von gleich drei verschiedenen Herstellern in die Filialen kommen. Diese Tests sollen zu diesen Preisen bei Aldi Nord und Aldi Süd verkauft werden:

  • Aesku.Rapid SARS CoV-2 Selbsttest (5er Packung); Preis: 24,99 EUR 
  • Boson Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test (1er Packung); Preis: 4,95 EUR 
  • Hotgen Novel Coronavirus (2019-nCoV) Antigentest (1er Packung); Preis: 4,95 EUR

Schnelltests für zu Hause wieder bei Aldi – Discounter will Abgabemengen begrenzen

Die Selbsttests werden in den Aldi-Filialen ausschließlich an der Kasse verfügbar sein. Der Discounter will dabei auch weiterhin die Abgabemengen begrenzen. Dazu heißt es vonseiten Aldis: „Um möglichst vielen Kunden die Möglichkeit zu geben, Selbsttests zu erwerben, ist die Abgabemenge zunächst auf jeweils fünf 1er-Packungen oder eine 5er-Packung pro Kunde begrenzt.“

Aldi NordDiscount-Einzelhandelskette
HauptsitzEssen
Gründung1946, Essen

Sprich: Jeder Kunde kann pro Einkauf maximal 5 Tests erhalten. Weiter heißt es auf der Webseite von Aldi: „Sollten die Selbsttests aufgrund der hohen Nachfrage möglicherweise schnell ausverkauft sein, bitten wir euch um Verständnis.“

Die Tests sind deutschlandweit derzeit fast vergriffen. Auch in Hamburg sind aktuell nur wenige Corona-Tests im Einzelhandel verfügbar, wie 24hamburg.de berichtet.*

Corona-Test bei Aldi kaufen – das müssen Kunden wissen

Für Kunden bedeutet das also weiterhin: Um Tests zu erhalten, muss man schnell sein. Allerdings kündigt der Einzelhandelsriese bereits weiteren Nachschub an, so erhielten die Filialen kontinuierlich neue Ware.

Außerdem muss man auch weiterhin mit Schlangestehen rechnen. Denn ein Verkauf über den Aldi-Onlineshop ist – Stand 22. März – noch nicht möglich. Auch das soll sich aber ändern: Laut Focus-Bericht will der Discounter auch den Online-Verkauf der Schnelltests in Kürze starten.

Update, Freitag (19. März), 12.20 Uhr: Schnelltests zur Eigenanwendung sollen ab Montag (22. März) wieder im Handel erhältlich sein. Wie Focus.de erstmalig berichtet, kündigt der Discounter Aldi den Verkauf an. Bundesweit sollen demnach ab kommender Woche wieder Tests verkauft werden.

Schnelltest kaufen: Einzelhandel kämpft mit Lieferproblemen

Der Test des Herstellers Aesku war bereits ab dem 6. März in den Aldi-Filialen verkauft worden. Der Discounter hatte aber mit massiven Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Der Test war außerdem in die Kritik geraten, weil sich die Zertifikate fälschen lassen.

Der Boson-Test im Einzelpack war am 11. März kurzfristig bei dm im Online-Shop erhältlich, hier aber auch binnen weniger Stunden vergriffen. Lidl hatte eigentlich ebenfalls Nachschub angekündigt – hier sind die Tests im Onlineshop aber weiterhin ausverkauft.

Erstmeldung, Mittwoch (17. März): Es war Anfang März ein echtes Aufreger-Thema: Der Einzelhandel kündigte den Verkauf von Antigen-Schnelltests an – und zwar noch bevor die Tests flächendeckend in den Schulen verfügbar waren. Für viel Verwunderung sorgte dabei die Tatsache, dass die Einzelhändler scheinbar schneller an die Tests kamen als die Bundesregierung. Mittlerweile steht allerdings fest: Auch die Einzelhändler wie Aldi, Lidl oder dm haben Beschaffungsprobleme.

Selbsttests bei Aldi, Lidl und dm: Riesen-Ansturm war vorhersehbar

Die Drogeriemarktkette dm war als erster Einzelhändler vorgeprescht und hatte per Pressemitteilung einen Verkaufsstart in den Märkten für den 9. März angekündigt. Aldi hatte dm allerdings überholt und die ersten Tests bereits am Samstag (6. März) in den Filialen verkauft. Sie waren dort bereits nach wenigen Minuten vergriffen – wer um 7.30 Uhr vor Ort war, ging bereits leer aus.

Auch bei Lidl, wo die Covid-19-Antigen-Tests zur Eigenanwendung ausschließlich über den Onlineshop vertrieben wurden, waren sie schnell ausverkauft. Der vermeintliche Vorreiter dm konnte die Ankündigung sogar überhaupt nicht einhalten. Bislang (Stand 17. März) wurde kein einziger Test in einem dm-Markt verkauft.

Corona-Selbsttests: Verkaufs-Chaos und Lieferschwierigkeiten bei dm

Denn bei dm war das Chaos am größten: Nachdem zunächst angekündigt wurde, den Boson-Test ab dem 9. März in den Märkten zu verkaufen, wurde dieses abgesagt und stattdessen der Verkauf des Hotgen-Schnelltestes ab Freitag, den 12. März zu starten. Auch dieser Verkauf fand nicht statt.

Ersatzweise wurde dann doch der Boson-Antigen-Test bei dm verkauft – und zwar kurzfristig am 11. März und auch nur im dm-Onlineshop. In der entsprechenden Pressemitteilung erklärt dm, die Tests würden ausschließlich online verkauft, „da die gelieferte Menge nicht ausreicht, um 2.040 dm-Märkte angemessen versorgen zu können.“ Und weiter: Ein genaues Datum zum Verkaufsstart in den dm-Märkten könne man derzeit nicht nennen.

Video: Corona-Selbsttest: Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht beim Kauf

Covid-19-Antigentests zur Eigenanwendung – derzeit überall vergriffen

Im dm-Onlineshop waren die Boson-Tests binnen weniger Stunden ausverkauft – weshalb dm-Kunden aktuell bei der Drogeriemarktkette gar keine Tests bekommen können. Das sieht auch im Lidl-Onlineshop nicht besser aus. Auch hier werden Kunden seit Tagen mit der Info „demnächst bestellbar“ vertröstet (mehr Infos zu Lidl auf RUHR24.de).

Außerdem findet man bei Lidl den Hinweis, dass es zu „Lieferverzögerungen“ komme. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, scheint dieses Lieferproblem tatsächlich ein größeres zu sein. Und zwar wohl unabhängig von der ohnehin hohen Nachfrage.

Corona-Selbsttests kaufen: Der Einzelhandel kämpft mit Lieferproblemen, Aldi Süd hat noch welche

So heißt es im RND-Bericht, der Sprecher von Aldi Nord, Christian Salmen, habe erklärt, die Beschaffung der Tests sei immer noch eine Herausforderung und man könne daher nur eine begrenzte Menge an Ware anbieten.

Anders sieht das übrigens bei Aldi Süd aus: Nach Angaben des RND werden hier täglich neue Tests angeboten – auch wenn es zwischendurch immer wieder zu Engpässen komme (mehr Infos zu Aldi auf RUHR24.de).

Die Aesku-Rapid-Tests: Bei Aldi Süd teilweise noch erhältlich.

In Drogerien und Discountern ausverkauft – hier kann man Selbsttests online kaufen

Für Kunden aus nördlichen Teilen von NRW ist diese Info selbstverständlich wenig hilfreich. Tatsächlich gibt es aber auch hier noch eine Möglichkeit an Tests zu kommen: Sie werden in zahlreichen Online-Shops angeboten.

Zu den Webshops, in denen die Tests zur Eigenanwendung verfügbar sind, zählen beispielsweise:

  • die Versandapotheke Aponeo,
  • der Shop hygi.de,
  • Apodiscounter.de
  • und viele mehr.

Wer beim Online-Kauf auf Nummer Sicher gehen will, kann sich zuvor beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erkundigen, welche Tests aktuell in Deutschland als sicher gelten und zugelassen sind. Das BfArM führt eine entsprechende Liste.

Corona-Selbsttests kaufen – in Online-Shops sind sie doppelt so teuer wie in den Discountern

Die Angebote in den Online-Shops haben allerdings einen entscheidenden Haken: Die Tests sind hier deutlich teurer als in den Discountern oder Drogerieketten. So kostet der Boson-Test im Einzelverkauf bei dm rund 5 Euro pro Stück. Bei Lidl wurde er online im 5er-Pack für rund 22 Euro (4,40 Euro pro Stück) verkauft.

In den Webshops kosten die Tests teilweise zwischen acht und zehn Euro pro Stück – und sind damit doppelt so teuer. Zudem werden sie hier vielfach in größeren Mehrfach-Packs vertrieben. Hier muss man für 25 Stück mit 250 Euro rechnen. Und auch in den Online-Shops kommt es teilweise schon zu Lieferzeiten von zwei bis drei Wochen.

Selbsttests kaufen in Deutschland – entweder überteuert oder mit langen Wartezeiten

Das klare Fazit: Die Situation auf dem deutschen Markt ist derzeit denkbar unbefriedigend. Wer die Selbsttests nicht überteuert kaufen will, dem bleibt nichts anderes übrig, als auf die nächsten Lieferungen in den Discountern und Drogerien zu warten - oder einen Schnelltest in einem Testzentrum zu machen. Den gibt es für jeden Bürger immerhin einmal die Woche gratis.

Derzeit gibt es aber weder von dm, noch von Aldi oder Lidl eine Aussage darüber, wann die nächsten Tests im Handel sind. Sobald die Tests wieder verfügbar seien, werde man die Kunden informieren, heißt es beispielsweise vonseiten Lidls. Kaufland und Rewe wollten eigentlich am 15. März den Verkauf starten – aber auch das verzögert sich.

Coronatest-Lieferchaos in Deutschland – im Nachbarland läuft es deutlich besser

Neben den Impfungen gelten die vermehrten Schnell- und Selbsttests als großer Hoffnungsträger, um wieder mehr Normalität zuzulassen. Die Tests wurden sogar als „Gamechanger“ im Kampf gegen das Coronavirus angepriesen. Jetzt kommt es hier ebenso wie bei der Impfstoffbeschaffung zu einem echten Lieferchaos (mehr Infos zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Wie das RND aufzeigt, sieht die Situation in unserem Nachbarland Österreich derweil ganz anders aus. Hier seien die öffentlich zugänglichen Testkapazitäten mittlerweile so umfangreich, dass dm-Österreich bereits einen sinkenden Bedarf an den Selbsttests aus dem Einzelhandel sieht. Weder in den dm-Filialen noch im Online-Shop käme es hier zu Engpässen.

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