Tipps für den richtigen Gebrauch

Corona-Selbsttests ab sofort erhältlich: Darauf müsst ihr unbedingt achten

Seit kurzem sind Corona-Selbsttests in Deutschland erlaubt. Der Verkauf ist bereits gestartet. Aber wie teste ich mich selber eigentlich richtig?

NRW - Seit dem 8. März kann sich jeder einmal pro Woche kostenlos einem Corona-Schnelltest unterziehen. Aber auch Tests für den privaten Gebrauch sind nun erlaubt. Dabei stellt sich die Frage, wie man so einen Selbsttest richtig anwendet.

CoronavirusSars-CoV-2
InfektionskrankheitCovid-19
häufige SymptomeHusten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns

Corona-Schnelltests: So wendet man die Selbsttests richtig an – Unterschied der verschiedenen Tests

Selbsttests könnten dafür sorgen, dass private Treffen und Feiern in Zukunft sicherer ablaufen. Der Verkauf der Corona-Selbsttests hat bei Aldi und Lidl schon vor einigen Tagen begonnen. Die Lieferungen bei dm verzögern sich allerdings noch. Dabei gibt es einige Dinge bei einem Selbsttest zu beachten (alles zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Zuerst einmal der Unterschied zwischen den verschiedenen Tests: Bei einem Schnelltest in einem Testzentrum und einem PCR-Test nimmt medizinisches Personal den Abstrich für die Auswertung. Meistens wird dieser im hinteren Nasen- oder Rachenbereich genommen.

Bei einem Schnelltest wird die Probe anschließend auf einen Teststreifen gestrichen. Dieser verfärbt sich nach rund 15 bis 20 Minuten und zeigt das positive oder negative Ergebnis an. Bei einem PCR-Test wird der Abstrich in ein Labor gebracht und dort untersucht. Das Ergebnis liegt allerdings erst nach wenigen Tagen vor.

Corona-Selbsttests: Gültigkeit nur wenige Stunden – wie wende ich einen Test richtig an?

Bei Schnelltests hält das Ergebnis nur für wenige Stunden, da es eine Momentaufnahme ist. Außerdem können die Schnelltests eine höhere Fehlerrate haben. Bei einem Corona-Selbsttest nimmt man den Abstrich bei sich selbst oder lässt sich von einer anderen Person helfen.

Die Probe wird dabei meist aus dem vorderen Bereich der Nase genommen. Bei jedem Schnelltest liegt auch eine Anleitung für die richtige Anwendung bei, die immer sorgfältig gelesen werden sollte. Da es verschiedene Tests gibt, kann es Unterschiede in der Ausführung geben.

Doch wie wende ich den Selbsttest richtig an? Grundsätzlich sollte man sich nicht hetzen, auch wenn ein Schnelltest ein schnelles Ergebnis verspricht und man es eilig hat. Dabei könnten verheerende Fehler passieren. Selbsttests sollten laut Öko-Test außerdem immer bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Nachdem die Verpackung des Selbsttests geöffnet wurde, hat man für die Durchführung rund eine Stunde Zeit (alle Lifehacks auf RUHR24.de).

Corona-Selbsttests: Teststreifen, Tupfer und Röhrchen – so gehts richtig

Ein Selbsttest-Paket enthält im Regelfall einen Teststreifen, einen Abstrich-Tupfer und ein Röhrchen inklusive eines Deckels. In dem Röhrchen befindet sich häufig schon die Flüssigkeit, in die die Probe gegeben wird. Bei manchen Tests muss man diese Flüssigkeit jedoch eigenhändig einfüllen. Bestenfalls legt man alles griffbereit vor sich. Und so läuft ein Selbsttest ab:

  • Vor Gebrauch sollte man sich gründlich die Hände waschen.
  • Mit dem Tupfer nimmt man sich zuerst selber den Abstrich circa drei Zentimeter tief in beiden Nasenlöchern. Dabei sollte man das Stäbchen mindestens fünfmal in der Nase hin und her drehen. Es darf in der Nase kitzeln, jedoch sollte es nicht weh tun.
  • Anschließend gibt man das Stäbchen in das Teströhrchen und dreht es einige Male hin und her. Je nach Test soll der Tupfer zudem einige Sekunden in der Flüssigkeit bleiben. Vor dem Herausnehmen aus dem Röhrchen sollte man das Teststäbchen abtropfen lassen. Das Röhrchen kann aber auch mit den Fingern leicht zusammengedrückt werden, wodurch besonders viel Sekret zurück in die Lösung gelangt.
  • Nun wird das Röhrchen mit der Kappe verschlossen. Eine kleine Menge der Lösung wird auf das vorhergesehene Feld des Teststreifens getropft. Dabei kommt es wiederum auf den Test an, wie viel. Meistens sind es zwischen zwei und vier Tropfen.

Corona-Schnelltests: Das bedeuten die Ergebnisse auf den Teststreifen

Nach circa 15 bis 20 Minuten erscheint das Ergebnis auf dem Teststreifen. Das C-Fenster ist das Kontroll-Fenster („C“ für Control). Bei „T“ wird das Ergebnis des Tests angezeigt. Folgende Fälle beschreiben die Ergebnisse des Corona-Selbsttests:

  • Kein Streifen bei „C“ = Test ist ungültig (dabei ist es egal, ob bei „T“ ein Streifen erscheint oder nicht)
  • Ein Streifen bei „C“, kein Streifen bei „T“ = Test ist gültig und negativ
  • Ein Streifen bei „C“ und ein Streifen bei „T“ = Test ist gültig und positiv

Auch wenn ein leichter Streifen bei „T“ zu sehen ist, bedeutet dies ein Corona-positives Ergebnis. Doch was tut man, wenn man sich selbst positiv getestet hat? Zuerst sollte ein PCR-Test gemacht werden, um sicherzugehen, dass das Ergebnis auch tatsächlich stimmt. Dafür kann man sich an seinen Arzt wenden oder die Hotline 116 117 anrufen. Zudem sollte man sich sofort in häusliche Quarantäne begeben und keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Rubriklistenbild: © Anja Oberkofler/dpa

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