Besonders Ungeimpfte im Nachteil

Corona: Regierung will eisenharten Maßnahmen gegen vierte Welle

RKI-Chef Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
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RKI-Chef Lothar Wieler (l.) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Um eine vierte Corona-Welle zu brechen, plant die Bundesregierung neue Maßnahmen. Einige davon sind eisenhart.

Dortmund – Wie geht es mit Corona in Deutschland weiter? Das Gesundheitsministerium hat bereits Pläne in der Tasche, die eine vierte Welle in Deutschland möglichst unterbinden sollen. Vor allem auf Ungeimpfte kommen möglicherweise extrem strenge Regeln zu.

Corona-Maßnahmen gegen die vierte Welle: Maskenpflicht bis 2022

In einem Bericht des Ministeriums, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es zunächst, dass harte Lockdowns wie in der Vergangenheit aller Voraussicht nicht mehr notwendig sein werden.

Die Bundesregierung wolle zudem in geschlossenen Räumen weiterhin auf die Basis-Regeln setzen, sprich: Abstand, Hygiene und Maskentragen. Die Inzidenz spiele dabei laut Papier keine Rolle. Die Maskenpflicht an bestimmten Orten solle für alle – auch Geimpfte und Genesene – vorerst bis ins Frühjahr 2022 gelten.

Corona-Maßnahmen könnten noch einmal richtig anziehen: 3G-Regel wird essenziell

Ab Anfang oder Mitte September könnten die Maßnahmen in ganz Deutschland unabhängig von der Inzidenz dann aber nochmal so richtig anziehen. Ab diesem Zeitpunkt soll die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen (Gastronomie, Hotels, Sport, körpernahe Dienstleistungen, große Events drinnen und draußen) generell nur unter Einhaltung der 3G-Regel (3G: geimpft, genesen oder getestet) möglich sein.

Ziemlich unangenehm könnte sich die Corona-Zukunft für Ungeimpfte gestalten. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Impfquote, der Inzidenz nach Altersgruppen und der Rate schwerer Klinikfälle nach Altersgruppen, könnten Menschen ohne Impfung künftig von Veranstaltungen oder der Gastronomie komplett ausgeschlossen werden.

Am 10. August wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder über etwaige Maßnahmen beraten.

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