Wegen hoher Inzidenzen

Neue Corona-Regeln: 2G-Plus für Veranstaltungen soll kommen

Ein Corona-Test wird durchgeführt.
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Corona-Tests könnten bald Pflicht für Besucher von Veranstaltungen sein.

Die aktuellen Corona-Regeln sorgen aktuell eher für Chaos statt für Sicherheit. Das soll sich bald ändern.

Deutschland - Die Neuinfektionen mit Covid-19 schießen aktuell in die Höhe. Nun ist Handeln gefragt. Doch bislang gelten in den Bundesländern unterschiedliche Corona-Maßnahmen. In Kürze könnte eine weitere Änderung dazu kommen.

VirusCovid-19
ErregerSars-CoV-2
Häufige SymptomeHusten, Fieber, Schnupfen, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns

2G Plus-Regel zum Schutz vor Corona - Regierung plant neue Maßnahmen

Die 7-Tage-Inzidenz steigt weiter und auch die Krankenhäuser werden wieder voller. Grund genug für die Regierung, sich nun einen neuen Schlachtplan zu überlegen. Ein wichtiger Schritt wurde bereits umgesetzt: Ab sofort gibt es pro Person mindestens einen Corona-Test kostenlos pro Woche.

Um einen weiteren Lockdown wie in den Niederlanden zu verhindern, setzen viele Bereiche auf die sogenannten 2G- oder 3G-Modelle. Zutritt zu Veranstaltungen oder in Restaurants haben dann nur Personen, die geimpft oder genesen sind. Beim 3G-Modell sind auch aktuelle Corona-Tests erlaubt (weitere News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24).

Doch die aktuellen Fälle zeigen, dass auch komplett Geimpfte das Virus weiterhin übertragen können. Daher könnte es nach Informationen des Tagesspiegels künftig mit „2G-Plus“ ein weiteres Modell dazu kommen, dass dann vor allem bei Großveranstaltungen, wie Bundesliga-Spielen oder Konzerten zum Einsatz kommen könnte.

Neue Corona-Verordnung offenbar geplant - 2G-Plus soll Veranstaltungen sicherer vor Infektion machen

Die 2G-Plus-Regelung soll eine mögliche Übertragung des Coronavirus zwischen Besuchern verhindern, die geimpft gegen Covid-19 oder auch genesen von einer Erkrankung mit dem Virus sind. Zur Veranstaltung dürfen dann nur noch Personen, die die 2G-Regel einhalten und zusätzlich noch einen aktuellen Corona-Test vorweisen können, der negativ ist.

Festgehalten werden soll dies im neuen Infektionsschutzgesetz. Korrekt formuliert bedeutet das dann nach Informationen des Tagesspiegels: „In der Rechtsverordnung kann vorgesehen werden, dass Erleichterungen und Ausnahmen für Personen, bei denen von einer Immunisierung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auszugehen ist, nur bestehen, wenn sie ein negatives Ergebnis eines Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen können.“

Corona-Tests könnten bald bei Veranstaltungen für Geimpfte und Genesene Pflicht sein.

Allerdings weist der Tagesspiegel auch darauf hin, dass diese neue Regelung kein Muss ist. Stattdessen soll die 2G-Plus-Maßnahme lediglich als „Option für die Länder“ gelten. Inwieweit dies dann konkret umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Dazu kommt, dass die Bundesländer auch aktuell schon unterschiedliche Beschlüsse bezüglich 2G-, 2G-Plus-, 3G und 3G-Plus-Regelung haben. NRW-Minister Wüst spricht sich indes gegen eine 2G-Plus-Regelung aus.

2G Plus-Regelung in Deutschland: neue Corona-Maßnahmen geplant

Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) hat sich daher bereits für eine bundesweit einheitliche 2G-Regelung ausgesprochen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt die Erweiterung auf das 2G-Plus-Modell. Ungeimpfte müssten dann auch beispielsweise in Fitnessstudios und Kneipen draußen bleiben. Berlin setzt diese Maßnahme bereits ab Montag (15. November) um.

Noch strengere Konsequenzen gibt es aktuell im Nachbarland Österreich. Dort gilt ab Montag (15. November), dass Personen ohne gültige Impfung oder Immunisierung gegen Covid-19 in einen Lockdown gehen und Zuhause bleiben müssen. Eine solche Umsetzung scheint für Deutschland allerdings aktuell keine Option zu sein.

Video: Corona-Schutz durch Schnelltests - Produkte zu Hause richtig verwenden

Das liegt auch daran, dass ab 25. November die sogenannte „epidemische Lage“ in Deutschland ablaufen soll. Für die Bürger bedeutet das, dass weder Lockdown, noch Ausgangssperren oder Kontaktbeschränkungen erneut veranlasst werden können. Die Schulen müssen dann geöffnet bleiben. Ob sich die Parteien doch noch für eine Verlängerung für die Zeit nach dem 25. November entscheiden, wird sich zeigen.

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