„Netflix and Chill“

Irre Corona-Studie: Horror-Serien sollen dir in der Pandemie helfen

Bei Netflix und Amazon Prime gibt es etliche Filme und Serien, die sich mit Erregern wie dem Coronavirus beschäftigen. 
+
Bei Netflix und Amazon Prime gibt es etliche Filme und Serien, die sich mit Erregern wie dem Coronavirus beschäftigen. 

Horror-Shows, wie „The Walking Dead“, dienen im Corona-Alltag vielen Serien-Junkies zur Ablenkung. Doch eine neue Studie hat nun Überraschendes herausgefunden.

Deutschland – Binge-watching als Mittel gegen den Corona-Blues? Auf diese Idee sind sicher schon viele gekommen. Allein schon deshalb, weil der Corona-Lockdown im Herbst und Winter nicht viele andere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung übrig gelassen hat. Horror-Forscher haben nun jedoch eine überraschende Studie veröffentlicht, über die sich besonders Fans von Grusel-Serien freuen dürften.

EreignisCorona-Pandemie
Erster Fall1. Dezember 2019
Erklärung zur Pandemie11. März 2020
Fälle weltweit117,16 Millionen (Stand: 9. März 2021)
UrsprungVolksrepublik China

Corona-Lockdown: Wie Horror-Serien dabei helfen können, besser mit der Pandemie klarzukommen

Wer kennt das Szenario nicht: Ein Sonntag im Corona-Lockdown, draußen ist es trotz erster Frühlingsvorboten immer noch nass und grau. Was hilft gegen die Langeweile? Natürlich die vielen unterschiedlichen Serien auf Netflix, Amazon Prime, Sky und Co., in denen man sich stundenlang verlieren kann. Und schwups ist wieder eine weitere Staffel der Lieblingsshow verschlungen.

Wen nach einem unproduktiven Tag vor dem Fernseher nicht selten ein schlechtes Gewissen plagt, sollte nun gut aufpassen: Denn Forscher haben herausgefunden, dass besonders Fans von Horror-Shows, wie beispielsweise „The Walking Dead“, sich durch Binge-Watching im Corona-Lockdown sogar etwas Gutes tun. Horror-Fans sollen nämlich deutlich besser mit der Corona-Pandemie zurechtkommen als andere.

Das ist das Ergebnis einer kleinen Studie, die Forscher um Coltan Scrivner von der University of Chicago in der Fachzeitschrift „Personality and Individual Differences“ veröffentlicht haben. Zuerst berichtete Spektrum darüber (mehr Nachrichten über das Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Studie: Fans von Horror-Shows auf Netflix und Co. kommen besser mit Corona zurecht

Für die Studie wurden 310 Personen online zu ihrem Umgang mit der Pandemie befragt. Gleichzeitig wurden auch die Vorlieben der Probanden beim Medienkonsum evaluiert. Entscheiden konnte man sich zwischen Endzeitfilmen und Zombie-Serien oder Liebesfilmen und Comedy-Shows.

Die Ergebnis sei eindeutig gewesen: Fans von Horror- und Endzeit-Shows kämen deutlich besser mit der Corona-Pandemie zurecht, als Liebesfilm-Junkies und Comedy-Freaks. „Wer vor der Pandemie mehr so genannte Prepper-Filme geschaut hatte, sei es über Zombies, Alien-Invasionen oder andere Formen der Apokalypse, war nach eigenen Angaben besser auf die aktuelle Pandemie vorbereitet“, heißt es bei Spektrum.

Doch damit nicht genug: Gemäß dem wohlbekannten Motto „Netflix and Chill“, bescheinigten die Forscher den Horrors-Fans auch mehr psychische Widerstandskraft beziehungsweise Resilienz im Umgang mit der Pandemie (alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Video: Wenn Corona auf die Psyche schlägt: 10 Tipps, die helfen

Horror-Shows auf Netflix/Amazon Prime: Serien können beim Umgang mit der Corona-Pandemie helfen

John Johnson, Co-Autor der Studie und emeritierter Professor für Psychologie von der Pennsylvania State University schließt daraus, dass Horror-Shows also nicht nur zur bloßen Unterhaltung dienen, sondern auch auf Katastrophenfälle im Leben vorbereiten können.

„Ein fiktives Horrorszenario könnte den Zuschauern als Modell dienen und die Konfrontation damit als mentale Übung, um Strategien für den Umgang mit einer realen Krise zu entwickeln“, schreibt Spektrum. Einen möglichen Einfluss der Persönlichkeit habe man herausgerechnet.

Doch der Zusammenhang zwischen einer Vorliebe für Endzeit-Shows und einer besseren Verkraftung der Corona-Pandemie könnte auch noch anders erklärt werden, heißt es in der Studie: Nämlich damit, dass manche Menschen einfach stärkere Nerven haben und besser mit Schreckensszenarien klarkommen als andere – egal ob online oder offline.

Mehr zum Thema