Die Regelungen im Überblick

Tätowierer und Kosmetikstudios wieder geöffnet – wo man jetzt einen Schnelltest braucht

Nach den Friseuren dürfen ab Montag (8. März) auch die „körpernahen Dienstleistungen“ wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dazu gehören Tätowierer und Kosmetikstudios.

Deutschland/NRW – Monatelang waren Kosmetik-, Tattoo- und Fußpflegestudios geschlossen. Jetzt dürfen sie wieder öffnen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beim Corona-Gipfel am Mittwoch (3. März) entschieden. Doch die Öffnungen sind an bestimmte Regeln gekoppelt. Unter anderem wird ein tagesaktueller negativer Corona-Test für einen Besuch verpflichtend.

Corona-LockdownMaßnahme gegen die Pandemie
Seit wann2. November 2020
Bis wannzunächst 28. März 2021 (Lockerungen möglich)
BetroffenEinzelhandel, körpernahe Dienstleistungen, Restaurants, Sport

Corona-Lockerungen ab dem 8. März: Diese Betriebe dürfen mit Öffnungen rechnen

Bis in die späten Abendstunden haben Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer am Mittwoch diskutiert, wie es mit dem Corona-Lockdown in Deutschland weitergehen soll. Am Ende wurde beschlossen, was sich viele schon gedacht haben: Der Lockdown wird bis zum 28. März verlängert. Gleichzeitig stellte die Regierung aber auch die ersten Lockerungen in Aussicht (alle Nachrichten zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

So dürfen ab dem 8. März wieder Buchhandlungen, Blumengeschäfte, Gartencenter und Baumärkte unter Einhaltung von Hygieneauflagen bundesweit ihr Geschäft aufnehmen. Bundesländern mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 ist es zusätzlich erlaubt, ihren Einzelhandel mit einem Click-&-Meet-Konzept zu öffnen. Aber wie sieht es mit Kosmetikstudios, Tätowierern und Fußpflegern aus?

Lockerungen ab dem 8. März: Kosmetiker, Fußpfleger und Tätowierer dürfen öffnen

Friseure haben bereits seit dem 1. März wieder offen. Darauf einigten sich Bund und Länder beim letzten Corona-Gipfel am 10. Februar. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) begründete die Entscheidung damit, dass Haareschneiden etwas mit „Hygiene und mit Würde“ zu tun hätte. Alle anderen „körpernahen Dienstleistungen“ wurden bei der Entscheidung zunächst außen vor gelassen.

Doch nun können sowohl Kosmetiker, Tätowierer als auch Fußpfleger aufatmen. Nachdem sie ihre Salons und Studios Anfang November wegen der Corona-Krise schließen mussten, kann der Betrieb nun in ganz Deutschland wieder losgehen. Allerdings nur unter bestimmten Auflagen. Aber was genau muss man bei einem Besuch ab dem 8. März beachten? Wir klären auf!

Lockerungen im Lockdown: Körpernahe Dienstleistungen nur mit Schnelltest?

Sämtliche „körpernahe Dienstleistungen“, also auch solche im Gesicht wie etwa Augenbrauen zupfen oder die Rasur, sind ab der kommenden Woche wieder erlaubt. Allerdings ist für die Inanspruchnahme der Dienstleistungen, bei denen man nicht dauerhaft eine Maske tragen kann, ein tagesaktueller Corona-Schnell- oder Selbsttest, wie man ihn schon bald bei dm bekommen soll, verpflichtend. Gleichzeitig muss auch das Personal ein ausreichendes Testkonzept haben.

Ansonsten gilt wie in Arztpraxen oder Geschäften, dass man beim Betreten des Studios eine medizinische Maske tragen sollte. Dabei ist jedoch egal, ob es sich um eine OP-Maske, eine FFP2- oder eine FFP3-Maske handelt. Je nach Studio kann es zudem sein, dass man sich vor Betreten der Räumlichkeiten die Hände waschen oder desinfizieren muss.

Achtung: Falls ihr ein Kosmetikstudio besucht oder eine andere körpernahe Dienstleistung in Anspruch nehmt, bei der die Maske nicht abgenommen werden muss, kann es sein, dass ihr keinen Schnelltest braucht. Dann reicht das Tragen einer Maske vollkommen aus. Am besten informiert ihr euch aber vorab, welche Regeln in eurem Studio gelten und welche nicht.

Friseure durften schon am 1. März wieder öffnen, für Kosmetiker und Fußpfleger geht es erst ab dem 8. März wieder los.

Körpernahe Dienstleistungen: Öffnungen trotz Lockdown in Deutschland

In ausgewählten deutschen Bundesländern haben Kosmetiker und Fußpfleger schon seit dem 1. März teilweise wieder geöffnet. Hier eine Übersicht, wo und wann eine Behandlung seitdem erlaubt ist (Stand: 4. März):

  • Baden-Württemberg: noch geschlossen
  • Bayern: Ausgewählte körpernahe Dienstleistungen wie Fußpflege, Maniküre oder Gesichtspflege sind seit dem 1. März erlaubt.
  • Berlin: noch geschlossen
  • Brandenburg: noch geschlossen
  • Bremen: noch geschlossen
  • Hamburg: noch geschlossen
  • Hessen: Nagelpflege ist nicht nur bei medizinischer, sondern auch bei hygienischer Notwendigkeit erlaubt.
  • Mecklenburg-Vorpommern: In Regionen mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz von unter 35 dürfen Kosmetiker, Fußpfleger und Nagelstudios schon seit dem 1. März öffnen.
  • Niedersachsen: noch geschlossen
  • Nordrhein-Westfalen: Seit dem 1. März ist neben der medizinischen, auch die kosmetische Fußpflege wieder erlaubt.
  • Rheinland-Pfalz: Mit einem Termin ist Fußpflege bereits seit dem 1. März wieder erlaubt.
  • Saarland: Pediküre, Maniküre und Gesichtspflege sind seit dem 1. März wieder erlaubt.
  • Sachsen: Fußpflegebetriebe dürfen seit dem 1. März ihre Dienstleistungen anbieten.
  • Sachsen-Anhalt: Fußpflege ist nur mit medizinischer Notwendigkeit erlaubt.
  • Schleswig-Holstein: Seit dem 1. März ist die Bart- und Nagelpflege wieder erlaubt.
  • Thüringen: noch geschlossen

Übrigens: Podologen, also medizinische Fußpfleger, durften auch während des Lockdowns offen bleiben, solange sie gesundheitlich notwendige Dienstleistungen anboten. Mal eben die Füße lackieren? Das war nicht erlaubt. Wunden versorgen hingegen schon.

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/dpa

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