Einigung auf Impf-Priorisierung

Corona: NRW startet im März mit Impfungen für Grundschullehrer und Erzieher

Die Gesundheitsministerkonferenz hat sich auf eine Impf-Priorisierung von Grundschul- und Kitapersonal geeinigt. NRW wird wohl schon im März starten.

Karl-Josef Laumann NRW-Gesundheitsminister
Geboren11. Juli 1957, (Alter 63 Jahre)
Politische ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands

Update, Dienstag (23. Februar), 11.00 Uhr: Personal in Kitas sowie Grund- und Förderschulen sollen früher geimpft werden. Darauf haben sich Bund und Länder nun geeinigt, wie unter anderen Medien auch tagesschau.de berichtet. Demnach habe die Gesundheitsministerkonferenz diese Impfpriorisierung beschlossen.

Die in diesen Bildungseinrichtungen Beschäftigten rücken damit von der dritten Impfgruppe in die zweite Gruppe vor. Ein entsprechender Entwurf zur Änderung der Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) liegt bereits vor. Sie soll nach Medienberichten am Mittwoch in Kraft treten soll.

Impfungen von Grundschullehrern und Kitapersonal: NRW startet voraussichtlich im März

Für die Lehrer in NRW könnte es damit schon bald ein Impfangebot geben. Wie der WDR berichtet, sollen die Impfungen der Gruppe zwei in NRW bereits im März beginnen.

Das habe NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) am Dienstagmorgen (23. Februar) bei WDR 2 erklärt. „Ich denke, dass wir damit in der ersten Märzhälfte beginnen“, habe Laumann angekündigt. Auch für Grundschullehrer sowie Kitapersonal würde es damit dann losgehen.

Hat nach Medienberichten Impfangebote für Grundschullehrer und Kitapersonal im März angekündigt: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU). (Symbolbild)

Impfungen für Grundschullehrer und Kitapersonal: Lehrer höherer Klassen erhalten kein Impfangebot

Das Impfangebot wird dabei bundesweit zunächst nur für die Beschäftigten in Grund- und Förderschulen sowie in Kindertageseinrichtungen gelten. Lehrer höherer Klassen sollen nicht in die zweite Impfgruppe vorrücken.

Hintergrund dieser Regelung ist, dass es für Personal in weiterbildenden Schulen einfacher ist, den nötigen Mindestabstand einzuhalten. Für Beschäftigte, die Umgang mit kleineren Kindern haben, kommt es hingegen eher zu engerem Kontakt, der sich auch nur schwer vermeiden lässt (zum Beispiel beim Füttern von Kleinkindern in Kitas usw.). Außerdem fällt es den Jüngeren grundsätzlich schwerer, den nötigen Abstand einzuhalten.

Impfungen von Personal und Kitas, Grund- uns Förderschulen: Einigung galt als wahrscheinlich

Die Impf-Priorisierung soll zudem auch die Öffnungen von Kitas und Grundschulen sicherstellen. Die Präsenz in diesen Bildungseinrichtungen wird von Experten als besonders wichtig angesehen.

Die Einigung darauf, dass Grundschullehrer und Kitapersonal eher geimpft werden, war bereits absehbar. Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten das Gesundheitsministerium bereits bei den letzten Bund-Länder-Gesprächen am 10. Februar um eine entsprechende Prüfung gebeten.

Erstmeldung, Donnerstag (11. Februar): Berlin – Seit den Bund-Länder-Gesprächen vom 10. Februar steht fest, dass es zukünftig doch mehr Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Schulen geben wird. Die Ministerpräsidenten haben sich gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) darauf geeinigt, dass Maßnahmen wie Maske tragen, Stoßlüften oder mobile Luftfilter ausgebaut werden. Neu ist zudem, dass es Teststrategien für Schulen geben soll. Außerdem sollen Lehrer schneller geimpft werden.

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen: Schulen dürfen bereits im Februar wieder öffnen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) fand in der Pressekonferenz nach den Gesprächen vom 10. Februar ehrliche Worte: Sie hätte sich eine schrittweise Öffnung der Schulen erst nach dem ersten März gewünscht. Stattdessen dürfen Schulen bereits ab dem 22. Februar nach und nach wieder öffnen – wie das genau passieren soll, bleibt dabei weiterhin Ländersache.

Wie und wann die Bundesländer jeweils öffnen werden, wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben. NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (54, FDP) wird bereits am 11. Februar den Fahrplan für die Schulen in NRW vorstellen. Tatsächlich werden wohl die meisten Länder mit der schrittweisen Öffnung bereist im Februar beginnen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) angedeutet hat, ist es dabei das gemeinsame Verständnis der Länder, zuerst die Kitas zu öffnen – sowie die Grundschulen im Wechselunterricht. Das Saarland startet hingegen nach Medienberichten erst nach dem ersten März (alle Infos zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Corona-Schutz in Schulen: Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin für bessere Hygienekonzepte und Teststrategien

Einigkeit herrschte unter den Ländervertretern dabei in einem weiteren Punkt: Um besseren Infektionsschutz in den Schulen während der Pandemie zu gewährleisten, wird es künftig wohl flächendeckend mehr Schutzmaßnahmen geben. So sollen Maßnahmen wie Masken und Lüften weiter ausgebaut werden. Zudem soll es auch Schnelltests in Schulen und Kitas geben. Wie genau die Umsetzung von solchen Coronatests aussehen soll, ist dabei noch nicht bekannt.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (49, CDU) hatte im Vorfeld bereits eine Leitlinie für besseren Schutz in Schulen vorgelegt. Auch die KMK hatte in einem Beschluss von Anfang Februar mehr Schutz für Schüler und Lehrer gefordert. Das Robert Koch-Institut (RKI) fordert sogar schon seit Langem bessere Hygienekonzepte für die Schulen. Diese wurden bislang allerdings nicht so konsequent umgesetzt wie vom RKI gefordert.

Corona-Maßnahmen in Schulen: Grundschullehrer und Erzieher sollen schneller geimpft werden

Das soll sich jetzt wohl ändern. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) ist der Ausbau von Strategien gegen die Verbreitung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in Schulen vermutlich auch ein wesentlicher Punkt gewesen, um den schnelleren Öffnungen überhaupt zuzustimmen. So betont sie, man habe noch über einen weiteren „wichtigen Punkt“ gesprochen, nämlich über schnellere Impfungen für Grundschullehrer und Erzieher.

Konkret soll das Gesundheitsministerium bei der nächsten Fortschreibung der Corona-Impfverordnung prüfen, ob Grundschullehrer und Erzieher nicht bereits mit hoher Priorität geimpft werden können. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass vor allem diese Personengruppen, die mit kleineren Kindern zu tun haben, die Abstandsregeln nur schwer einhalten können. Für Lehrer der höheren Klassen ist das einfacher.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU): Lehrer und Erzieher sollen schneller geimpft werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU): Impfangebot für Grundschullehrer und Erzieher noch vor den Sommerferien

In dem entsprechenden Beschluss zur Videoschaltkonferenz heißt es dazu, Bund und Länder bäten den Gesundheitsminister zu prüfen, ob Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung sowie Grundschullehrer „frühzeitiger als bisher vorgesehen – in der Kategorie 2 mit hoher Priorität – geimpft werden können.“

Da der Impfstoff bekanntlich knapp ist, hieße das aber nicht, dass Lehrer jetzt sofort geimpft würden, so Angela Merkel. Auf die Frage eines Reporters nach dem konkreten Zeitplan für solche Impfungen führte sie an, dass sie davon ausginge, dass die Erzieher und Grundschullehrer noch vor den Sommerferien mindestens die erste Impfung erhielten.

Weiterhin wurde betont, dass es sich dabei natürlich um ein freiwilliges Angebot handele. Mit anderen Worten: Eine Impfpflicht für Lehrer oder Erzieher wird es nicht geben. Das Impfangebot soll dabei auch ein „Signal“ sowie eine „Anerkennung der Arbeit“ sein.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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