Das meint die WHO dazu 

Neue Corona-Mutation ist da: Lambda-Variante in Europa – was Experten darüber wissen

Forscherin in Baden-Württemberg untersucht Proben
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Wieder wurde eine neue Variante des Coronavirus entdeckt – doch so neu ist sie eigentlich nicht. (Symbolbild)

Die sogenannte Lambda-Variante des Coronavirus hat Europa erreicht. Müssen wir uns nun Sorgen machen? Was wir über die neue Mutation bisher wissen.

Deutschland – Berichten von spanischen Zeitungen zufolge, haben sich in Kantabrien an der Nordküste Spaniens, wahrscheinlich rund 80 Menschen mit einer neuen Corona-Mutation angesteckt. Die auch Anden-Variante genannte Mutation, verbreitete sich zunächst in Übersee. 

Corona-Mutation: Lambda-Variante aus Südamerika verbreitet sich rasend

Die neue Variante ist eigentlich gar nicht so neu. Die Mutation wurde erstmal im August 2020 in Peru entdeckt. Seither verbreitete sie sich in mindestens 29 Ländern – hauptsächlich in Südamerika. Auffällig ist, wie schnell sich die Variante verbreitet hat. 

In Peru ist der Anteil der Mutation von 0,5 Prozent, kurz nach ihrer Entdeckung, auf 82 Prozent der Erkrankungen angestiegen. Die BBC berichtet, dass Lambda seitdem auch für mehr als ein Drittel der Fälle in Argentinien und Chile verantwortlich ist. 

Corona-Mutation unter WHO-Beobachtung: Lambda-Variante zeigt bislang kein aggressives Verhalten 

Die WHO beobachtet die Mutation seit Mitte Juni. Jairo Méndez-Rico, Experte für Viruserkrankungen bei der WHO, sagte der Deutschen Welle: „Bisher gibt es keine Hinweise auf einaggressiveres Verhalten der Lambda-Variante. Obwohl die Möglichkeit einer höheren Ansteckungsrate besteht, haben wir noch nicht ausreichend belastbare Studien, um sie mit Gamma oder Delta vergleichen zu können.“  

Diese beiden Varianten hatte die WHO als besorgniserregend eingestuft. Wirksamstes Mittel gegen alle Mutanten sei, so Méndez-Rico, die Corona-Impfung. Es gäbe keinen Grund anzunehmen, dass diese bei der Lambda-Variante weniger effektiv sei. 

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