Auswahl ist groß

Corona-Maske: Stoff, Plastik oder Papier - worauf man beim Kauf achten muss

Bunte Stoffmasken
+
Stoffmasken sind derzeit die beliebtesten Masken. Doch beim Kauf sollte man einiges beachten.

Eine Corona-Maske zu kaufen ist nicht ganz einfach - wegen der großen Auswahl. Worauf man bei Stoffmaske und FFP2 achten sollte.

Nordrhein-Westfalen – Seit April dieses Jahres gilt in Deutschland die Maskenpflicht wegen der Coronavirus-Pandemie. Wer seine Masken nicht aus Stoff und Gummibändern selber bastelt, muss sie sich wohl oder übel eine kaufen. Stoffmasken, Einmal-Masken, Masken mit Filtern – die Auswahl ist riesig. Doch was sollte man bei einem Kauf beachten?

VirusCoronavirus
KrankheitCovid-19
Häufige SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit
Seltene SymptomeDurchfall, Halsschmerzen, Gliederschmerzen

Stoffmasken in der Corona-Pandemie: Der richtige Sitz im Gesicht ist entscheidend

Die meisten verwenden in ihrem Alltag vermutlich eine Stoffmaske. Diese sind nicht nur leicht in der Tasche und auf der Haut, sondern lassen sich auch nach jedem Tragen sehr einfach in der Waschmaschine reinigen. Man kann Schutzmasken natürlich nicht vorher anprobieren, sondern kauft quasi die Katze im Sack. Dennoch sollte man auf ein paar Eigenschaften achten (alle News zum Coronavirus in unserem Live-Ticker auf RUHR24.de).

Sitzt die Stoffmaske vernünftig? Sie sollte nicht zu locker, aber auch nicht zu eng an den Ohren und im Gesicht sitzen. Und auch beim Sprechen sollte die Masken über der Nase und am Mund verbleiben und nicht herunterrutschen. Auch sollte die Stoffmaske bis über das Kinn gehen.

Der Sitz der Maske ist unter anderem entscheidend.

FFP2- und FFP3-Masken sind sicherer als Stoffmasken – doch auch Masken aus dem Ausland können was

Viel sicherer sollen laut einer Studie von einigen Forschern aus Aachen dagegen die FFP2-Masken sein. Diese wurden ursprünglich als Arbeitsschutzmasken verwendet und sollen bis zu 94 Prozent aller Aerosole abfangen. Die stärkeren FFP3-Masken sogar bis zu 99 Prozent. Bei einem Kauf sollte beachtet werden, dass die Maske das CE-Siegel hat. Dieses bedeutet, dass das Produkt überprüft wurde und sich auch an europäische Standards hält.

Links: Die FFP3-Maske, die 99 % aller Viren abhält. Rechts: Die FFP2-Maske, die 94 % aller Viren abhält.

Aber auch bestimmte Masken aus dem Ausland lassen sich mittlerweile bei einigen Menschen finden. Dazu gehört die sogenannte KN95-Maske aus China – dem Land, wo das Tragen einer Maske schon seit mehreren Jahren zum Stadtbild gehört. Diese sollen gleichwertig mit FFP2-Masken sein und somit ebenfalls einen hohen Schutz bieten. Allerdings dürfen diese bereits seit dem 1. Oktober dieses Jahres nicht mehr nach Deutschland importiert werden. Das gilt laut dem WDR auch für die N95-Masken, die aus den USA stammen.

Video: Millionen Menschen kaufen FFP-Masken: 2 Codes zeigen, ob Ihre sicher ist

Coronavirus-Pandemie: Durchsichtiger Mund-Nasen-Schutz aus Silikon hat Vor- und Nachteile

Eine völlig neue Alternative soll ein Mund-Nasen-Schutz aus Silikon sein. Der Clou: Dieser ist durchsichtig, man kann also andere Menschen lächeln sehen und schwerhörige oder gehörlose Menschen können leichter Lippen lesen. Das kann man auch mit Visieren, allerdings bieten diese keinen wirklichen Schutz vor Aerosolen. Das RKI rät sogar von ihnen ab.

Die neuen Masken aus Silikon sind dagegen noch nicht zertifiziert worden, weshalb sie bisher in Deutschland noch nicht erhältlich sind. Der Hersteller verspricht jedoch, dass 99 Prozent aller Viren und Bakterien durch die Silikon-Maske gefiltert werden können. Doch einen großen Nachteil gibt es: Während man bei Stoffmasken quasi durch den Stoff atmet und noch gut Luft bekommt, ist dies bei den durchsichtigen Masken nicht so einfach – schließlich kann man durch den Kunststoff Silikon nicht atmen.

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Maske man am liebsten tragen möchte. Die sichere FFP-2-Maske, mit der man weniger Luft bekommt, aber der Schutz höher ist, oder die entspannte und oft bunt gestaltete Stoffmaske mit weniger Schutz. Wichtig ist nur, dass man neben dem Tragen der Maske auch alle anderen AHA-Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus einhält.

Mehr zum Thema