Ohne die Intensivmedizin zu überlasten

Steile These: RKI-Experten nennen Zeitpunkt für nächste Corona-Lockerungen

Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) haben eine Rechnung aufgestellt, wann in Deutschland mit Lockerungen in der Corona-Krise zu rechnen ist.

Berlin – Das sogenannte „Leben vor der Pandemie“ scheint in Zeiten des Coronavirus wie ein Blick in die ferne Vergangenheit. Viele sehnen sich nach Lockerungen. Doch es wird wohl zunächst ein weiterer härterer Lockdown kommen.

InstitutionRobert Koch-Institut
ThemaCorona-Lockerungen
Zeitpunktlaut Rechnung - Mai/Juni

Corona-Lockerungen statt Lockdown: RKI-Wissenschaftler nennen Zeitpunkt

RKI-Wissenschaftler, die sich auf eine Rechnung stützen, haben nun einen Zeitpunkt genannt, wann - ohne das Gesundheitssystem zu überlasten - mit Lockerungen zu rechnen ist. Sie glauben, dass im Mai oder Juni 2021 das Leben ein Stück Normalität in Deutschland trotz Corona zurückgewinnen kann.

Es würde, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, vor allen Dingen auf die Impfungen ankommen, die ab April auch beim Hausarzt verabreicht werden können. Wissenschaftler hätten analysiert, welchen Einfluss Kontaktreduktionen (Lockdown) auf die kurzfristige Entwicklung im Infektionsgeschehen hat. Im zweiten Schritt seien mittelfristige Entwicklungen bei Öffnungen und einer anteiligen Rückkehr zur Normalität berechnet worden.

Die RKI-Wissenschaftler haben zudem neben dem Impfstoff von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson auch dem wohl ab dem 1. Juni zugelassenen Impfstoff von Curevac sowie die Einflüsse der britischen Coronavirus-Variante (B1.1.7) mit in die Rechnung einbezogen.

Von wegen Lockerungen - zunächst wird es wohl noch einmal in einen härteren Lockdown gehen. (Symbolbild)

Das Resultat macht wenig Hoffnung auf schnelle Öffnungen. Lockere Öffnungen werden wohl erst ab Mai, etwas breitere Öffnungen ab Juni zu erwarten sein.

Corona-Lockerungen statt Lockdown: Ab wann das Gesundheitssystem nicht mehr überlastet wird

Die Ergebnisse der Rechnung der RKI-Wissenschaftler zeigen auch, dass es zu einer weiteren Kontaktreduktion im April - im Umkehrschluss einen Lockdown - kommen sollte, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Wohl ab Juni verringert sich die Gefahr Stück für Stück, dass das Gesundheitssystem nicht mehr überlastet wird.

Die Probleme in Deutschland in der Corona-Krise liegen auf der Hand. Bislang ist man beim Impfen noch nicht so weit, wie man sein will. Bislang seien nur circa 10 Prozent der Bevölkerung geimpft - mit der ersten Dosis. Hinzu kommt das Chaos rund um Astrazeneca. Die Hoffnung besteht aber, dass sich die Lage mit dem Impfstart bei Hausärzten ändert.

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