Eine Übersicht

Corona-Lockdown: Welche Geschäfte öffnen dürfen - und welche schließen müssen

Ab dem 16. Dezember gelten in Deutschland härtere Lockdown-Regeln. Auch der Einzelhandel ist davon betroffen. Doch nicht alle Geschäfte müssen schließen.

Nordrhein-Westfalen - Der Dezember ist für den Einzelhandel normalerweise ein besonders umsatzstarker Monat. Das Weihnachtsgeschäft bringt die Kassen zum Klingeln. Bund und Länder haben sich nun aber auf einen harten Lockdown geeinigt - und der beendet abrupt das Treiben in den Innenstädten in der Vorweihnachtszeit.

Maßnahme Harter Lockdown
Zeitraum16. Dezember bis 10. Januar
RegelnU.a. Schließung des Einzelhandels, Kontaktbeschränkungen, geschlossene Schulen und Kitas

Harter Corona-Lockdown: Einzelhandel muss schließen

Nach dem Treffen der Politiker am Sonntag ist klar: Aus dem Lockdown-Light wird nun ein harter Lockdown. Die neuen Corona-Regeln sollen ab Mittwoch (16. Dezember) und bis - Stand jetzt - einschließlich 10. Januar gelten. Neben strengeren Kontaktbeschränkungen an Weihnachten, einem An- und Versammlungsverbot an Silvester sowie neuen Regeln für Schulen und Kitas, wurde auch beschlossen, dass der Einzelhandel die Türen schließen muss.

Allerdings mit Ausnahmen von Geschäften, die Waren für den täglichen Bedarf anbieten oder von wenigen Dienstleistungen. Doch was bedeutet das konkret? Hier eine Zusammenstellung:

Corona-Lockdown ab 16. Dezember: Diese Geschäfte müssen schließen

Ähnlich wie bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr müssen Bekleidungsgeschäfte und Anbieter sogenannter körpernaher Dienstleistungen schließen. Das sind:

  • Bekleidungsgeschäfte
  • Baumärkte
  • Friseure
  • Kosmetik- und Schönheitssalons
  • Möbel- und Elektronikgeschäfte
  • Sportartikel-, Antiquitäten- und Gebrauchtwarenhändler
  • Spielzeug- und Buchläden
  • Massage- und Tattoostudios
  • Glühweinstände
Harter Lockdown: Friseure, Kosmetiker und andere körpernahe Dienstleistungen müssen schließen.

Harter Lockdown: Diese Geschäfte dürften trotz Corona öffnen

Auch wenn der Beschluss von Bund und Ländern besagt, dass der Einzelhandel schließen muss, gibt es trotz Corona Ausnahmen. So ist der Verkauf von Lebensmitteln und anderem täglichem Bedarf weiterhin erlaubt:

  • Lebensmittelgeschäfte, Reformhäuser und Getränkemärkte
  • Wochenmärkte für Lebensmittel
  • Großhandel wie beispielsweise die Metro
  • Zeitungsbedarf
  • Geschäfte für Tierbedarf und Futtermittel
  • Babyfachmärkte
  • Weihnachtsbaumverkauf

Corona-Lockdown ab 16. Dezember: Ausnahmen für gewisse Dienstleistungen

Auch im Dienstleistungssektor gibt mitunter einige Ausnahmen. So dürfen folgende Geschäfte und Institutionen weiterhin öffnen:

  • Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien
  • Optiker und Hörgeräteakustiker
  • Physio-, Ergo- und Logotherapie
  • Medizinische Fußpflege
  • Mobilitätsservices wie Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Abhol- und Lieferdienste, auch Restaurants, die aufgrund von Corona Speisen zum Mitnehmen anbieten.

Sollte sich das Infektionsgeschehen lokal, regional oder auch national weiter verschlechtern und die Corona-Zahlen reduzieren sich nicht signifikant, können die Regeln jederzeit widerrufen werden. Das besagt die neue Beschlussfassung von Bund und Ländern (alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie auf RUHR24.de).

So sollen ab einem Inzidenz-Wert über 200 „die umfassenden allgemeinen Maßnahmen nochmals erweitert werden, um kurzfristig eine deutliche Absenkung des Infektionsgeschehens zu erreichen“, heißt es in dem Papier.

Rubriklistenbild: © Sabrina Wagner/RUHR24

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