Kommt jetzt die Mega-Änderung?

Sofortige Schließung der Büros und Homeoffice-Pflicht im Corona-Lockdown gefordert

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Der Lockdown wurde verlängert und alles ist dicht - außer die Büros. Deren Schließung fordert nun eine Politikerin auf Twitter.

Der Lockdown geht weiter und die Schulen bleiben geschlossen. Nun fordert eine Politikerin der Grünen auf Twitter, auch die Büros zu schließen und eine Homeoffice-Pflicht einzuführen.

Nordrhein-Westfalen – Die Grünen-Politikerin Laura Sophie Dornheim möchte auf Twitter mit einem Hashtag die Regierung dazu bewegen, eine Pflicht fürs Homeoffice im verlängerten Corona-Lockdown auszusprechen und damit die Büros zu schließen. Dabei bekommt sie viel Unterstützung von allen Seiten.

Bündnis 90/Die GrünenPolitische Partei
Gründung15. Mai 1993
ParteiführungAnnalen Baerbock, Robert Harbeck

Corona-Lockdown – Forderung von Grünen-Politikerin auf Twitter: „Macht die Büros zu“ und schickt alle ins Homeoffice

Eigentlich alles ist aktuell dicht: Schulen, Kitas, Restaurants, Geschäfte. Mit einer Ausnahme, denn die Büros bleiben weiterhin – trotz verlängertem Corona-Lockdown – für alle Mitarbeiter geöffnet (hier alle Infos zu den aktuellen Corona-Regeln auf RUHR24.de). Zumindest so lange der Arbeitgeber keine Regeln für das Home-Office aufstellt. Denn aktuell gibt es keine gesetzliche Pflicht für Unternehmen, ihren Mitarbeitern die Arbeit im Homeoffice anzubieten. 

Laut den Beschlüssen der Regierung sind alle dazu verpflichtet, die Abstandsregeln einzuhalten, auch in Büros. Dort arbeiten darf man aber. Laura Sophie Dornheim ist der Meinung, dass das in der aktuellen Situation nicht richtig sei. Auf Twitter bekommt die Politikerin aus Berlin Unterstützung von Arbeitnehmern, Politikern und Ärzten. Alle fordern gemeinsam: „Macht die Büros zu!“

Corona-Lockdown: Büros ohne Hygienekonzept und Erfolgsstorys aus dem Homeoffice – Forderung auf Twitter

Um ihre Botschaft im Corona-Lockdown zu verbreiten, hat Laura Sophie Dornheim den Hashtag #MachtBuerosZu eingeführt. Unter dem Hashtag folgen die Arbeitnehmer der Aufforderung, ihre Erfahrungen im Büro während der Corona-Pandemie zu teilen (alle aktuellen Infos zum Coronavirus im NRW-Ticker auf RUHR24.de).

Corona-Lockdown: Homeoffice-Forderung bekommt Unterstützung von Politikern und Ärzten – #machtdiebueroszu

Benedikt Lux von den Grünen unterstützt den Twitter-Thread zum aktuellen Corona-Lockdown. Er ist der Meinung, dass zumindest alle Betriebe, in denen keine direkten Dienstleistungen oder Produktionsabläufe erbracht werden müssen, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice schicken sollten:

Und auch ein Notarzt erzählt von seinen Erlebnissen bei Einsätzen in Großraumbüros und schreibt in einem anderen Tweet: „Im März/April wurde versäumt, klar zu kommunizieren, dass Corona ein infektiöser Nebel ist. Plexiglas und Abstandsregeln sind in Innenräumen relativ nutzlos. „

Corona-Lockdown: Büros ohne Hygienekonzept – Liste mit Unternehmen im Homeoffice

Die Grünen-Politikerin und ihre Mitstreiter sind sich über die Situation im Corona-Lockdown einig: „Ohne rechtliche Vorgabe wird sich nichts ändern.“ Laura Sophie Dornheim hat zusätzlich zu dem Tweet angefangen eine Liste mit allen „vorbildlichen“ Unternehmen zu führen.

Dort sind alle Arbeitgeber aufgelistet, die ihre Mitarbeiter verbindlich ins Homeoffice geschickt haben. Zudem steht bei jedem Unternehmen dabei, ob ein Hygienekonzept besteht, Mitarbeiter bei der Ausstattung für das Home-Office unterstützt werden und welche Hilfe Eltern in dieser Zeit von ihrem Arbeitgeber erhalten (alle Artikel zum Coronavirus auf RUHR24.de).

Video – Verbraucherportal rechnet vor: So viel mehr kostet das Homeoffice

Mittlerweile sind insgesamt über 300 Unternehmen aus ganz Deutschland aufgelistet, die ihre Angestellten im Corona-Lockdown im Homeoffice arbeiten lassen. Und es werden noch mehr – laut einem Eintrag von Laura Sophie Dornheim hat sie mehrere hundert Anfragen: „Aktuell liegen ca. 200 Anfragen für Neueintragungen vor, ich muss die Liste daher vorerst schließen und bitte dafür um Verständnis.“

Als Gegenzug ist laut RTL auch ein Gegenstück in Planung. Also eine Liste, in der Unternehmen aufgelistet werden, die eher „nicht vorbildlich“ im Lockdown handeln und alle Mitarbeiter ins Büro kommen lassen.

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