Neue Beschlüsse

Corona Notbremse: Müssen Friseure jetzt wieder in den Lockdown?

Bis Mitte April bleiben viele Branchen im Lockdown. Doch wie steht es um Friseure und Salons? Welche Regeln jetzt gelten.

Dortmund – Seit dem 1. März dürfen Friseure unter bestimmten Auflagen wieder Kunden empfangen. Nach der Bund-Länder-Konferenz am Montag (22. März) droht allerdings der verlängerte Lockdown. Was gilt jetzt für die Salons?

KrankheitCorona, Covid-19
ErregerSars-CoV-2
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Erneuter Corona-Lockdown: Sind Friseure auch betroffen?

Seit Montag (22. März) steht fest: Der Lockdown wird bis zum 18. April verlängert und teilweise auch verschärft. Über Ostern sollen besonders strenge Regeln gelten: Von Gründonnerstag (1. April) bis einschließlich Ostermontag (5. April) soll das öffentliche Leben komplett heruntergefahren werden. Lebensmittel einkaufen ist dann nur am Karsamstag möglich. Der Einzelhandel befürchtet deswegen einen riesigen Andrang.

Aber wie steht es um Friseure und andere körpernahe Dienstleistungen im verlängerten Lockdown? Sie haben ihre Möglichkeiten gerade erst zurückgewonnen. Müssen die Salons wegen des Coronavirus jetzt wieder schließen?

Friseure im Corona-Lockdown: Das sind die neuen Regeln

Nein. Die Friseur-Salons müssen nur während der starken Verschärfungen über Ostern schließen. Also von Gründonnerstag bis einschließlich Ostermontag. Ansonsten darf der Betrieb wie seit dem 1. März weitergehen. Das gilt auch für andere körpernahe Dienstleistungen wie:

  • Kosmetikstudios
  • Massagepraxen
  • Tattoostudios

Corona-Lockdown: Dürfen Friseure auch bei der drohenden Notbremse öffnen?

Doch nur nicht die Maßnahmen über Ostern sind neu. Bund und Ländern wollen die schon vor Wochen beschlossene Notbremse konsequenter einhalten. Das bedeutet: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt, gelten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag wieder die Lockdown-Regeln wie vor dem 7. März.

Auch von dieser Notbremse sind Friseure und die anderen körpernahen Dienstleister nicht betroffen. Unter welchen Pandemie-Entwicklungen sie wieder schließen müssten, ist bisher auch noch nicht bekannt.

Friseur-Besuch trotz Corona-Lockdown: Das sind die Regeln

Beim Friseur gelten trotzdem weiterhin die Corona-Maßnahmen, die schon vor den Öffnungen Anfang März beschlossen wurden. In den Salons muss beispielsweise weiterhin eine medizinische Maske getragen werden. Nur zu Behandlungen im Gesicht, wie etwa Bartpflege, darf diese vom Kunden abgesetzt werden. Die Friseure ergänzen ihre Maske hier aber idealerweise mit einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild.

Auch der Mindestabstand von 1,5 Metern sollte überall da eingehalten werden, wo es möglich ist. Außerdem dürfen Personen die Salons nur begrenzt betreten. Pro 10 Quadratmetern darf sich eine Person auf der Salonfläche aufhalten. Das bedeutet: Bei einem Raum von 20 Quadratmetern dürfen sich ein Friseur und ein Kunde im Geschäft befinden. Diese Regelung gilt auch für Hausbesuche.

Trotz Corona-Regeln ist die Nachfrage nach Friseur-Terminen hoch.

Friseure bleiben offen – Corona-Regeln gelten trotzdem

Diese Regeln gelten außerdem aktuell bei einem Friseur-Besuch im Corona-Lockdown:

  • Kontaktloses Bezahlen ist erwünscht.
  • Alle 20 Minuten sollte gelüftet werden.
  • Haare müssen bei jedem Besuch im Salon gewaschen werden.
  • In NRW müssen weiterhin die Kundenkontaktdaten dokumentiert werden.
  • Mitarbeiter und Kunden sollten sich regelmäßig die Hände desinfizieren.

Trotz der Regeln sei die Nachfrage nach Terminen hoch. Wie die Deutsche-Presse Agentur (dpa) berichtet, sind viele Salons bis Anfang April komplett ausgebucht.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/ dpa

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