Keine körperliche Belastung

Sport nach Corona-Impfung - Experten raten von diesem Training ab

Für die einen ein Fluch, für andere ein Segen: Ärzte empfehlen, nach der Corona-Impfung auf körperliche Belastung zu verzichten. Heißt das, man sollte keinen Sport treiben?

Dortmund – Je mehr Menschen sich gegen das Coronavirus impfen lassen können, desto größer wird die Unsicherheit, was man nach der Corona-Impfung eigentlich beachten sollte. Experten haben dazu eine klare Meinung und geben eine deutliche Empfehlung ab, ob eher Sport treiben oder ein Glas Sekt trinken auf dem Sofa angebracht ist.

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Impfstoffe (Auswahl)Co­mir­na­ty (Biontech), Moderna, Va­x­ze­vria (Astrazeneca)

Corona-Impfungen in Deutschland nehmen Fahrt auf – dabei gibt es einiges zu beachten

Auch wenn die Impfkampagne ganz langsam an Fahrt aufnimmt, hat die Corona-Pandemie das Leben weiterhin fest im Griff. Hohe Inzidenzen sorgen wieder oder noch immer für strenge Maßnahmen. Statt Urlaubsplanung und Shoppingtour sehen wir uns mit Ausgangssperren und geschlossenen Geschäften konfrontiert.

Das heißt auch, statt einem Besuch im Theater, im Lieblingscafé oder im Fitnessstudio, müssen wir uns mit Puzzeln, Netflix und Homeworkout weiter die Zeit im Lockdown vertreiben. Wer jedoch bereits eine Corona-Impfung erhalten hat oder zumindest ein Termin in den kommenden Wochen ansteht, sollte aufpassen. Denn nach einer Impfung ist einiges zu beachten.

Nach Corona-Impfung Sport treiben? Das raten Experten

Beispielsweise sollte man nach einer Corona-Impfung einige Zeit auf Alkohol verzichten. Die Meinung der Experten schwankt hier zwischen 3 und 56 Tage. Und auch beim Sport ist Vorsicht geboten. Ärzte empfehlen, nach einer Corona-Impfung auf eine starke körperliche Belastung zu verzichten. Doch was bedeutet das?

Wie die Krankenkasse Barmer angibt, heißt das Folgendes: Sport ist prinzipiell möglich, allerdings sollte man es nicht übertreiben. Das berichtet auch 24rhein*. Einen Marathon sollte man beispielsweise nicht laufen, ein zügiger Spaziergang oder eine Yoga-Einheit seien allerdings kein Problem.

Corona-Impfung: Danach sollte man auf Krafttraining verzichten

Von einer Sportart raten die meisten Ärzte allerdings gänzlich ab: Kraftsport. Trainingseinheiten mit hoher Gewichtsbelastung können das Immunsystem schwächen. Dadurch steigt das Risiko, dass es nach der Corona-Impfung zu einer Impfreaktion kommen kann. Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen können dann die Folge sein.

Und auch das Robert Koch-Institut (RKI) rät: „Sportliche Aktivitäten nach Impfungen stellen generell kein Problem dar, besondere Belastungen unmittelbar nach der Impfung sind jedoch nicht unbedingt zu empfehlen.“ Ein moderates Training ist also nach der Corona-Impfung durchaus in Ordnung, schweres Hanteltraining sollte man also erst einmal sein lassen, berichtet heidelberg24.de*.

Corona-Impfung: So lange sollte man danach keinen Sport treiben

Aber wie lange muss man nach einer Corona-Impfung die Füße still halten? Barmer gibt hier einen grundlegenden Hinweis – unabhängig, ob man gegen Corona oder eine andere Krankheit geimpft wurde. So unterscheidet die Krankenkasse zwischen einer Lebendimpfung (bei Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken) und einer Impfung mit einem Totimpfstoff (z.B. bei Tetanus oder Keuchhusten).

Die Corona-Vakzine sind als sogenannte Totimpfstoffe anzusehen, weshalb hier eine Sportpause von ein paar Tagen ausreichen sollte. Fühlt man sich gut, kann man bereits zwei Tage nach der Impfung wieder langsam ins Sporttraining einsteigen. Dennoch sollte man bei der ersten Sporteinheit noch nicht die schwersten Gewichte stemmen, sondern es ruhig angehen lassen. Ein lockerer Dauerlauf ist aber möglich (mehr Lifehacks bei RUHR24). Bei Kindern ist darauf achten, dass sie beim Herumtollen nicht übertreiben.

Sport nach Corona-Impfung: Wer übertreibt, muss mit Impfreaktionen rechnen

Treten allerdings Impfreaktionen auf, sollte die geimpfte Person es unbedingt über einen längeren Zeitraum ruhig angehen lassen. Experten raten von mindestens einer Woche Sportverzicht. Auch ein Besuch in der Sauna oder im Schwimmbad ist dann nicht zu empfehlen – auch wenn das aufgrund der Corona-Krise momentan sowieso schwierig werden dürfte.

Allerdings weist die Krankenkasse darauf hin, dass weder Sauna noch Sport die Impfwirkung beeinträchtigen. Es geht vielmehr darum, den Körper mit einer Sportpause zu schonen und keine unnötigen Impfreaktionen hervorzurufen. *heidelberg24 und 24rhein sind ein Angebot des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Daniel Leal-Olivas, Lennart Preiss/AFP, Collage: RUHR24.de

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