Zweites Vakzin freigegeben

Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche: EMA empfiehlt jetzt weiteren Impfstoff

Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer
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Kinder können bereits gegen Corona geimpft werden.

Auch Kinder ab 12 Jahren können sich schon gegen Corona impfen lassen. Die EMA hat jetzt einen weiteren Impfstoff freigegeben.

Dortmund – Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist in der EU auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren freigegeben. Diese Empfehlung stammt von der EU-Arzneimittelbehörde EMA.

Corona-Impfung für Kinder: Moderna in EU ab 12 Jahren freigegeben

Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, haben die Experten der EMA entsprechende Studien zum Vakzin von Moderna positiv bewertet. Der Weg für eine Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige ist damit frei. Die EU-Kommission muss dem zwar noch zustimmen – dieser Schritt gilt allerdings als Formsache. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Corona-Impfung nach wie vor nur für Kinder mit einem erhöhten Risiko.

Das Vakzin wäre der zweite Corona-Impfstoff, der in der EU auch jungen Menschen verabreicht werden darf. Ende Mai wurde bereits der Impfstoff von Biontech/Pfizer für die gleiche Altersgruppe zugelassen. Kinder in NRW können sich bereits im Impfzentrum impfen lassen.

Video: Stiko-Empfehlung – Impfung nur für vorerkrankte Kinder und Jugendliche

Für Kinder unter zwölf Jahren ist in der EU noch kein Corona-Impfstoff zugelassen. Studien dazu laufen aber.

Studie zum Corona-Impfstoff: Wirkung an Kindern untersucht

Wie die EMA mitteilt, wurde die Wirkung des Impfstoffes von Moderna in einer Studie an 3732 Kindern untersucht. Diese hätte ergeben, dass das Vakzin bei Kindern und Jugendlichen „eine vergleichbare Antikörperantwort wie bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren erzeugt“.

Im Rahmen der Studie erhielten 2163 Kinder den Impfstoff, keines von ihnen erkrankte an Corona. In der Kontrollgruppe mit 1703 Kindern waren es vier. Die häufigsten Nebenwirkungen im Rahmen der Studie ähnelten denen von älteren Menschen.

„Dazu gehören Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, vergrößerte Lymphknoten, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Fieber“, so die EMA. Die Behörde kommt insgesamt zu der Einschätzung, dass der Nutzen des Vakzins auch bei Kindern gegenüber den Risiken überwiegt – besonders in den Fällen, in das Risikos eines schweren Covid-Verlaufs besteht.

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