Vorteile nach Impfung?

Corona: Digitaler Impfpass kommt im Sommer – aber nicht für alle

Eine Hand hält einen gelben Impfpass/ Impfausweis
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Wegen der Covid-Impfungen wird der Impfpass benötigt - bald soll es ihn als App in digitaler Form geben

Der digitale Impfpass soll in der Corona-Pandemie helfen. In Kürze soll er bereits verfügbar sein und Vorteile gegenüber der Papier-Variante haben.

NRW - Die Corona-Pandemie breitet sich weiter in NRW und anderen Teilen von Deutschland aus. Umso wichtiger sind daher die Impfungen gegen Covid-19. Dafür soll es schon bald den digitalen Impfpass geben, wie unter anderem msl24.de* berichtet.

Mitglied des Deutschen BundestagesJens Spahn
Geboren16. Mai 1980 (Alter 40 Jahre), Ahaus
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
AmtBundesminister für Gesundheit

Digitaler Impfpass bald verfügbar? Start-Termin für neue „Corona-App“ noch unklar

Ein Vorteil des digitalen Impfpasses liegt klar auf der Hand: Denn suchen muss man die elektronische Variante im Gegensatz zur klassisch-gelben Version nicht lange. Eine Impf-App soll dem entgegenwirken. Und lange soll die Wartezeit nicht mehr dauern.

„Zum Ende des zweiten Quartals 2021“ plant das Bundesgesundheitsministerium (BMG) schon den Start des elektronischen Impfausweises - eigentlich. Denn an anderer Stelle ist erst vom „Beginn der zweiten Jahreshälfte 2021“ die Rede, wie Öko-Test schreibt. Doch nicht nur um den Termin gibt es aktuell noch einige Unsicherheiten.

Auch die Frage, welche „Privilegien“ Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind und den digitalen Impfpass besitzen, ist offenbar noch nicht abschließend geklärt. So ist beispielsweise bislang umstritten, ob mithilfe des digitalen Ausweises schon im Sommer Reisen innerhalb von Europa ohne Einschränkungen möglich sein sollen. Auch beim Einkaufen oder Eintritt in Museen sollen Geimpfte Vorteile genießen dürfen, wenn es nach Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) geht.

Digitaler Impfpass: elektronischer Ausweis soll Corona-Warn-App ergänzen

Immerhin - wie der Impfpass funktionieren soll, ist scheinbar schon festgelegt. Die kostenlose Anwendung für das Smartphone soll die Corona-Warn-App ergänzen. Hat ein Patient beispielsweise eine Corona-Impfung erhalten, soll es für Impfzentren und Ärzte anhand des digitalen Impfpasses möglich sein, ihm ein Zertifikat mit QR-Code auszustellen, wie auch wa.de* berichtet. Dieser kann dann mit dem Smartphone gescannt werden. Auch in die Warn-App kann das Ergebnis übertragen werden.

Doch nicht nur Informationen über Impfungen können in der App gespeichert werden. „In dem digitalen Dokument sollen Impfnachweise, Tests und überstandene Infektionen hinterlegt werden – und zwar fälschungssicher“, schreibt das Handelsblatt zu den Funktionen des elektronischen Passes.

Corona-Impfungen bei Ärtzen können vermutlich bald auch in den digitalen Impfpass eingetragen werden.

Der digitale Impfpass soll nach Informationen vom „Deutschlandfunk“ ein „grünes Dokument“ darstellen, durch das Urlaubern Corona-Tests und Quarantäne erspart bleiben. Da die Daten über Impfungen in der App nur für den Patienten selbst dauerhaft einsehbar sein sollen, brauchen Reisende nach den aktuellen Überlegungen noch eine sogenannte „Prüf-App“ auf dem Smartphone. Darin sollen laut Öko-Test nur Impfstatus, Name und Geburtsdatum für Flugpersonal einsehbar sein (weitere digitale Service-News bei RUHR24).

Digitaler Impfausweis: Papier-Variante weiterhin eine Option für Patienten

Corona-Warn-App, digitaler Impfausweis, Prüf-App - wem die Flut an Apps zu groß ist, der muss dennoch nicht verzweifeln. Die gewöhnlichen gelben Heftchen sollen trotz der Neuerungen nicht bei den Impfungen wegfallen, denn verpflichtend wird die neue Anwendung offenbar nicht.

Schließlich kann nicht vorausgesetzt werden, dass jeder Bürger Deutschlands ein Smartphone besitzt und es auch bedienen kann. So sollen beide Optionen parallel für die Patienten verfügbar sein. Reisende sollen laut RTL.de dann „einen Ausdruck der digital einlesbaren Impfbescheinigung als QR-Code auf Papier“ erhalten (mehr Infos zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker bei RUHR24).

Digitaler Impfausweis im Test: Brandenburg möglicherweise als Modellregion auserkoren

Den Bewohnern von Brandenburg könnte dabei eine ganz besondere Ehre zuteilwerden. Wie verschiedene Medien, darunter RTL.de berichten, könnte das Bundesland als Modellregion ausgewählt werden und damit zuerst Zugang zu dem digitalen Impfausweis erhalten. Dadurch könnten für die Bürger dort die „Grundrechte gesichert“ werden.

Corona-Impfungen sollen demnächst auch in einer App gespeichert werden können.

Ob die Wahl wirklich auf Brandenburg fällt, steht aktuell noch nicht fest (Stand: Sonntag, 25. April 2021). Doch in dem Bundesland, das Berlin umkreist, zeigt man sich siegessicher. „Wir gehen davon aus, dass das in den nächsten acht Wochen umgesetzt wird“, erzählt Holger Rostek als stellvertretender Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

Video: Urlaub 2021 - digitaler Impfpass könnte Reisen trotz Corona-Pandemie möglich machen

Es bleibt also abzuwarten, ob die Menschen wirklich in Deutschland bis zu den Sommerferien einen kompletten Impfschutz mithilfe des Smartphones nachweisen können. Für alle, die sich nach Urlaub sehnen, wäre es vermutlich eine willkommene Alternative zu Corona-Test und Quarantäne. *msl24.de und wa.de sind Teil desRedaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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