Experten optimistisch

Corona-Impfungen: Deutschland könnte unter bestimmten Voraussetzungen bis Juli durch sein

Deutschland wirft im April den Turbo beim Impfen an und könnte bis Juli mit den Corona-Impfungen durch sein. Unter gewissen Voraussetzungen.

Dortmund – Eine Ausrede wird die Politik im April 2021 in der Corona*-Pandemie nicht mehr haben: Impfstoffknappheit. Denn die gibt es mit den aktuellen Lieferungen der Impfstoffhersteller nicht mehr.

Corona-Impfungen gesamt14.374.088 (Stand 3. April, 9.10 Uhr)
Mindestens Erstgeimpfte12,1 Prozent
Geimpfte am Freitag (2. April)126.951 Personen

Corona: Impfen ab April – optimistische Berechnung sagt das Ende der Impfkampagne voraus

Doch die optimistische Prognose, das alle Erwachsenen bis Juli 2020 mit dem Impfen gegen das Coronavirus durch sind, könnte dennoch scheitern. Es kommt jetzt vor allen Dingen auf ein verbessertes System für die Terminvergabe an, wie aus einer Mitteilung der Hans-Böckler-Stiftung* hervorgeht.

Laut einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) würden bis Ende Juli genug Impfstoff-Dosen zur Verfügung stehen, um alle 53 Millionen Bürger von Deutschland impfen zu können. Wichtig sei nun, dass Politik und Behörden das Impfprogramm beschleunigen und sowohl Haus- als auch Betriebsärzte mit einbeziehen (alle News zu Corona in NRW* auf RUHR24.de).

Laut der Berechnung des IMK müsste Deutschland Anfang April – also jetzt – rund 275.000 Impfdosen am Tag impfen und die Quote schnell auf 670.000 und in Höchstwerten auf 800.000 Dosen pro Tag steigern.

Dies sei allerdings laut Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK, und Andrew Watts (ebenfalls IMK) möglich, wenn Haus- und Betriebsärzte mit einbezogen werden. In den Praxen der Hausärzte seien bis zu 2,5 Millionen Impfungen pro Woche im Rahmen des Möglichen. Aber: Am Samstag (3. April) ist es bei der Terminvergabe für die Impfungen der Menschen ab 60 Jahren in NRW* zu schon wieder zu immensen Problemen gekommen.

Corona: Impfen ab April – es kommt auch auf den Einsatz der Betriebs- und Hausärzte an

Laut IMK würden die Berechnungen der Studie auf die aktuellen Statistiken der Bundesregierung basieren: Wie viele Impfdosen zur Verfügung stehen und bestellt wurden, wie hoch die Impfbereitschaft laut Umfragen sei und die Angaben der Ärzteverbände zu den Kapazitäten in Praxen sowie den Erfahrungen aus den Grippeschutzimpfungen.

Laut Bundesgesundheitsministerium sind im ersten Quartal 2021 rund 16 Millionen Dosen geliefert worden. Im zweiten Quartal sollen es bis zu 73,5 Millionen Dosen sein.

Am 2. April wurden laut Bundesgesundheitsministerium nur 216.951 Dosen genutzt - am 31. März und 1. April waren es aber über 300.000 Dosen. Dementsprechend bewegt man sich innerhalb der hoffnungsvollen Rechnung, des IMK, die eine Durchimpfung der Bevölkerung Ende Juli voraussagt. *RUHR24.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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