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Blutspende nach der Corona-Impfung: Experten haben dringenden Rat

Auch in Zeiten von Corona werden Blutkonserven gebraucht. Wer sich impfen lassen möchte oder bereits geimpft ist, sollte vor dem Blutspenden aber einiges beachten.

Dortmund - Blutspenden bleibt auch während der Corona-Pandemie wichtig. Darauf hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereits im Frühjahr 2020 aufmerksam gemacht. Hygienekonzepte haben das Blutspenden auch in Hochphasen der Pandemie sicher gemacht. Aber wie sieht ein Termin für kürzlich Geimpfte aus?

NameDeutsches Rotes Kreuz (DRK)
GründerAaron Silverman
Gründung25. Januar 1921 in Bamberg

Blutspenden nach der Corona-Impfung: Das gibt es zu beachten

An jedem Werktag in Deutschland müssen mindestens 15.000 Blutspenden gewonnen werden, um die Versorgung schwerkranker Patienten in Kliniken zu gewährleisten, wie das DRK berichtet. Auch in Zeiten von Corona haben die Spenden daher immer noch eine große Bedeutung.

In Deutschland wurden bereits mehr als 1.288.283 Impfdosen verabreicht (Stand: 16. Juni). Im Zuge der Impfkampagne könnte auch die Bereitschaft für Blutspenden wieder steigen. Zeitlich sollte zwischen beidem allerdings ein gewisser Abstand liegen. Laut dem Paul-Ehrlich-Institut dürfen Geimpfte zwar theoretisch sofort wieder Blut spenden. Blutspendedienste wie das DRK oder die Uniklinik empfehlen allerdings, mindestens 24 Stunden abzuwarten.

So soll ausgeschlossen werden, dass eben doch noch kurzfristige Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung oder allergische Reaktionen eintreten.

Corona-Impfung und Blutspenden: Wie lange sollte man damit warten

Denn grundsätzlich ist es für eine Blutspende wichtig, fit zu sein. Laut der Uniklinik Aachen sollte man deswegen auf keinen Fall zur Blutspende gehen, wenn man noch Nebenwirkungen von der Impfung spürt.

Wer sich krank fühlt, sollte sich erst konsequent auskurieren. „Sollten bei Ihnen nach der Impfung leichte Symptome aufgetreten sein (heißt leichte Abgeschlagenheit und Temperatur bis max. 37,4° Celsius) gilt eine Spendesperre von einer Woche“, heißt es dazu von der Uniklinik. Bei schweren Symptomen sollte man demnach sogar vier Wochen lang darauf verzichten, Blut zu spenden.

Nach einer Corona-Impfung muss man mit einer „Spendesperre“ rechnen.

Blutspenden vor der Corona-Impfung ist kein Problem

Umgekehrt besteht aber kein Grund zur Vorsicht: Wer erst Blut spenden und sich anschließend gegen Corona impfen lassen möchte, kann das laut SWR auch ohne Wartezeit tun. Genesene werden allerdings von einigen Blutspendediensten auch vier Wochen nach der Genesung von der Spende ausgeschlossen. Grund dafür ist ebenfalls die eigene Fitness. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus über Blut ist nämlich so gut wie ausgeschlossen.

Aber was, wenn man kurz nach der Blutspende an Covid-19 erkrankt? Wer nach einer Spende Symptome bemerkt oder positiv auf Covid-19 getestet wird, sollte den Blutspendedienst sofort informieren. Ob es sich tatsächlich um Corona oder doch um eine Erkältung oder Grippe handelt, lässt sich manchmal anhand von Symptomen unterscheiden. Ein PCR-Test sollte bei Symptomen dennoch unbedingt durchgeführt werden.

Blutspenden während Corona: Diese Änderungen gibt es zu beachten

Wer bereits geimpft ist und Blutspenden möchte, muss dafür übrigens keinen Impfpass oder einen anderen Nachweis mitbringen. In der Regel wird am Anfang einer Blutspende derzeit Fieber gemessen. Es gilt außerdem die Maskenpflicht sowie allgemeine Hygieneregeln wie Abstand halten oder Hände desinfizieren.

Außerdem kann man bei den meisten Blutspende-Stellen seit der Pandemie nicht spontan vorbeischauen. Wer spenden will, sollte sich zuerst online einen Termin buchen. Der Vorteil: Die Wartezeiten sind kürzer.

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa