Vielversprechende Technologien

Corona: Worin sich die Impfstoffe von Biontech, Moderna und AstraZeneca unterscheiden

Cornavirus Impfstoff Paul Ehrlich Institut
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Was unterscheidet die drei Corona-Impfstoffe von Moderna, Biontech/Pfizer und Astra Zeneca?

Bald könnte es einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben. Derzeit gibt es drei vielversprechende Impfstoff-Hersteller. Aber was unterscheidet sie?

Dortmund – Maske tragen, Abstand halten, Kontaktbeschränkungen. Der Wunsch nach Lockerungen und nach einem baldigen Ende der Coronavirus-Pandemie ist groß. Aktuell gibt es drei heiße Impfstoff-Kandidaten, die die angespannte Corona-Dynamik vielleicht bald entspannen könnten. Die drei Wirkstoffe wurden von verschiedenen Firmen entwickelt und unterscheiden sich in der Wirkweise.

FirmaBiontech
Gründer und CEOUğur Şahin
Gründung2008, Mainz

Corona-Impfstoff: Drei Kandidaten versprechen Schutz gegen das Coronavirus

Biontech, Moderna und Astra Zeneca. Das sind die Firmen, die aktuell an den drei vielversprechendsten Impfstoffen gegen das Coronavirus arbeiten. Alle drei Unternehmen verkündeten in den letzten Wochen vielversprechende Ergebnisse. Doch was unterscheidet sie?

Die drei Impfstoffe gegen das Coronavirus unterscheiden sich unter anderem in der Erfolgsquote, denn keines der Mittel erreicht 100 Prozentigen Schutz vor dem Coronavirus. Außerdem unterscheiden sich die Impfstoff-Kandidaten in der Aufbewahrung und in der angewandten Technologie.

Impfstoff gegen das Coronavirus: Unterschiede in der Wirksamkeit

Die geringste Erfolgsquote erzielt der Stoff des Herstellers Astra Zeneca, der mit Forschern der Universität Oxford kooperiert. 70 bis 90 Prozent Wirksamkeit erzielt der Impfstoff, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

Im Gegensatz dazu trumpfen die Firmen Biontech/Pfizer und Moderna mit Wirksamkeit von bis zu 95 Prozent auf. Dennoch zeigen sich die Forscher der Universität Oxford zufrieden.

Es wurden mehrere Varianten der Impfung getestet. Eine davon erzielte eine Wirksamkeit von 62 Prozent, ein sogar über 90 Prozent. Beide Werte kombiniert, erzielen rund 70 Prozent Wirksamkeit. Außerdem habe der Wirkstoff von Astra Zeneca einen entscheidenden Vorteil.

Coronavirus-Pandemie: Impfstoff-Kandidaten unterscheiden sich in der Haltbarkeit

Der ImpfstoffAZD1222“ von Astra Zeneca sei laut RND einfach in der Handhabung und wesentlich robuster als die der Konkurrenten Biontech/Pfizer und Moderna. So braucht Astra Zeneca keine aufwendigen Kühlketten.

Der Hersteller dieses Impfstoffs gibt an, dass das Mittel gegen das Coronavirus bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis vier Grad gelagert werden kann. Außerdem soll das Mittel mindestens sechs Monate haltbar sein.

Corona-Impfstoff: Biontech braucht aufwendige Kühlung

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hingegen muss konstant bei minus 70 Grad gelagert werden, bevor er eingesetzt werden kann. Am Einsatzort angekommen, kann er lediglich bis zu fünf Tage bei Kühlschranktemperaturen aufbewahrt werden.

Moderna bildet in der Haltbarkeit die Mitte. Der Corona-Impfstoff scheint stabiler zu sein als der von Biontech/Pfizer. Das Mittel soll laut Hersteller 30 Tage bei Kühlschranktemperaturen überstehen. Bei minus 20 Grad bleibt der Impfstoff bis zu sechs Monate haltbar.

Video: Regierung macht Hoffnung auf Impfungen noch im Dezember

Coronavirus-Impfung: So wirken die Mittel der verschiedenen Hersteller

Um gegen das Coronavirus anzukämpfen, setzen die Impfstoff-Hersteller auf unterschiedliche Technologien. Moderna und Biontech/Pfizer setzen einen mRNA-Impfstoff ein, der genbasiert ist und bisher noch nie zuvor an Menschen angewandt wurde.

Bei beiden Impfstoffen stellt ein einfaches Molekül eine komplexe Infektion im Körper nach, sodass eine Immunantwort ausgelöst wird, wie das RND berichtet. Nebenwirkungen: Nach der Impfung reagiert der Körper wie auf einen leichten Virusinfekt. Nach ein bis zwei Tagen soll das wieder vorbei sein (alle News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

Der Hersteller Astra Zeneca hingegen setzt auf einen Vektorimpfstoff. Das Prinzip wurde schon bei vielen Impfungen angewandt. Dabei wird Corona-Erbmaterial mithilfe von genetisch veränderten Schimpansenviren in den Körper eingeschleust. Dadurch produzieren die menschlichen Körperzellen Virusproteine. So wird eine Reaktion des Immunsystems ausgelöst. Nebenwirkungen: Wie auch bei Moderna und Biontech/Pfizer sind grippeähnliche Symptome bei den Impfstoffen zu erwarten.

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