Gefährliche Nebenwirkung

Corona-Impfstoff: Behörde gibt besorgniserregende Warnung zu Johnson & Johnson ab

Eine neue Nebenwirkung im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson wurde entdeckt. Das Vakzin wird mit einem Warnhinweis versehen.

Dortmund - Die US-Aufsichtsbehörde Food and Drug Administration (FDA) geht bei dem Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson von einem Risiko einer Nervenkrankheit aus. Die Behörde gab am Montag (12. Juli) eine Warnung wegen des potenziell gefährlichen Guillain-Barré-Syndroms heraus.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: neuer Warnhinweis

Dabei handelt es sich um eine seltene Form der Polyneuropathie. Bei der Krankheit können unter anderem Muskelschwäche und Lähmungen auftreten, meist aber wohl nur vorübergehend.

Die FDA und eine weitere US-Gesundheitsbehörde CDC haben Berichte von 100 Personen überprüft. Sie alle haben die Immunkrankheit nach einer Impfung mit Johnson & Johnson bekommen. In den USA wurden knapp 13 Millionen Menschen mit dem Vakzin geimpft. In Deutschland sind es weitaus weniger. Der Impfstoff von Johnson & Johnson wird hier nur für Menschen über 60 empfohlen, kann seit Mai aber grundsätzlich an jeden Freiwilligen verimpft werden.

Allerdings ist laut der FDA auch nicht völlig klar, ob wirklich der Impfstoff das Guillain-Barré-Syndrom ausgelöst hat. Denn in den USA erkranken schätzungsweise bis zu 6000 Personen jährlich daran. Das Syndrom kann auch durch Infektionen wie die Grippe oder das Zika-Virus ausgelöst werden.

Johnson & Johnson: Corona-Impfstoff wird mit Warnung versehen

Dennoch soll jeder, der sich in den USA mit Johnson & Johnson impfen lässt, künftig ein Infoblatt mit einer Warnung erhalten. Ob ein ähnliches Vorgehen in Deutschland eingeführt wird, ist bisher noch unklar. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat noch nicht auf die Mitteilung der FDA reagiert.

Bei den am häufigsten in den USA gegen das Coronavirus benutzten Impfstoffen, von Biontech/Pfizer und von Moderna, sei kein Risiko der Krankheit zu erkennen, teilte die US-Regierung mit.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa

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