Das muss man beachten

Corona-Lockerungen für Geimpfte und Genesene – mögliche Nachweise in der Übersicht

Geimpfte und Genesene sollen Freiheiten erhalten. Wie aber kann man beweisen, dass man zur jeweiligen Gruppe gehört. Nicht jede Vorlage ist gültig.

NRW – Es ist beschlossen. Für Genesene vom und Geimpfte gegen das Coronavirus werden Freiheiten eingeräumt. Diejenigen, die noch auf einen Impftermin warten, müssen sich noch gedulden. Aber wie soll das eigentlich überprüft werden?

Corona: Lockerungen für Geimpfte und Genesene – Überprüfung erweist sich als komplizierter

Bis auf Hamburg haben bereits alle Bundesländer Lockerungen der coronabedingten Freiheitsbeschränkungen auf den Weg gebracht. In NRW gelten etwa erste Freiheiten für vollständig Corona-Geimpfte und -Genesene seit dem 3. Mai. 

Sie werden mit negativ Getesteten gleichgestellt. Eine Impfung oder eine nachweisbare Immunisierung gegen das Coronavirus ersetzen also einen negativen Test. Das heißt, dass ebenjene keinen negativen Corona-Schnelltest mehr brauchen, um beispielsweise einen Friseur-Termin wahrzunehmen.

Corona-Freiheiten für Geimpfte und Genesene: Gefälschte Impfpässe wurden angeboten

Weitere Freiheiten sollen laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) folgen. Diese Aussichten verleiteten bereits einige zu kriminellen Gedanken: So wurden auf der Kommunikationsapp Telegram gefälschte Impfpässe angeboten. Mutmaßlich werden es nicht die letzten Betrugsversuche bleiben.

Experten warnten bereits vor der Fälschbarkeit des Impfasses. Dem entgegenzuwirken ist bereits ein digitaler Impfpass in Planung. Doch fraglich ist, wie diejenigen, die wirklich bereits gegen Corona geimpft oder genesen sind, sich ausweisen können, um die Freiheiten zu nutzen.

Aktuell sind gefälschte Impfpässe bundesweit im Umlauf – das Landeskriminalamt warnt.

Gegen Corona geimpft oder vom Virus genesen: Wie kann ich den Corona-Schutz nachweisen?

Für die Geimpften bleibt es offenbar vorerst bei dem gelben Impfschein, bis der digitale Impfpass eingeführt wird. Allerdings gibt es eine Einschränkung. Denn die Impfung ersetzt nur einen Corona-Schnelltest, wenn sie vollständig ist und mindestens 14 Tage zurückliegt. Bei den Genesenen ist das Verfahren etwas vertrackter.

Corona: Geimpfte brauchen Impfpass und Genesene einen PCR-Test – Antikörpertest reicht nicht aus

Denn Jens Spahn mahnte ausdrücklich, dass ein Antikörpertest nicht ausreichen würde. Genesene brauchen dementsprechend einen positiven Test mit Nukleinsäurenachweis (zum Beispiel PCR, PoC-PCR), wie wa.de* berichtet. Dieser muss mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate alt sein.

Details seien noch in der Abstimmung, berichtete die Rheinische Post. Jens Spahn habe darauf hingewiesen, dass Genesene den PCR-Nachweis aufbewahren und ihn sich bei einem Verlust noch einmal vom Hausarzt ausstellen lassen sollten.

Corona in NRW: Land gibt Übersicht, wer was benötigt – Menschen mit einer Impfung könnten profitieren

Das Land NRW listet drei Möglichkeiten auf, um eine Immunisierung nachzuweisen:

  • Mit einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.
  • Mit einem positiven Testergebnis, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.
  • Ein positives Testergebnis nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Die Stadt Essen (NRW) bietet zudem an, dass sobald ein Nachweis über die Genesung nach einer Corona-Infektion erforderlich sei, dieser durch das vom Gesundheitsamt der Stadt Essen ausgestellte Quarantäneschreiben ausreichend dokumentiert werden könne. *wa.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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