Verminderter Schutz

Großer Rückruf in Deutschland: FFP2-Masken von Rossmann schützen nicht richtig

FFP2-Maske mit Zertifikat
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FFP2-Masken: Rückruf bei Rossmann.

Immer wieder werden bei FFP2-Masken eine unzureichende Filterleistung oder Fehler festgestellt. In der Corona-Pandemie ist das gefährlich. Eine Drogeriekette startet jetzt einen Rückruf.

Burgwedel – Seit Ende April 2020 herrscht in Deutschland Maskenpflicht wegen des Coronavirus. Egal ob in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr oder beim Arzt: Die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken zum Schutz vor dem Coronavirus in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln hat viele Firmen auf den Plan gerufen. Sie wollen einen Vorteil aus der Nachfrage nach Masken ziehen. Doch immer wieder taucht mangelhafte Ware auf dem Markt auf. Die Drogeriekette Rossmann ruft nun FFP2-Masken zurück.

UnternehmenRossmann
ArtDrogerie-Kette
Gründung17. März 1972, Hannover
SitzBurgwedel, Deutschland

Rossmann startet großen Rückruf: Drogerie warnt vor FFP2-Masken 

Von dem Masken-Rückruf sind FFP2-Masken der Rossmann-Eigenmarke Altapharma betroffen. Verbraucher sollten die betroffenen Masken nicht mehr verwenden. Vor diesem Produkt warnt Drogerie-Riese Rossmann:

  • Altapharma FFP2-Maske
  • EAN-Nummer: 4305615831466
  • Chargen-Nummer: LOT 2020F50

Verbraucher sollten die Masken von Rossmann prüfen, ob diese von dem Rückruf betroffen sind. Die genaue Chargen-Nummer ist unten links auf der Rückseite der Verpackung zu finden (alle Rückrufe auf RUHR24).

Die FFP2-Masken der Rossmann-Eigenmarke Altapharma wurden zurückgerufen.

Grund für den Rückruf der FFP2-Masken der Charge LOT 2020F50 ist ein verminderter Schutz der Masken. Diese sollen laut Rossmann nicht alle Anforderungen an Schutzausrüstung erfüllen. Vor allem bei der Arbeit in ölhaltiger Umgebung sollen sie nicht genügend Schutz aufweisen können. Also zum Beispiel in Werkstätten, in denen mit geölten Motoren gearbeitet wird oder bei der Wartung von Geräten.

FFP2-Masken: Großer Rückruf bei Rossmann – Drogerie warnt vor schlechtem Schutz

Die betroffene Maske ist 5-lagig und partikelfilternd, zudem faltbar, wie die meisten FFP2-Masken, die aktuell auf dem Markt sind. Jede der Altapharma Masken sind hygienisch einzeln verpackt und enthalten einen Nasenbügel aus Metall.

Verbraucher können die Masken in den Filialen von Rossmann – auch wa.de* berichtet über den Rückruf – zurückgeben. „Bei Rückgabe wird Ihnen der Kaufpreis selbstverständlich erstattet“, heißt es in dem Rückruf auf produktwarnung.eu. Bei Fragen können sich Verbraucher auch an den Kundenservice des Drogerie-Riesen wenden. Dieser ist unter der Telefonnummer 0800-76 77 62 66 erreichbar.

FFP2-Masken-Rückruf nicht alleine: Mehrere Masken in Deutschland zurückgerufen

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden immer wieder unzureichende Filterleistungen oder fehlerhafte Kennzeichnungen bei FFP2-Masken festgestellt. Im März 2021 musste etwa der Discounter Netto Corona-Masken zurückrufen. Grund dafür war eine unzureichende Schutzwirkung der Filter der Maske.

Sobald ein hinreichender Verdacht besteht, dass Produkte – wie FFP2-Masken – die Gesundheit gefährden könnten, müssen Händler und Hersteller umgehend aktiv werden. Dazu gehört, die zuständige Behörde zu informieren. Diese kann bei einer entsprechenden Risikobewertung einen Rückruf anordnen. Üblicherweise kommen die Hersteller dem aber zuvor, um Haftungsrisiken zu vermeiden.

Video: FFP2-Masken im Test: Stiftung Warentest prüft zehn und empfiehlt nur eine

Januar 2021 wurde die Maskenpflicht in Deutschland geändert. Seitdem ist es Pflicht eine medizinische Maske, also eine FFP2- oder OP-Maske, in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu tragen. Die verschärfte Maskenpflicht ist für viele Menschen mit Brille nervig. Denn die Brillen beschlagen schnell beim Tragen einer Maske. Nun hat Rossmann ein neues Produkt rausgebracht, welches die Lösung für das Problem sein soll: Antibeschlag-Tücher. Bisher gab es die Tücher nur beim Optiker – nun soll es sie auch in der Drogerie bei Rossmann geben. *RUHR24 und wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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