UV-C-Licht kann gefährlich sein

Innovation bei Edeka: Mit Strahlung will der Supermarkt Corona bekämpfen

Edeka von außen
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Eine Edeka-Filiale setzt aktuell eine Innovation gegen das Coronavirus ein.

Eine Edeka-Filiale setzt neuerdings Strahlung ein, um das Coronavirus zu bekämpfen und das Einkaufen für Kunden sicherer zu machen.

Hamburg – Im Kampf gegen das gefährliche Coronavirus lassen sich Unternehmen und Händler aktuell immer wieder Neues einfallen. So jetzt auch ein Edeka-Markt in Zusammenarbeit mit einem Lichttechnikhersteller. Mit Strahlung im Supermarkt sagen sie dem Virus den Kampf an.

SupermarktEdeka
HauptsitzHamburg
CEOMarkus Mosa (seit 1. Mai 2008)

Edeka mit Innovation gegen das Coronavirus: Ultraviolette Strahlung soll Virus töten

Um das gefährliche Coronavirus aus dem Supermarkt zu verbannen, setzt ein Edeka in Hamburg nicht etwa darauf, den Markt gut durchzulüften. Der Edeka-Markt nutzt Licht: ultraviolette Strahlung soll das Coronavirus abtöten, sodass es keine Gefahr mehr darstellt (alle News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

Für das Pilotprojekt im Stadtteil Barmbek arbeitet der Edeka mit dem Lichttechnikhersteller Signify zusammen. Insgesamt 30 UV-C-Anlagen wurden in den Räumen installiert, wie Merkur.de* berichtet.

Edeka setzte UV-C-Lampen gegen das Coronavirus ein – Kunden sollen geschützt sein

Die UV-C-Lampen mit ihrer elektromagnetische Strahlung sind in einer Höhe von 3,20 bis 3,50 Metern angebracht. Zudem sind die Lampen in dem Edeka-Markt so mit Lamellen abgeschirmt, dass die Strahlung nicht auf Kunden oder Mitarbeiter fällt – denn das kann schädlich sein. Außerdem werde die Strahlung laufend gemessen.

Der Einsatz von UV-C-Licht ist nicht neu. Seit Jahren wird die Methode im medizinischen oder wissenschaftlichen Bereich angewendet, um Geräte keimfrei zu machen.

Forscher haben herausgefunden, dass UV-Bestrahlung das Coronavirus abtöten kann.

UV-C-Strahlen gelten als extrem schädlich – sie sind nicht für den Hausgebrauch geeignet

Gerade in der Corona-Krise haben auch Online-Händler wie Amazon den Nutzen von UV-C-Lampen entdeckt. Doch die Lampen sind laut Experten nicht für den Hausgebrauch geeignet.

Laut Bundesamt für Strahlenschutz gelten die UV-C-Strahlen als extrem schädlich, die Behörde rät von einem privaten Gebrauch ab. Durch das Licht kann Erbgut geschädigt und Haut sowie Netzhaut verbrannt werden.

Video: Wo Roboter gegen Viren kämpfen

Edeka: UV-C-Strahelne gegen das Coronavirus – andere Märkte noch nicht in Planung

Demnach gehören UV-C-Strahlen nur in professionelle Hände, so sieht es auch der Signify-Geschäftsführer Christian Goebel. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erklärt er, dass jede Filiale vor dem Einsatz des UV-C-Lichts vermessen werden müsse.

Ob das Konzept allerdings auch in anderen Edeka-Filialen in Deutschland zum Einsatz kommt, ist aktuell nicht klar. Es müsse sich erst herausstellen, ob das System „massentauglich“ sei, wie eine Konzernsprecherein gegenüber der FAZ sagte.

Coronavirus mit Licht bekämpfen: Kein Ersatz für Hygienemaßnahmen

Dass UV-C-Licht Coronaviren zerstören kann, hat auch schon die Uni Duisburg-Essen nachgewiesen. Das Unternehmen Signify habe sich das aber auch von der Boston University bestätigen lassen. Sind die gefährlichen Viren sechs Sekunden der Strahlung ausgesetzt, sind sie zu 99 Prozent neutralisiert, nach 25 Sekunden erreiche man laut FAZ nahezu 100 Prozent.

„Die UV-C-Strahler desinfizieren kontinuierlich die vorbeiströmende Luft ausschließlich im oberen Bereich des Raumes, die durch die Gerätewärme, Personenbewegung, Klima- und Lüftungstechnik, beim Lüften und gegebenenfalls auch mittels kleinerer Ventilatoren gegeben ist“, erklärt das Unternehmen Signify auf seiner Homepgae.

Ein Ersatz für Alltagsmasken und Abstand zueinander kann das UV-C-Licht im Supermarkt allerdings nicht darstellen. Die unsichtbare Strahlung soll viel mehr als eine Ergänzung zu den geltenden Hygienemaßnahmen gelten. *Merkur.de ist wie RUHR24.de Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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