Corona-Pandemie

Corona: Digitaler Impfpass ohne Booster-Impfung bald vielleicht ungültig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt den digitalen Impfpass vor
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt den digitalen Impfpass vor

Der digitale Impfpass zeigt den Impfstatus an und ist Eintrittskarte in viele Freizeiteinrichtungen. Bald könnte man den Status ohne Booster-Impfung wieder verlieren.

Deutschland - Der digitale Corona-Impfpass gilt für viele als „Ticket in die Freiheit“. Er zeigt an ob und seit wann man vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist und ist somit Eintrittskarte für viele Freizeiteinrichtungen mit 3G- oder 2G-Regel. Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) hat nun eine Änderung bezüglich des digitalen Impfpasses angekündigt, die weitreichende Folgen haben dürfte.

PandemieCorona-Pandemie
ErregerSARS-CoV-2
Erstes Auftreten31. Dezember 2019

Digitaler Impfpass: Gültigkeit könnte laut Jens Spahn bald verkürzt werden

Bislang gilt man in Deutschland 14 Tage nach der zweiten Corona-Impfung als vollständig geimpft. Das wird auch im digitalen Impfpass so angezeigt, sofern man die Impfzertifikate nach Erst- und Zweitimpfung korrekt digitalisiert hat. Bislang war die Gültigkeit des digitalen Impfnachweises - und damit auch der gültige Impfstatus - für ein Jahr angedacht. Das soll sich jetzt jedoch ändern (mehr über das Coronavirus in NRW auf RUHR24 lesen).

Wie der Stern zuerst berichtet hat, kündigte Bundesgesundheitsminister Spahn am Samstag (27. November) bei einer Digital-Veranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums eine Verkürzung der Gültigkeitsdauer der digitalen Impfpässe an. Da der Impfschutz nach aktuellem Erkenntnisstand nachweislich nach einigen Monaten nachlasse, müsse man nun überlegen, „dass dieses digitale Impfzertifikat angepasst wird an die tatsächliche Schutzwirkung“, so Spahn.

Digitaler Impfpass: Status als „Geimpfter“ könnte ohne Booster wieder verloren gehen

Will heißen: Wer sich nicht boostern lässt, wird möglicherweise bald zwangsläufig den Status als „Geimpfter“ wieder verlieren. Die Verkürzung der Gültigkeit des digitalen Impfnachweises soll jedoch nicht „über Nacht“ kommen, gab Spahn laut dem Stern an. Man wolle die Verkürzung erst einführen, wenn „jeder seine Auffrischimpfung hat kriegen können, um das Zertifikat zu verlängern“. Die Regelung solle dann zudem EU-weit getroffen werden.

Laut einer Nordström-Studie beträgt der Impfschutz nach einer Erst- und Zweitimpfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer nach sechs Monaten nur noch 50 Prozent.

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