Covid-19-Pandemie in Deutschland

OP-Masken als Corona-Schutz: Mehrfach benutzen mit einem einfachen Trick

Frau mit Maske schaut auf ihr Handy
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Chirurgische Masken oder OP-Masken können durch einen einfachen Trick noch mal verwendet werden.

Chirurgische und selbst genähte Masken gehören wegen des Coronavirus längst zum Alltag. Mit einer Methode können sie mehrfach verwendet werden.

Nordrhein-Westfalen – Egal, ob beim Einkaufen, im Bus oder in der Bahn – durch die Covid-19-Pandemie in Deutschland ist ein Leben ohne Mund-Nasenschutz kaum noch vorstellbar. Denn aktuell gelten strenge Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Doch durch einen simplen Trick müssen die Masken nicht direkt in den Müll oder die Waschmaschine wandern.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019) Eurostat
HauptstadtDüsseldorf

Coronavirus in NRW: Nicht nur selbst genähter Mundschutz kann erneut verwendet werden

In Zeiten des Coronavirus in NRW und den anderen Bundesländern ist die Atemschutzmaske zum Schutz vor einer Ansteckung zum treuen Begleiter geworden. Dabei gibt es unterschiedliche Arten des Produktes. Zu den am weitesten verbreiteten Versionen gehört die OP-Maske zum Wegwerfen. Während selbst genähte Varianten aus Stoff nach dem Waschen auf 60 Grad wiederverwendet werden können, landet die günstige Alternative üblicherweise nach der Benutzung im Müll.

Denn die Regelung bei dem nicht wiederverwendbaren Mund-Nasenschutz ist eigentlich ganz klar: Die blauen OP-Masken dürfen im Alltag nur einmal verwendet werden, da ansonsten der Schutz vor dem Coronavirus nicht mehr gegeben sein soll. Das ist mittlerweile allerdings ein Problem, da dadurch viel Müll produziert wird.

Daher soll die Wolrd Health Organization (WHO) nun eine Methode entwickelt haben, mit der man die Maske ein weiteres Mal verwenden kann. Dieser Trick kann ganz einfach Zuhause angewendet werden.

Gegen zu viel Müll – OP-Maske in Zeiten von Corona mehrfach verwenden

Um die Atemschutzmaske wieder nutzbar zu machen, ist lediglich ein Briefumschlag notwendig, wie RTL.de schreibt. Dabei beruft sich der Sender auf die WHO. Der chirurgische Mundschutz sollte nach dem Tragen in den Kuvert gesteckt werden.

Wichtig ist außerdem, dass der Papierumschlag mit einem Datum versehen wird. Erst nach sieben Tagen kann die Maske aus dem Umschlag geholt und nochmal verwendet werden. Eine andere Möglichkeit zur Wiederverwendung der OP-Maske ist die Desinfektion mit Wasserstoffperoxid und UV-Licht.

Viele chirurgische Masken werden nach einmaligem Tragen weggeworfen – das muss nicht sein.

OP-Maske im Alltag mehrfach tragen – doch WHO warnt auch vor Methode

Doch die WHO weist auch darauf hin, dass diese Methoden nur in Ausnahmefällen angewendet werden sollten. Vor allem Personen aus den Risikogruppen sollten lieber zu einer neuen Atemschutzmaske greifen.

Der Bundestag gibt weiterhin zu bedenken, dass chirurgische Masken zwar bei normaler Atmung die Person gegenüber schützen können. Einem Husten könnte der blaue Mund-Nasenschutz aber nicht standhalten, wie eine Studie herausgefunden hat. Daher ist die Einhaltung der aktuellen Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus umso wichtiger.

Videografik: So funktionieren Atemschutzmasken als Schutz vor Corona

Mundschutz selber nähen – welches Material für den Mund-Nasenschutz sinnvoll ist

Wer statt der Einweg-Version sich lieber selbst eine Atemschutzmaske nähen will oder eine Stoffmaske kaufen möchte, sollte nach Informationen des Bundestags darauf achten, dass das Produkt aus zwei Lagen Baumwollstoff besteht und sich zwischen den Lagen eine Schicht Watte befindet.

Besonders hilfreich sei es außerdem Baumwolle mit einem anderen Stoff wie Chiffon oder Seide, durch welche vor allem winzige Aerosole abgefangen werden. Durch die verschiedene Beschaffenheit können daher unterschiedlich große Aerosole abgefangen werden. So wird die Ansteckung anderer Personen noch unwahrscheinlicher.

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