Werte machen jedoch nicht immun

Erstaunliche Corona-Studie: Eine Blutgruppe ist weniger anfällig für Infektionen

Auch Blutspenden werden bei den Aufgaben im Escape-Room eine Rolle spielen.
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Menschen mit einer bestimmten Blutgruppe sind weniger anfällig für eine Covid-19-Infektion.

Eine Studie zeigt, welche Menschen seltener von einer Covid-19-Erkrankung betroffen sind. Dabei ist offenbar die Blutgruppe entscheidend.

Dortmund – Das Coronavirus verbreitet sich weiter rasend schnell in NRW und dem Rest von Deutschland. Doch wie es scheint müssen sich manche Menschen mehr und manche weniger vor einer Infektion fürchten – das zeigt eine neue Studie.

VirusCoronavirus
KrankheitCovid-19
SymptomeHusten, Fieber, Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn

Coronavirus: Neue Studie zeigt, welche Blutgruppe weniger gefährdet ist

Forscher weltweit arbeiten mit Hochdruck daran, das Coronavirus, die Krankheit Covid-19 und die Verbreitungsweise des Virus zu erforschen. Jetzt zeigt eine neue Studie, dass Menschen mit einer bestimmten Blutgruppe scheinbar weniger gefährdet sind, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

Die Blutgruppe zeigt, welche Struktur die roten Blutkörperchen haben. Die Struktur der Oberfläche der Blutkörperchen wird von sogenannten Antigenen bestimmt, dabei handelt es sich um verschiedene Eiweiße.

Blutgruppen sind entscheident: Das sind die Unterschiede

Die Blutkörperchen können entweder die Antigene A, B oder AB enthalten. Besitzen sie gar keine Antigene, spricht man laut Apotheken Umschau von der Blutgruppe 0 (Null). Menschen mit der Blutgruppe AB hingegen besitzen beide Eiweiße (A und B).

Die Blutgruppen B (11 Prozent) und AB (5 Prozent) kommen bei den Menschen am seltensten vor. Die Blutgruppe A ist mit 43 Prozent die häufigste in Deutschland, gefolgt von der Blutgruppe 0 (Null) mit 41 Prozent (alle News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24.de).

Coronavirus: Blutgruppe 0 (Null) schenbar mit klarem Vorteil in der Pandemie

Menschen mit der Blutgruppe 0 (Null) könnten während der Coronavirus-Pandemie klar im Vorteil liegen. Denn wie Eva Maria Matzhold und Thomas Wagner von der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin an der Medizinischen Universität Graz (Med Uni Graz) in einer Studie herausgefunden haben, sollen Menschen mit dieser Blutgruppe wesentlich seltener an dem Coronavirus erkranken, das berichtet auch der Merkur.de*.

Mit ihren Ergebnissen bestätigen die Forscher vergleichbare Studien aus China und Europa. Bei der Vergleichs-Studie in Graz wurden 399 Sars-CoV-2 positiv getestete Patientinnen und Patienten untersucht. Sie alle waren aufgrund der Erkrankung in stationärer Behandlung. Als Vergleichskontrolle für die normale Blutgruppenverteilung dienten Vollblutspender des Blutspendedienstes.

Coronavirus-Studie: Blutgruppe 0 (Null) schützt nicht vor Infektion oder schweren Verlauf

„Unsere Studienergebnisse zeigen, dass Menschen mit der Blutgruppe 0 eine statistisch signifikant geringere Wahrscheinlichkeit haben, an Covid-19 zu erkranken, als Menschen mit anderen ABO Phänotypen (Blutgruppe A, B oder AB)“, berichten die Forscher in einer Pressemitteilung. Im Gegensatz dazu wurde die Blutgruppe AB signifikant häufiger bei infizierten und an Covid-19 erkrankten Menschen festgestellt.

Doch Vorsicht: Nur weil unter den Corona-Patienten seltener die Blutgruppe 0 (Null) nachgewiesen wurde, bedeutet das nicht, dass Menschen mit dieser Blutgruppe immun sind. Zwar haben Kieler Forscher zudem festgestellt, dass Patienten mit der Blutgruppe 0 (Null) weniger häufig einen schweren Verlauf erleiden. Doch auch Menschen mit der Blutgruppe 0 (Null) können schweren Covid-19-Krankheitsverlauf erleben.

Video: Menschen mit dieser Blutgruppe offenbar nicht so häufig betroffen

Corona-Infektion: Blutwerte können über Krankheitsverlauf entscheiden

Wie schwer ein Covid-19-Verlauf werden kann, hängt oft von anderen Blutwerten ab, wie Virologen der Uniklinik Essen herausgefunden haben. Demnach entscheiden zwei Typen von Abwehrzellen im Blut, ob Patienten ein schwerer Covid-19-Verlauf bevorsteht.

Dabei ist es entscheidend wie viele sogenannte Killer-T-Zellen und wie viele Neutrophile im Blut vorhanden sind. Wurden in Blutproben der Patienten mit vielen Neutrophilen nur wenige T-Zellen gefunden, war das mit einem schwereren Krankheitsverlauf verbunden. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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