Geld weg beim Shoppen

Fiese Abzocke mit Corona-Schnäppchen in Online-Shops

Kunde bestellt am Laptop online
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Beim Online-Shopping sollten Kunden jetzt besonders vorsichtig sein. Eine fiese Corona-Masche ist im Umlauf.

Betrüger lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen, um Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Jetzt kommt eine neue Abzocke dazu. Und sie spielt mit dem Leid der Corona-Krise.

NRW – Der Onlinehandel boomt – vor allem in Zeiten des Coronavirus. Während der stationäre Einzelhandel wegen des Lockdowns enorme Umsatzeinbußen verkraften musste, haben Shops im Internet ordentliche Gewinne eingefahren. Der Grund: Immer mehr Menschen shoppen online. Und genau das führt zu einer neuen Betrugsmasche.

BezahldienstPayPal
GründungDezember 1998 in Palo Alto (Kalifornien)
CEODan Schulman

Online-Shopping: Betrüger zocken User mit fieser Corona-Masche ab

„Es tut uns leid, dass unser Bekleidungsgeschäft diese Katastrophe nicht überlebt hat. Wir haben beschlossen, den größten Teil unserer restlichen Kleidung zu einem niedrigeren Preis zu verkaufen“ – so oder in ähnlicher Form verkaufen aktuell angeblich seriöse Onlineshops ihr Kollektionen im Internet. Zudem werben sie für ihre Schleuderpreise via Facebook und Instagram.

Doch Vorsicht: Wer auf die Angebote reinfällt und zuschlägt, landet in einer fiesen Abzocke. Denn die Bestellung wird nicht angekommen – und das Geld ist für immer weg. Doch woran erkennt man die Fake-Shops? (alle Service-Themen bei RUHR24)

Online-Shopping: Daran erkennt man Fake-Shops in Zeiten von Corona

Wie RTL-Verbraucher-Experte Torsten Knippertz sagt, stammen die Betrüger meist aus dem Ausland. Oft kommen sie aus dem asiatischen Raum, der Ukraine oder Saudi-Arabien. Das würde man auch an dem Aufbau der Onlineshops merken: Die Texte hätten oft auffällige Rechtschreibfehler. Außerdem gebe es kein richtiges Impressum.

Auch bei PayPal kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Betrugsmaschen.

Weitere Anzeichen dafür, dass es sich um eine betrügerische Seite handelt, können sein:

  • Fehlendes Gütesiegel, wie zum Beispiel von „Trusted Shops“
  • Auffällig niedrige Preise für Waren, die woandes deutlich teurer angeboten werden
  • Sofort-Überweisung als einzige Bezahlmethode

Online-Shopping: Das kann man tun, wenn man auf die Corona-Masche reingefallen ist

Ein weiteres Problem ist, dass die Fake-Onlineshops mittlerweile immer professioneller aussehen. Dadurch wird es schwieriger, deren Werbung in den sozialen Medien wie Facebook und Instagram sperren zu lassen. Die Folge: Ahnungslose User können darauf hereinfallen. Vor allem, wenn immer wieder neue Shops dazu gekommen.

Und was sollte man tun, wenn man auf so eine Betrugsmasche hereingefallen ist? Dann sollte man entweder schnell Kontakt mit der Bank aufnehmen oder sich das Geld per PayPal zurückholen, falls damit bezahlt wurde. Zusätzlich sollte eine Strafanzeige gestellt werden. Und ganz wichtig: Kreditkarte sperren. In jedem Fall ist es ratsam, möglichst schnell zu handeln.

Übrigens: Auf Verbraucherseiten wie „Watchlist“ können sich User über mögliche Betrugsseiten informieren und gegebenfalls auch neue melden.