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2G-Regel im Supermarkt: Aldi macht deutliche Ansage

In Supermärkten gelten derzeit Regelungen, die möglicherweise verschärft werden könnten. Denn die Corona-Fallzahlen sind hoch. Was Aldi jetzt plant.

Dortmund – Die Corona-Fallzahlen steigen abermals in Deutschland. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser klagen Pflegekräfte über die vierte Welle der Pandemie. Dieses Mal sind mehr und mehr Ungeimpfte mit teils schweren Covid-19-Verläufen unter den Patienten.

KrankheitCovid-19
HauptübertragungswegTröpfcheninfektion/Aerosole
Häufige SymptomeHusten, Fieber, Schnupfen, Geruchs- bzw. Geschmacksverlust
RisikogruppenÄltere Menschen, vorerkrankte Menschen

Corona-Regeln in Supermärkten und Discountern: Was ändert sich bei Aldi, Lidl und Co.?

Die Politik reagiert auf das neueste Infektionsgeschehen mit der 2G-Option. Flächendeckend ist laut Angaben der Gesundheitsminister von Bund und Länder geplant, in Landkreisen mit besonders hohen Corona-Fallzahlen schärfere Maßnahmen durchzusetzen. Teil einer 2G-Regelung können auch die Regeln im Supermarkt sein, wie die Bundesländer Hessen und Niedersachsen als Beispiele zeigen (weitere News zu Supermärkten und Discountern auf RUHR24).

In den beiden Bundesländern wurde entschieden, dass Supermärkte, wie Aldi, Lidl & Co., die 2G-Regelung anwenden können. Das würde bedeuten, dass lediglich gegen das Coronavirus doppelt geimpfte und von Covid-19 genesene Personen die Filialen betreten dürften. Laut Angaben der niedersächsischen Landesregierung könnte in einem solchen Fall auf die Maskenpflicht und die Abstandsregelung verzichtet werden.

Corona-Regeln im Discounter und Supermarkt: 2G bereits in zwei Bundesländern möglich

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen, betonte im Nachgang der Entscheidung, welcher eine Klage einer Einzelhändlerin vorausging: „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden.“

Aldi Süd und Aldi Nord zählen zu den größten Discounterketten Deutschlands. Millionen Menschen kaufen jährlich in ihren Filialen ein. Zutrittsbeschränkungen zu den Supermärkten im Sinne einer 2G-Regel seien derzeit allerdings nicht geplant, betonte eine Sprecherin von Aldi Süd auf Nachfrage von Echo24.de*.

Die Corona-Regeln in Supermärkten werden von Bund und Ländern an das Infektionsgeschehen angepasst. (Archivfoto)

Corona-Regeln im Discounter: Aldi spricht Klartext und äußert sich zu 2G

„Wir sind davon überzeugt, dass die zahlreichen Maßnahmen, die in den vergangenen Monaten in allen Filialen von Aldi Süd umgesetzt wurden, sinnvoll dazu beitragen, unsere Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen“, so die Sprecherin weiter. Ähnlich äußerte sich Aldi Nord gegenüber T-Online.de.

Die Umsetzung einer 2G-Regelung in Supermärkten oder Discountern wie von Aldi würde einen ungeimpften Teil der Kundschaft schlichtweg ausschließen, was Umsatzeinbußen zur Folge hätte. Diese würden Lebensmittelkonzerne nur schmerzlich in Kauf nehmen. Neben diesem Aspekt spielt offenbar eine weitere Thematik eine wichtige Rolle.

2G im Supermarkt und Discounter: Handelsverband äußert sich kritisch

Der Handelsverband Deutschland erklärte gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe, dass Impfpass-Kontrollen wohl zu viel Zeit des Personals in Anspruch nehmen würden.

Fraglich ist dennoch, wie Supermarkt- und Discounterketten mit der Situation umgehen, falls die Corona-Fallzahlen weiter ansteigen. In Niedersachsen und Hessen könnten sie gegebenenfalls darauf reagieren, in anderen Bundesländern bislang nicht. *Echo24.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Keiter/RUHR24

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