Shopping nur noch für Geimpfte?

Corona-Hammer: Erstes Bundesland berät über 2G-Regel im Supermarkt

Dürfen bald nur noch Geimpfte und Genesene zu Aldi, Lidl, Rewe und Co? Darüber hat zumindest ein erstes Bundesland diskutiert.

Dresden – Nur wer gegen Corona geimpft oder als genesen gilt, darf in ein Restaurant, ins Theater, ins Kino: Das sogenannte 2G-Modell wollen zumindest derzeit viele Bundesländer einführen, um das Infektionsgeschehen weiter einzudämmen und einer weiteren Corona-Welle im Herbst vorzubeugen. Aber auch, um Geimpften und Genesenen eine weitestgehende Rückkehr in einen normalen Alltag zu ermöglichen. Sachsen denkt nun darüber nach, 2G noch auf weitere Bereiche des Lebens auszuweiten – und zwar auf den Einzelhandel.

Aktuelle Corona-MaßnahmenInfektionsgeschehen eindämmen
3G-RegelBeschränkungen entfallen für Geimpfte, Genesene und Getestete
2G-Regel Beschränkungen entfallen nur für Geimpfte und Genesene

Corona: 2G-Regel bald auch im Supermarkt? Erstes Bundesland hat Pläne

Das Bundesland will am Dienstag (21. September) über eine neue Coronaschutzverordnung beraten. Dann soll darüber abgestimmt werden, in vielen Bereichen die 2G-Regel einzuführen. Wird dem zugestimmt, dürfen bald nur noch Geimpfte oder Genesene beispielsweise in ein Hallenbad, in eine Spielhalle oder in die Innengastronomie.

Dabei denkt die sächsische Landesregierung wohl auch darüber nach, ein optionales Modell einzuführen. Damit sollen Veranstalter, Gastronomen oder Inhaber von Sportstätten oder anderen Einrichtungen selbst entscheiden können, ob sie nur noch Geimpften oder Genesenen Zutritt gewähren wollen. Dann müssen auch Beschränkungen wie die Maskenpflicht oder die Abstandsregel nicht länger eingehalten werden.

In NRW ist das bislang teilweise schon möglich. So können Gastronomen oder Club-Besitzer festlegen, nur noch geimpfte und genesene Gäste einzulassen. Das hat unter anderem eine beliebte Bar in Dortmund zum Anlass genommen, die 2G-Regel in Eigenregie durchzusetzen.

2G-Regel bei Aldi, Lidl und Co: Sachsen denkt über Optionsmodell nach

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtete, würde das 2G-Optionsmodell aber auch bedeuteten, dass auch in Supermärkten, Bekleidungsgeschäften, Warenhäusern und Shopping-Malls bald nur noch geimpfte oder genesene Personen einkaufen gehen können – sollten sich die jeweiligen Inhaber dafür entscheiden.

Die Pläne der sächsischen CDU-Regierung hatten jedoch umgehend für Aufregung gesorgt und gilt auch innerhalb der Regierung als äußerst umstritten. Das Sozialministerium hatte auf die Meldung der Leipziger Volkszeitung reagiert und zunächst klargestellt, dass der Einzelhandel unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, der Abstands- und Maskenregel weiter für jeden geöffnet bleiben soll (mehr Supermarkt-News bei RUHR24)

In immer mehr Bundesländern gilt die 2G-Regel – NRW setzt noch auf 3G.

2G-Regel im Supermarkt: Sächsisches Ministerium stellt Pläne klar

Bislang gilt in Sachsen die 3G-Regel, sobald in einer Region die Corona-Inzidenz von 35 überschritten wird. In der neuen Coronaschutzverordnung will das Bundesland nun eben über die 2G-Regel in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens abstimmen.

Noch ist also nicht klar, ob überhaupt bald nur noch Geimpfte und Genese Zutritt zu vielen Bereichen bekommen – geschweige denn, ob die 2G-Regel auch im Einzelhandel in Sachsen kommt. Die endgültigen Regelungen sollen am Dienstag nach Abschluss der Kabinettssitzung vorgestellt werden. Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen haben als erste Bundesländer bereits das 2G-Modell eingeführt – ob Sachsen nachzieht, bleibt also noch abzuwarten.

Rubriklistenbild: © Swen Pfˆrtner

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