Gefahr für Kinder und Haustiere

Christusdorn kaufen und pflegen: Nicht für jeden Haushalt geeignet

In der Weihnachtszeit bringt der Christusdorn etwas Farbe auf die Fensterbank. Doch sie ist nicht für jeden Haushalt geeignet.

Deutschland – Wenn im Garten die Blumen verwelkt sind, helfen Zimmerpflanzen an grauen Tagen ein wenig gegen den Winter-Blues. Neben dem Weihnachtsstern* oder dem Weihnachtskaktus* zählt auch der Christusdorn zu den Pflanzen, die rund um die Festtage erblühen. Bei der Pflege sollten Blumen-Liebhaber aber aufpassen, denn die beliebte Pflanze mit dem christlichen Namen ist giftig, weiß RUHR24*.

Christusdornwissenschaftlicher Name: Euphorbia milii
GattungWolfsmilch (Euphorbia)
FamilieWolfsmilchgewächse

Christusdorn: Ihre Hochblätter sind hübsche Hingucker

Der Christusdorn ist eine Wolfsmilch-Art. Die sukkulente Pflanze verdankt ihren Namen ihren Dornen, die die Namensgeber offenbar an die Dornenkrone Christi erinnerten.

Wie Mein-Schöner-Garten.de erklärt, handelt es sich bei den oft als Blüten bezeichneten Pflanzenteilen nicht um Blüten, sondern um Hochblätter – ähnlich wie bei der Flamingoblume*. Die ansehnlichen Hochblätter sind weiß, rosa oder rötlich. Die gelblichen Blütenstände selbst sind hingegen sehr klein und unauffällig.

Der Christusdorn: Hübsch, aber giftig. (Symbolbild)

Christusdorn pflegen: Die Weihnachtspflanze liebt die Sonne

Ursprünglich komme die Weihnachtspflanze aus Madagaskar, verdeutlichen die Gartenexperten. Daher bevorzuge sie helle Standorte. Selbst direktes Sonnenlicht mag der Christusdorn – ideal sei ein nach Süden ausgerichtetes Zimmerfenster. Wie Haus.de weiß, mache auch trockene Heizungsluft der Pflanze nicht aus, hohe Luftfeuchtigkeit bekomme ihr hingegen nicht.

Da die Pflanze an Wärme gewöhnt ist, ist grundsätzlich normale Raumtemperatur optimal – im Winter sollte es allerdings kälter sein (ca. zehn bis 15 Grad Celsius). Im Sommer darf der Christusdorn dann im Garten* an die Sonne.

Pflegeleichte Zimmerpflanze – Christusdorn benötigt nicht viel Wasser

Der Christusdorn ist pflegeleicht: Ständig ans Gießen denken müssen Besitzer nicht, denn die sukkulente Pflanze kommt mit wenig Wasser aus. Mein-Schöner-Garten.de rät, mit dem nächsten Gießen stets so lange zu warten, bis die Erde oberflächlich angetrocknet ist.

Von Mai bis September benötige die Pflanze alle zwei Wochen Flüssigdünger. Umgetopft werden müsse der Christusdorn nur alle zwei Jahre – auch ein jährlicher Rückschnitt sei in der Regel nicht notwendig.

Vorsicht bei der Pflege: Gesundheitsgefahr – der Christusdorn ist giftig

Wichtig zu wissen: Bei allen Pflege-Maßnahmen sollten Besitzer vorsichtig sein und beispielsweise Handschuhe tragen. Denn nicht nur die Dornen können piksen – die Pflanze ist auch giftig.

Wie gartenjournal.net erklärt, enthalte ihr Milchsaft giftige Dipertenester. Diese sind haut- und schleimhautreizend und können, wie die Experten verdeutlichen, sogar die Bildung von Hautkrebs begünstigen. Vergiftungen könnten sich auch durch Kopfschmerzen oder Juckreiz – bis hin zu Nierenschäden äußern, weiß haus.de.

Giftiger Christusdorn – gefährlich für Kinder und Haustiere

Für Haustiere wie Hunde, Kaninchen oder Meerschweinchen ist die Zimmerpflanze ebenfalls gefährlich. Mögliche Symptome bei Haustieren sind Koliken, Erbrechen, Lähmungserscheinungen oder Krämpfe. Wie das Portal Botanikus.de ausführt, könne es bei Tieren auch zu zeitweiser Blindheit kommen, wenn sie mit dem Milchsaft in Berührung kommen.

Insbesondere Blumen-Liebhaber, die kleine Kinder oder Tiere im Haus haben, sollten also besser auf die beliebte Zimmerpflanze verzichten. Alle anderen können sich aber an ihren hübschen Blüten erfreuen, solange sie vorsichtig sind und Berührungen vermeiden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Gerd Herrmann/dpa; Collage: RUHR24

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