Schneerosen trotzen dem Frost

Christrose pflegen: Standort-Wechsel kann die Blume retten

Wenn die meisten Blumen bereits ihre Köpfe hängen gelassen haben, blüht die Christrose erst so richtig auf. Wer die Schneerose im Topf kultivieren möchte, muss aber einiges beachten.

Deutschland – Christrosen sind die Winterstars unter den Blumen. Von November bis in den nächsten Februar hinein zeigen sie ihre wunderschönen weißen Blüten. Die Winterblume lässt sich auch im Topf kultivieren – auf der Fensterbank im warmen Wohnzimmer sollte sie allerdings niemals stehen.

Christroseauch: Schneerose
Wissenschaftlicher NameHelleborus niger
FamilieHahnenfußgewächse

Christrosen: Bloß nicht ins Wohnzimmer – der ideale Standort für Schneerosen

Christrosen werden auch als Schneerosen oder Weihnachtsrosen bezeichnet. In vielen Gartencentern oder auch Supermärkten und Discountern werden die Blumen ab November angeboten. Nach dem Einkauf die Fensterbank mit der Weihnachtsrose zu schmücken, ist allerdings keine gute Idee – denn sie steht am liebsten im Freien.

Die Christrose ist winterhart und bevorzugt einen Standort im Garten. Ideal sei ein geschützter, halbschattiger Standort unter Laubbäumen, der die Pflanze im Sommer vor zu viel Sonne schützt, erklärt compo.de. Die Weihnachtsrosen benötigen dabei einen nährstoffreichen, kalkhaltigen sowie durchlässigen Boden.

Winterharte Christrosen nicht in die Wohnung stellen: Im Garten überleben sie viele Jahre

Wer die Staude so kultiviert, kann über Jahre hinweg immer wieder Freude an ihr haben. Laut Mein-Schöner-Garten.de kann sie sogar bis zu 25 Jahre (!) im Garten überleben – die Staude könne dabei eine Wuchshöhe zwischen zehn und 30 Zentimeter erreichen. Auch Frost und Schnee machen ihr dabei nichts aus.

Denn wie compo.de verdeutlicht, hat die Schneerose einen natürlichen Schutzmechanismus gegen Minusgrade: Bei Frost entzieht sie ihren Leitungsbahnen das Wasser, damit es nicht gefriert. Die Folge: Die Blumen sehen zwar erschlafft und kaputt aus – steigen die Temperaturen, richten sie sich aber wieder auf.

Christrose im Topf: Auf dem Balkon benötigt die Schneerose Winterschutz

Da die Weihnachtsrose über tiefe Wurzeln verfügt, ist das Gartenbeet grundsätzlich einem Standort auf dem Balkon oder der Terrasse vorzuziehen. Dennoch eignet sich die Blume auch als Hingucker im Outdoorbereich – wer keinen Garten hat, kann sich ebenso an ihr erfreuen.

Blumenfreunde, die die Christrose im Topf lassen möchten, sollten wegen ihrer Wurzeln aber darauf achten, dass das Pflanzgefäß tief genug ist. Anders als im Beet benötigt die Staude auf Balkon oder Terrasse zudem einen Frostschutz, da ihre Wurzeln im Topf erfrieren können. Das Portal plantura.garden.de empfiehlt beispielsweise, das Pflanzgefäß mit Luftpolsterfolie oder einem Jutesack zu umwickeln und es zusätzlich auf Holz- oder Styroporplatten zu stellen.

Christrosen überstehen Minusgrade – warme Wohnzimmer mögen die Pflanzen nicht. (Symbolbild)

Wichtig zu wissen: Bei der Pflege der Christrosen ist unbedingt zu beachten, dass sämtliche Pflanzenteile stark giftig sind. Daher sollten unbedingt Handschuhe getragen werden. Auch Kinder oder Hunde haben in ihrer Nähe nichts zu suchen.

Christrosen haben auf der Wohnzimmer-Fensterbank nichts zu suchen – Blumen werden zur Wegwerfware

Ein Standort im Haus ist hingegen nur dann empfehlenswert, wenn es sich um einen kühlen, hellen Raum handelt – beispielsweise zur Zierde in Fluren oder in kühlen Schlafräumen. Laut plantura.garden.de darf die Raumtemperatur bei maximal zehn bis 15 Grad liegen.

Im warmen Wohnzimmer fühlen sich Christrosen hingegen nicht wohl – schon gar nicht auf der Fensterbank. Denn oftmals befinden sich Heizkörper unter der Fensterbank – eine zusätzliche Belastung für die Weihnachtsrose. Auch die Gefahr von Spinnmilben ist an einem solchen trockenen, warmen Standort größer.

Obwohl sie im Winter massenhaft in Supermärkten in Töpfen verkauft werden, sollten Christrosen also nicht im Wohnzimmer stehen. Leider wird auch die Christrose hierzulande immer mehr zur Wegwerfware: Geht sie in der Heizungsluft kaputt oder ist die Wintersaison vorbei, landet die Weihnachtsrose im Müll. Dabei könnte sie am richtigen Standort fast drei Jahrzehnte überleben.

Rubriklistenbild: © Lisa Bender/RUHR24

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