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Rückruf von Chips ausgeweitet – drei Sorten sind betroffen

Vorsicht ist geboten, wenn im Regal noch Nachos auf den nächsten gemütlichen TV-Abend warten. Drei Sorten sind von einem Rückruf betroffen.

Update, Dienstag (26. Juli), 16.30 Uhr: Deutschland – Rund drei Wochen ist es her, dass Alnatura Nachos zurückgerufen hat. Sie waren durch Tropanalkaloide verunreinigt. Wie produktwarnung.eu nun mitgeteilt hat, wurde der Rückruf erweitert. Betroffen sind jetzt die Sorten „Mais-Chips Natur“, „Mais-Chips Paprika“, sowie „Maisröllchen“ – jeweils in den 125-Gramm-Verpackungen.

UnternehmenAlnatura
HauptsitzDarmstadt
Gründung1984

Anders als im ersten Rückruf sind noch weitere Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen. Waren es zunächst die MHD vom 9. August bis zum 17. August, sind es jetzt ausnahmslos alle MHD bis zum 7.12.2022. Auch jetzt gilt, dass betroffene Kunden am Verkaufsort einen Ersatz erhalten können.

Chips-Rückruf bei Alnatura – Grund hat etwas mit Unkraut zu tun

Erstmeldung, Montag (4. Juli), 14.50 Uhr: Alnatura verkauft die betroffenen Nachos unter dem Namen „Mais-Chips“. Laut dem Rückruf geht es um die Sorten „Natur“ und „Paprika“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 9. August bis 17. August in der 125 Gramm-Packung. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit klärt über den Verkaufsstopp auf.

Alnatura informiert, dass in einer Probe der vom Rückruf betroffenen Paprika-Chips sogenannte Tropanalkaloide nachgewiesen wurden. Dabei handelt es sich um Inhaltsstoffe aus einigen der Beipflanzen von Mais. Das Unkraut dient der Pflanze als natürlicher Schutz vor Fressfeinden auf den Feldern – für Menschen sind die Alkaloide jedoch laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit giftig.

Rückruf: Chips-Verzehr kann zu Übelkeit und Benommenheit führen

Die Beipflanzen können bei der Maisernte mit erfasst werden und gelangen so in Lebensmittel. Tropanalkaloide führen zu keinen Langzeitfolgen. Wer trotz des Rückrufs aus Versehen etwas davon gegessen hat, kann jedoch kurzzeitig Übelkeit, Benommenheit oder Kopfschmerzen bekommen.

Wie die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mitteilt, ergeben sich die gesundheitlichen Folgen beim Verzehr von Tropanalkaloiden bei 0,016 µg pro Kilogramm Körpergewicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft die Wahrscheinlichkeit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung als „möglich“ (Stufe 3 von 5) ein, nicht aber als „gesichert“ (Stufe 5).

Aktuell gibt es auch immer wieder Schokoladen-Rückrufe. Hier sind die gesundheitlichen Folgen für Verbraucher deutlicher spürbar, denn es geht um Salmonellen.

Alnatura ruft zwei beliebte Nacho-Sorten zurück.

Chips-Rückruf bei Alnatura: Nachos betroffen

Im Handel wurden die Mais-Chips mit dem entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdatum schon aus den Regalen genommen. Alnatura bittet Kunden, die bereits solche Chips gekauft haben, die Rückseite zu checken und die Nachos im Zweifel nicht zu essen. Vom Rückruf betroffene Produkte können umgetauscht werden. Laut Alnatura sind andere Mindesthaltbarkeitsdaten oder Produkte nicht betroffen.

Rubriklistenbild: © Waldmüller/Imago

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