Pflanzen im Winter

Chilipflanze überwintern: Ernte im Winter nur bei bestimmter Temperatur möglich

Wer Chili selbst anbaut, kann mit der Gewürzschote zahlreichen Gerichten die nötige Schärfe verleihen. Im Winter kann die eigene Ernte auch gelingen.

Dortmund – Viele Menschen mögen ihr Essen besonders scharf und würzig. Chilischoten eignen sich dafür als intensives Gewürz für die Küche. Hobbygärtner können Chilis im Sommer im eigenen Garten anbauen. Die aus Südamerika stammenden Pflanzen lieben es warm und sonnig. Wer allerdings auch im Winter nicht auf die eigene Chili-Ernte verzichten möchte, kann die Chili-Pflanzen mit einigen Tipps überwintern.

GemüseChili
GattungCapsicum
VerwendungGewürz, Schärfe beifügen

Chilipflanzen überwintern und schneiden: Temperatur darf niemals unter 10 Grad fallen

Die Temperaturen sinken und die Tage werden kürzer. Für Gärtner bedeutet das, erste Vorkehrungen für das Überwintern von zahlreichen Pflanzen im Garten zu treffen. Einjährige Gemüsepflanzen, die eigentlich kälteempfindlich sind, lassen sich im Haus überwintern. Chilis können schon bei Temperaturen von unter zehn Grad Schäden davontragen, berichtet der NDR. Um die Gewürzpflanze über die kalte Jahreszeit zu bringen, hilft ein bestimmtes Vorgehen.

Wer kein beheiztes Gewächshaus im Garten hat, muss auf die Überwinterung im Haus zurückgreifen. Dabei überstehen die Chili-Pflanzen den Winter am besten im Kübel. Sind die Pflanzen eingetopft, stellt man sie in einen 10 bis 15 Grad warmen Raum. Die Temperatur sollte niemals darunter liegen, denn sonst geht die Pflanze ein, so plantura.garden.

Mit einer Schere kann die Pflanze jetzt eingekürzt werden. Ein heller Standort ist besonders gut für die Überwinterung geeignet. Die Erde im Kübel sollte trocken bis leicht feucht gehalten werden. Bei zu viel Feuchtigkeit und höheren Temperaturen fühlen sich Schädlinge wie Spinnmilben besonders wohl.

Chilipflanzen überwintern und schneiden: Eigene Früchte mit etwas Glück auch im Winter ernten

Bei optimalen Gegebenheiten kommt die Pflanze so über die Kälteperiode und kann im nächsten Frühling wieder nach draußen gepflanzt werden. Eine Fruchtbildung im Winter ist allerdings nur bei anderen Bedingungen zu erwarten. Mit etwas Glück ist eine Chili-Ernte dann auch im Winter möglich.

Alle Chilisorten lassen sich überwintern – Habaneros sind besonders kälteempfindlich.

Dafür muss die Pflanze jedoch wärmer überwintert werden. Bei konstanten Temperaturen von bis zu 20 Grad und einem besonders hellen Standort ist die Fruchtbildung laut plantura.garden wahrscheinlicher. Eine sonnige Fensterbank oder ein Wintergarten eignen sich dafür besonders gut.

Regelmäßiges Gießen ist bei einer warmen Überwinterung notwendig. Eine Düngung ist im Winter nicht erforderlich. Ausgetrocknete Pflanzentriebe können herausgeschnitten werden. Ein Kürzungsschnitt erfolgt erst im Frühjahr.

Chilipflanzen überwintern und schneiden: Pflanze auf den Frühling vorbereiten

Hat die Chili-Pflanze die kalte Jahreszeit überstanden, kann sie im Frühling wieder ausgepflanzt werden. Dann wird sie stärker zurückgeschnitten, sodass sich neue Triebe bilden können. Die Äste der Pflanze können um fünf bis zehn Zentimeter gekürzt werden. Ein Umtopfen ist nach dem Winter ebenfalls ratsam.

Vor dem Auspflanzen empfiehlt es sich, die Pflanze langsam an das Sonnenlicht und die höheren Temperaturen zu gewöhnen (mehr Garten-Themen bei RUHR24).

Chilis trocknen und haltbar machen: Alternative zur Überwinterung

Wer keinen geeigneten Standort für eine Überwinterung hat und trotzdem nicht auf Chilis verzichten will, kann sie nach dem Sommer trocknen und so haltbar machen. Diese Methode funktioniert bei Chilis sowie bei Kräutern.

Chilis lassen sich für den Winter ganz einfach trocknen.

Zudem können die Samen von geernteten Chilis entnommen werden und für das nächste Gartenjahr gesammelt werden. So erntet man sein eigenes Saatgut, welches im Frühjahr bei der neuen Anzucht wieder ausgesät werden kann.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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