Regeln in den Bundesländern

Corona: Camping-Urlaub in Deutschland trotz Pandemie – ADAC warnt vor spontanen Reisen

Campingplatz Urlaub
+
Ein Urlaub mit dem Wohnmobil muss in der Corona-Pandemie vorher geplant sein.

Auf Camping in NRW und anderen Regionen Deutschlands freuen sich viele Reisende. Laut ADAC ist die Planung vom Urlaub entscheidend.

NRW - Die Sommerferien in Deutschland rücken näher. Die Corona-Lockerungen für Urlaub im Ausland und hierzulande sorgen für Vorfreude bei den Reisenden. Doch vor allem bei spontanem Camping ist Vorsicht geboten, berichtet RUHR24*.

UnternehmenADAC
HauptsitzMünchen
Gründung24. Mai 1903, Stuttgart
PräsidentAugust Markl
RechtsstatusEingetragener Verein

Camping in Deutschland: ADAC warnt vor Übernachtung trotz Ausgangssperre

Die Corona-Notbremse* sorgt in vielen Kreisen und Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 weiterhin für strenge Regeln wie die Ausgangssperre ab 22 Uhr. Von einer ungeplanten Übernachtung im Fahrzeug rät der ADAC ab. Denn Fahrer eines Autos oder Wohnmobils stehen ansonsten vor einem Dilemma.

Um die Fahrtauglichkeit wiederherzustellen, dürfen Fahrer maximal zehn Stunden lang auf öffentlichen Parkplätzen übernachten. Doch tritt die Ausgangssperre in Kraft, ist dies auch für Camper ein Problem. Gesetzlich ist nach Informationen des ADAC noch nicht festgelegt, ob eine Übernachtung im Auto legitim ist.

„Reisende sollten jedoch eine bewusste Zwischenübernachtung vermeiden und ihre Fahrt so planen, dass sie nicht in den Zeitraum der nächtlichen Ausgangssperre fällt“, empfehlen Juristen des ADAC. Auch tagsüber kann Camping in der Natur von Deutschland Konsequenzen haben, erklärt 24garten.de.* Wer sich ohne Erlaubnis auf fremdem Grund oder in Nationalparks über Nacht aufhält, könnte wegen Hausfriedensbruch belangt werden. Anders sieht die Situation bei offiziellen Campingplätzen in NRW und den anderen Bundesländern in Deutschland aus.

Camping in NRW, Bayern und Co.: Welche Corona-Regeln für die Campingplätze gelten

Ab Samstag (15. Mai) sollen die Corona-Regeln für NRW gelockert * werden. Eine gute Nachricht für alle Camper, denn die entsprechenden Anlagen sollen dann wieder öffnen. Dort können dann allerdings nur Personen übernachten, die vom Coronavirus genesen, dagegen komplett geimpft sind oder einen negativen Corona-Test vorlegen können (alle Infos zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker* bei RUHR24).

Wer ein anderes Bundesland zum Camping bereisen möchte, der kann alternativ nach Baden-Württemberg ausweichen. Auch dort sollen am Wochenende die Campingplätze öffnen. Die Bedingung dafür ist allerdings stets, dass die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Das gilt auch für Urlaub in Bayern während der Corona-Pandemie.* Dazu kommen tägliche Corona-Tests für die Gäste sowie entsprechende Hygiene-Konzepte.

In Deutschland öffnen nach und nach Campingplätze erneut, aber mit Einschränkungen zum Schutz vor Corona.

In einigen anderen Bundesländern ist der Camping-Urlaub zwar aktuell schon möglich, doch die Reisenden müssen eine zusätzliche Voraussetzung erfüllen: Sie benötigen eigene sanitäre Anlagen im Wohnmobil oder Wohnwagen. Denn die Anlagen vor Ort sind vielerorts noch geschlossen. Das ist beispielsweise aktuell in Sachsen-Anhalt und Brandenburg der Fall (Stand 14. Mai). Eine Übersicht über die aktuellen Camping-Regeln in den einzelnen Bundesländern, ist bei wa.de* zu finden.

Camping-Urlaub 2021: Warnung vom ADAC vor Spontan-Reisen

Bereits geöffnet für Touristen sind auch mehrere Orte in Schleswig-Holstein, die als Modellregionen gelten. Andere Orte sollen ab dem 17. Mai Besucher empfangen dürfen. Dazu gehören neben Eckernförde unter anderem die Lübecker Bucht und Nordfriesland.

Doch dadurch, dass der gewohnte Urlaub im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie für viele Familien ausfallen musste, erwartet der ADAC nun volle Campingplätze. Wer einen Platz ergattern möchte, der sollte daher nicht einfach drauf los fahren, sondern sich vorher einen Standplatz sichern über eine Online-Buchung.

Wer mit einem Wohnwagen in den Urlaub fahren möchte, sollte die Reise vorab planen.

Der ADAC bietet dazu auf dem kostenlosen Portal PiNCAMP eine Übersicht in Echtzeit mit etwa 2.200 verschiedenen Campingplätzen. Das ist auch deshalb wichtig, weil mehrere Bundesländer trotz der Corona-Lockerungen vorerst noch keine Touristen aus anderen Regionen empfangen. Dazu gehören nicht nur Bremen und Hamburg, sondern auch Berlin. In Niedersachsen dürfen Urlauber übernachten, die ihren Erst- oder Zweitwohnsitz in dem Bundesland haben (Stand 14. Mai).

Video: Camping-Tricks während der Corona-Pandemie

Grundsätzlich gilt es daher, sich vor der Anreise über die Corona-Regeln und Maßnahmen in dem gewünschten Urlaubsort zu informieren. Das ist auch in Bezug auf notwendige Corona-Tests wichtig. Dieser wird nämlich oftmals zur Buchung benötigt. *RUHR24, wa.de und 24garten.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema