Fleischfans aufgepasst!

Wurst-Rückruf wegen Gesundheitsrisiko: Hersteller warnt vor Verzehr

Ein Hersteller ruft seine Paprikapastete wegen eines gefährlichen Befundes zurück. Das müssen Verbraucher jetzt wissen.

Deutschland – Fleischliebhaber, die sich an einem warmen Frühlingsabend auf ein leckeres Butterbrot mit Wurst gefreut haben, sollten von einem Produkt dringend Abstand nehmen. Denn der vermeintlich zarte Fleischgenuss kann erhebliche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen – der Rückruf des Produkts ist die Folge.

UnternehmenFleisch- und Wurstwaren Schmalkalden GmbH
AdresseAn der Auehütte 21, 98574 Schmalkalden
ProdukteFleisch- und Wurstspezialitäten

Wurst-Rückruf: Hersteller warnt wegen Metallteilchen vor Verzehr

Der Hersteller der Paprikapastete, die Fleisch- und Wurstwaren Schmalkalden GmbH aus Thüringen, kann nicht ausschließen, dass sich Metallteilchen im Produkt befinden – nicht der erste gefährliche Befund in einem Fleischprodukt.

Bereits vor wenigen Tagen hatte ein Hersteller einen ähnlichen Wurst-Rückruf eingeleitet, dabei ging es um mehrere gefährliche Keime im Fleisch. Nun ist laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) folgende Paprikapastete vom Rückruf betroffen:

  • Produktbezeichnung: Wilhelm Brandenburg Paprikapastete mit Joghurt
  • Verpackungseinheit: 100 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 17. Mai 2022
  • Los-Kennzeichnung/Charge: 260422, EAN: 4388844246515
  • Schutzgasverpackung

Um ein Gesundheitsrisiko auszuschließen, rät der Hersteller vom Verzehr der Paprikapastete ab. Laut eigener Aussage habe das Unternehmen nach dem Befund „umgehend reagiert und das betroffene Produkt unmittelbar aus dem Verkauf nehmen lassen“. Der entsprechende Marktaushang, der beim BVL einsehbar ist, ist auf den 12. Mai datiert.

Wurst-Rückruf: Metall im Körper kann die Gesundheit erheblich beeinträchtigen

Mit Metallen im Körper ist nicht zu spaßen: Anders als Metalle, bzw. Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Zink, sind Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber oder auch Arsen laut der Verbraucherzentrale giftig für den Körper.

Die gängigsten Symptome einer Schwermetallvergiftung sind laut Cerascreen Bauch-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall, Erbrechen und Übelkeit. Hinzu kommen Krankheitserscheinungen wie Müdigkeit, Schlafstörungen und Schwächegefühle.

Laut Produktwarnung können metallische Fremdkörper im schlimmsten Fall „zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen“. Die Pastete sollte also auf keinen Fall mehr verzehrt werden! Ähnliche Gefahr droht auch durch einen Rückruf der „5 Minuten Terrine“ von Maggi, wie Heidelberg24 berichtet.

Wurst-Rückruf: Verbraucher in NRW nicht betroffen

Die vom Rückruf betroffene Paprikapastete wurde ausschließlich in Rewe-Filialen in den zehn Bundesländern Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hamburg und Bremen verkauft.

Die Fleisch- und Wurstwaren Schmalkalden GmbH entschuldigt sich bei den Verbrauchern ausdrücklich für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Kunden können das Produkt zudem in den jeweiligen Märkten zurückgeben und auch ohne Vorlage des Kassenbons ihr Geld zurückerhalten.

Diese Paprikapastete ist vom Wurst-Rückruf betroffen.

Bei Verbraucheranfragen können sich Kunden werktags von 7 bis 15 Uhr an die Hotline 03683/644 173 oder an die E-Mail-Adresse arnika-werner@landstolz.com wenden.

Rubriklistenbild: © Hannes Burchert/Rewe

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