Achtung, nicht essen

Rückruf bei Edeka und Rewe: Betroffener Burger sollte besser entsorgt werden

Rückruf bei Unilever
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Rückruf von Burger: Verletzungsgefahr durch Kunststoffteile. (Symbolbild)

Riesiger Rückruf in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Ein Burger ist mit Kunststoffteilen verunreinigt. Beim Verzehr droht Verletzungsgefahr.

Deutschland – Der Mega-Konzern Unilever warnt aktuell vor einem Burger, der in gleich drei Ländern verkauft wurde. Neben Deutschland sind auch Österreich und die Schweiz von dem Rückruf betroffen. Beim Verzehr der entsprechenden Produkte droht sogar Verletzungsgefahr (mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24.de).

The Vegetarian ButcherUnternehmen
Gründung2010
DachorganisationUnilever

Rückruf von vegetarischem Burger – Produkt von Unilever bei Rewe und Edeka verkauft

Vom Rückruf betroffen ist ein vegetarischer Burger der Marke „The Vegetarian Butcher“ mit einem fleischlosen Patty. Die Produkte des Labels werden in mehreren Supermärkten – beispielsweise Rewe oder Edeka vertrieben.

Die Burgerpatties von The Vegetarian Butcher sind dabei nicht vegan, sondern nur vegetarisch. Denn es wird hier auch Eiklar verarbeitet.

Rückruf von Veggie-Burger – Fleischersatz-Produkte werden immer beliebter

Im Zuge des immer stärker werdenden Bewusstseins für nachhaltig produzierte Lebensmittel ernähren sich heutzutage mehr Menschen denn je vegan oder vegetarisch. Gleichsam wollen viele Verbraucher nicht auf den typischen Fleischgeschmack verzichten. In den letzten Jahren hat der Konsum von sogenannten Fleischersatzprodukten stark zugenommen.

The Vegetarian Butcher mit der Dachorganisation Unilever ist nur eine der vielen Marken, die Fleischimitat vertreiben. Daneben gibt es beispielsweise Marken wie „Beyond Meat“, „Garden Gourmet“ von Nestle oder „Mein Veggie Tag“ von Aldi (mehr Infos zu Aldi auf RUHR24.de).

Burger-Rückruf: Dieses vegetarische Produkt ist betroffen

Zurückgerufen wird jetzt der beliebte Fleischimitat-Burger „Hack-Selig Burger“. Das sind die Produktdaten:

  • Produkt: Hack-Selig Burger
  • Verbrauchsdaten:  16.04.2021 oder 21.04.2021
  • Chargen-Nummern: beginnend mit 1078 und 1083
  • Marke: The Vegetarian Butcher
Wird zurückgerufen: Hack-Selig Burger von The Vegetarian Butcher

Rückruf von beliebtem Veggie-Burger – Kunststoffstücke werden zur Gefahr

Der Dachkonzern Unilever veröffentlicht den Rückruf unter dem Titel „Keine Revolution kommt ohne Herausforderung“. Er warnt zugleich davor, dass die entsprechenden Artikel Kunststoffstückchen enthalten können.

Solche Kunststoffstücke in Lebensmittel können zu Verletzungen des Mund- und Rachenraums führen. Im schlimmsten Fall sind auch innere Verletzungen möglich.

Rückruf von „The Vegetarian Butcher Hack-Selig Burger“ – wichtige Kundeninfos

Das Unternehmen gibt an, dass ausschließlich Burger mit den Verbrauchsdaten 16.04.2021 oder 21.04.2021 betroffen seien. Ebenso seien nur die Produktionschargen beginnend mit den Nummern 1078 und 1083 fehlerhaft. Wichtig zu wissen: Die Produktionscharge ist die 9-stellige Angabe links vom Verbrauchsdatum. 

Weiter heißt es im Rückruf, mittlerweile seien alle möglicherweise betroffenen Hack-Selig Burger aus dem Handel genommen worden. Kunden, die einen der betroffenen Produkte gekauft haben, empfiehlt Unilever, diesen zu entsorgen.

Video: Rückrufe in Deutschland: Arbeiten die Hersteller wirklich so schlampig?

Burger-Rückruf: Kontaktdaten für Rückerstattung und weitergehende Verbraucheranfragen

Der Kaufpreis wird erstattet. Dazu können Verbraucher sich an den Konsumentenservice wenden. Telefonisch erreicht man diesen unter der kostenlosen Servicenummer: 0800/1013 916.

Alternativ ist ein Kontakt über ein Kontaktformular möglich. Dieses findet man auf der Webseite des Labels.

Rückruf wegen Gesundheitsgefahr oder Sicherheitsmängeln – das sollten Verbraucher wissen

Zu Rückrufen wegen verunreinigter Produkte, von denen eine Gesundheitsgefahr ausgeht, kommt es immer wieder. Aktuell wird beispielsweise ein Mineralwasser zurückgerufen, das mit Lösemittel belastet ist. Außerdem warnen Rewe und Penny vor einem Gemüse, das mit Glassplittern verunreinigt ist.

Händler und Hersteller sind in solchen Fällen gesetzlich dazu verpflichtet, die Produkte aus dem Handel zu nehmen. Der Rückruf fungiert in diesem Zusammenhang als eine Art „Notbremse“. Die Verbraucherzentrale rät Kunden dazu, solche öffentlichen Rückrufe nicht zu ignorieren. Ansonsten könnten eventuelle Ersatzansprüche verfallen.

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