Bild: Lidl

Beyond Meat, Wonder Burger und Co. überfluten derzeit die Supermärkte. Das steckt hinter dem Hype um die veganen Burger.

  • Vegane Burger sind nicht so gesund wie erhofft.
  • Zu viel Fett, Salz und Konservierungsmittel.
  • Ab und zu sind die Pattys in Ordnung.

Sie sind DIE Überraschung der Grillsaison 2019: Vegane Burger aus Erbsenprotein, Soja und Co. Für Veganer und Vegetarier sind sie eine echte Alternative zum Bratling. Und auch Fleischesser finden Gefallen an den pflanzlichen Buletten.

Das Problem ist nur: So besonders gesund sind Beyond Meat und Co. nicht. Das liegt laut einem Bericht von Bild vor allem an der Herstellungsweise. Denn die Produkte werden im Labor hergestellt und haben mit ihrer natürlichen Aufmachung nicht viel am Hut.

Burger aus Fleisch haben wenig Zutaten

Ein Burger-Patty aus Fleisch wird – frisch vom Metzger – aus frischem Rindfleisch hergestellt. Je nach Geschmack kann das dann noch gewürzt werden. Ist das Fleisch dazu noch bio, kann so ein Burger eine gute Abwechslung im Speiseplan sein.

Ob nun Beyond Meat, Wonder Burger von Aldi oder der Next Level Burger von Lidl – keiner von ihnen hat eine solch kurze Zutatenliste. Und genau hier liegt das Problem, wie Ernährungsexperten gegenüber Bild sagen.

So sagt Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner und ärztlicher Direktor der medicum Hamburg MVZ GmbH gegenüber Bild: „Das sind Produkte aus dem Chemie-Labor, die – wie alle hoch verarbeiteten Lebensmittel – mit Hilfe von Salz, Zucker, Fett und Aroma Geschmack bekommen und dann mit Farb- und Konservierungsstoffen in eine schöne Form gepresst werden. Als wirklich gesund kann man solche Produkte nicht bezeichnen.“

Beyond Meat und Co. sollten Ausnahme bleiben

Aber mal ehrlich – wann wäre ein Burger auch jemals gesund gewesen? Die Kombination aus Fleisch oder Fleischersatz, Brötchen und Soße sollte sowieso die Ausnahme im Speiseplan darstellen.

Zu dem Fazit kommt auch die Ernährungswissenschaftlerin Susanne Schmidt-Tesch vom Institut für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München. Sie sagt gegenüber Bild, dass die Burger ohne Bedenken verzehrt werden können.

In einem Test werden vor allem die hohen Fett- und Salzanteile der Veggie-Burger kritisiert. Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Ab und zu mal ist der Genuss eines fleischfreien Burgers also absolut in Ordnung.

Und wer sich doch für Fleisch entscheidet, sollte beim Kauf am besten für die Bio-Variante in den Einkaufswagen legen. Seit einigen Monaten gibt es im Supermarkt das freiwillige Tierwohl-Label verschiedener Ketten. Daraus ist leicht ersichtlich, wie das Rind vor dem Schlachten gelebt hat.