Vorfälle auch in NRW

Ekel-Skandal hat Folgen für Burger King – fünf Produkte verändern sich

Die Wallraff-Aufdeckungen und ihre Konsequenzen: Burger King muss ein wichtiges Label abgeben, das nicht nur einen Imageschaden mit sich bringt.

NRW – Besser und ohne Fleisch: Es ist erst wenige Monate her, dass Burger King mit diesem Versprechen das eigene Sortiment veränderte und Kunden viel mehr vegane und vegetarische Produkte zur Auswahl gab. Dann deckten Undercover-Reporter Günter Wallraff und sein Team die erschreckenden Zustände in einigen Burger-King-Restaurants auf. Auch Fast-Food-Filialen in NRW waren von den Ekel-Vorwürfen betroffen, berichtet wa.de.

RestaurantketteBurger King
CEOJose Cil (23. Jan. 2019 –)
Gründung1954, Jacksonville, Florida, Vereinigte Staaten
HauptsitzMiami, Florida, Vereinigte Staaten
Übernahme1972
GründerJames McLamore, David Edgerton

Burger King verliert bei 5 Produkten V-Label – Vorfälle auch in NRW

Für eine RTL-Reportage recherchierte das Team Wallraff in mehreren Burger-King-Filialen in Deutschland und brachte schockierende Missstände ans Licht. Die betroffenen Filialen wurden geschlossen, wie etwa der Burger King mitten in der Innenstadt von Köln am Hohenzollernring. Doch damit nicht genug – die gesamte Kette muss nun für fünf vegane Produkte das V-Label abgeben.

Der Konzern teilte selbst mit: „Aufgrund der Vorfälle in fünf Restaurants wurde zudem die V-Label-Lizenzierung für fünf vegane Produkte ausgesetzt. Zusammen mit unseren Partner*innen werden wir die Zubereitungsprozesse optimieren und Mitarbeiterschulungen rund um das vegane und vegetarische Angebot intensivieren.“

Von wegen vegan: Burger King verliert V-Label nach Wallraff-Reportage

Das klingt beim ersten Lesen nicht allzu dramatisch, doch es ist ein erheblicher Einschnitt und ein Image-Schaden. Burger King hatte das Angebot, jetzt auch alle (Beef)-Burger als fleischlose Plant-based-Variante in allen Filialen in Deutschland anzubieten.

Der Konzern nannte die neuen Produkte eine Revolution, die Tierschutz-Organisation Peta zeichnete den „Plant-based Long Chicken“ mit dem Vegan Food Award aus. Nun wird diskutiert, ob Burger King der Preis wieder entzogen werden soll (weitere Service-News auf RUHR24).

Die Wallraff-Recherchen weckten Zweifel, ob die Produkte wirklich einwandfrei vegan oder vegetarisch seien oder ob sie doch tierische Bestandteile enthalten. Sogar der Vorwurf wurde laut, dass vegane Patties mit Hühnerfleisch-Patties auf den Burgern vertauscht worden sein.

Burger King hat nach den Wallraff-Aufdeckungen mehrere Filialen geschlossen und diese einer Überprüfung unterzogen.

Burger King verliert bei diesen fünf Produkten das V-Label für vegane Burger

Laut RTL dürfen diese Produkte bei Burger King derzeit nicht mehr das V-Label tragen:

  • Plant-based Long Chicken
  • Plant-based Long Curry Chicken
  • Plant-based Nuggets
  • Plant-based Chili Cheese Nuggets
  • Plant-based Nugget Burger

Ebenso muss das V-Label aus der Burger-King-Werbung entfernt werden. Burger King selbst gab bekannt, dass die Vorwürfe von Team Wallraff sehr ernst genommen würden.

Die einzelnen Restaurants wurden geschlossen und werden überprüft. Zudem will die Fast-Food-Kette alle 750 Burger King-Restaurants in Deutschland extern überprüfen lassen.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago