Änderung beim Fast-Food-Riesen

Burger King plant große Änderung in Deutschland – auch Corona hat Schuld

Burger King hat im September pflanzliche Nuggets in sein Sortiment aufgenommen. Doch Veganer sind sauer: Die Nuggets seien aufgrund ihrer Zubereitung nicht mal vegetarisch.
+
Burger King plant in Deutschland eine große Veränderung.

Burger King reagiert auf die Corona-Krise. Die Fast-Food-Kette plant nun einige Neuerungen für Kunden. Künftige Filialen sollen komplett anders aussehen.

NRW - Die Corona-Pandemie sorgt in vielen Bereichen des Lebens für ein Umdenken. Essen gehen oder Shoppen im Geschäft ist seit dem Lockdown fast nicht mehr möglich. Das sorgt für kreative Lösungen. Nun will der Fast Food-Riese Burger King auch langfristig auf ein kontaktloses Geschäftsmodell umsteigen.

RestaurantketteBurger King
Gründung1954 in Jacksonville, Florida, Vereinigte Staaten
ZentraleMiami, Florida, Vereinigte Staaten
CEODaniel Schwartz (7. Juni 2013–)

Coronavirus beeinflusst: Burger King mit großen Neuerungen für Kunden 

Drive-Through-Stellen und Take-Away-Optionen sind seit den Kontaktbeschränkungen ein richtiger Hit geworden. So kann das Essen des Lieblingsrestaurants trotz Corona-Maßnahmen genossen werden. Vor der Corona-Pandemie war es allerdings üblich, sich im Fast Food-Restaurant am Schalter anzustellen und dort zu bestellen. Dabei ist die Abholung mit dem Auto an einem Fenster viel einfacher, da man nicht aussteigen muss.

Diesen Vorteil möchte Burger King bald ausbauen. Aktuell ist schon ein erstes, überarbeitetes Restaurant-Modell in Planung. Das Besondere: Zwei Drive-Through-Fenster sollen dafür sorgen, dass mehr Gäste kontaktlos ihr Essen bei Burger King abholen können, ohne dass es sich bei großem Andrang zurückstaut. Das berichtet auch Merkur.de*.

Burger King: Fast-Food-Kette plant drastische Änderungen für Kunden

Vor allem am Stadtrand, beispielsweise in Vororten, wird der kontaktlose Service vermehrt genutzt. Besonders dort setzt Burger King bald auf mehrere Take-Away-Möglichkeiten. Schon im Herbst 2020 veröffentlichte das US-amerikanische Unternehmen ein erstes Promovideo von einem Modell einer künftigen Filiale.

Darin ist zu sehen, dass insgesamt drei Fahrspuren eingeplant werden. Davon ist eine alleine für Motorräder vorgesehen. Für den Platz für zusätzliche Spuren sollen Küche und Sitzmöglichkeiten nach oben in den ersten Stock weichen – über die Drive-Through-Fenster. Zudem ist geplant, dass keine Mitarbeiter mehr direkt das Essen an den Kunden ausgeben. Der Prozess wird beschleunigt, indem die Bestellung per Mini-Aufzug von oben aus der Küche zu einem Fenster an der jeweiligen Spur herabgelassen wird.

Corona-Pandemie sorgt für Umdenken: Burger King plant neue Filiale mit mehr Drive-Through-Fenstern

Doch damit nicht genug. Wer vorher mit der App bestellt, kann sein Essen auch einfach in einer Papiertüte an einer Abholstation in einem zusätzlichen Raum der jeweiligen Filiale abholen. Für diesen Service wurden extra Parkplätze in der Nähe der Abholstation eingeplant.

Nun äußert sich auch Cornelius Everke, Deutschlandchef bei Burger King, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu den Plänen: „Der Anteil der Gäste, die unsere Drive-in-Fenster nutzen, war vor der Krise bei etwa einem Drittel. Nach dem ersten Lockdown ist das hochgegangen auf an die 50 Prozent. Viele unserer neuen Gäste, die vorher einen Drive-in-Schalter vielleicht nie genutzt hätten, sind jetzt sehr erfreut, dass es diese Möglichkeit gibt.“ Aber auch das Angebot des Lieferdienstes wurde häufiger in Anspruch genommen. Fast doppelt so viele Bestellungen wurden ausgeliefert als vor der Pandemie.

Doch die Corona-Pandemie hat Burger King nicht nur positiv beeinflusst. Einige Filialen mussten aufgrund des Lockdowns und den dadurch reduzierten Einnahmen schließen – so auch die Zweigstelle in der Dortmunder Innenstadt.

Video: Solidarisch: Burger King macht Werbung für McDonalds

Auch andere große Fast Food-Unternehmen setzen auf die Beliebtheit von To-Go-Produkten. So zum Beispiel Kentucky Fried Chicken. Insgesamt will das Unternehmen aus Amerika bis 2025 insgesamt 110 neue Filialen in Deutschland mit einem Autofenster eröffnen.

Eine weitere Neuerung wartet zudem auf die Kunden von Burger King: Der Fast Food-Riese aus Amerika will sein Design modernisieren und plant ein neues Logo. Das alte Logo gibt es seit 1999 – nun soll allerdings etwas Neues her. Was dabei auffällt: Der Stil ist insgesamt eher einfach gehalten und erinnert etwas an Retro. Tatsächlich ist das ganz neue Logo dem vor 1999 extrem ähnlich. Bei Burger King heißt es dazu, man möchte an die Tradition anknüpften und das neue, sei „eine Hommage“ an das Logo der 90er Jahre. *Merkur.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.