Das hat es noch nie gegeben

Bundesweiter Warntag heute - das sollten Bürger unbedingt wissen

Am 10. September 2020 findet der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung statt.
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Am 10. September 2020 findet der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung statt. Davor waren Warntage Ländersache.

Heute findet erstmals seit der Wiedervereinigung ein bundesweiter Warntag statt. Bürger sollten dazu einige Hinweise wissen. Hier die Infos.

  • In Deutschland findet heute der erste bundesweite Warntag statt.
  • Gewarnt wird unter anderem über Radio, Fernsehen, die Warn-App NINA sowie Sirenen.
  • Wie wichtig solche Warntage sind, zeigen die Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie.

Dortmund - Normalerweise findenWarntage auf Landesebene, aber nicht auf Bundesebene statt. Das soll sich nun ändern. Heute findet in Deutschland der erste bundesweite Warntag statt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Warn-App

NINA

Start in Deutschland

2015

Warnanlässe

Ausbreitung von Gefahrstoffen, Großbrände, Wetterwarnungen

Anzahl der Nutzer

Circa sieben Millionen

Verfügbarkeit

Android, iOS

Bundesweiter Warntag 2020: Systeme sollen getestet werden

Zum einen sollen die Infrastruktur der Warnsysteme getestet und zum anderen die Warnprozesse für die Bürger transparenter gemacht werden. Dadurch würde jeder wissen, in welchen Fällen und auf welche Weise in Deutschland vor Katastrophen gewarnt wird.

In der Vergangenheit haben die Bundesländer unabhängig voneinander ihre eigenen Warntage veranstaltet. In Nordrhein-Westfalen war dies zuletzt am 5. September 2019 der Fall. 

Dabei wurden nicht nur alle Alarmsysteme wie Sirenen und Warn-Apps wie NINA auf den Prüfstand gestellt, auch sollten sich alle Menschen in NRW selbst die Frage stellen: Weiß ich eigentlich, was im Ernstfall zu tun wäre, wenn die Sirenen schrillen?

Bundesweiter Warntag 2020: Selbstschutz von Bürgern soll gestärkt werden

Beim bundesweiten Warntagam heutigen Donnerstag (10. September) soll die Warntechnik für besondere Anlässe und Katastrophen wie Unwetter oder Chemieunfälle getestet werden. Ziel sei es außerdem, die Bürger in Notlagen zu informieren und ihren Selbstschutz zu stärken. Das teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn mit. 

Wie wichtig das Thema Warnung ist, hätten in diesem Jahr auch die Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie gezeigt. Die Bevölkerung war schnell vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Handeln sowie Umdenken waren gefragt.

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Bundesweiter Warntag 2020: Diese Warnanlässe können Alarm auslösen

Durch den bundesweiten Warntag sollen auch Warnanlässe bekannter gemacht werden. Das können zum Beispiel Brände , Stromausfälle, Unfälle mit Freisetzung toxischer Stoffe oder Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen sein.

Auch besonders heftige Wetterereignisse wie starke Stürme oder Gewitter können einen Alarm in der Warn-App NINA auslösen. Genauso wie der Ausbruch gefährlicher Krankheitserreger wie das Coronavirus

Die Warn-App Nina ist seit 2015 in Deutschland verfügbar. Auch sie kommt beim bundesweiten Warntag im September zum Einsatz.

Bundesweiter Warntag 2020: Bundesamt nutzt alle möglichen Warnsysteme

Damit den bundesweiten Probealarm heute (10. September) auch wirklich alle mitbekommen, nutzt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dafür alle möglichen Kommunikationskanäle

Pünktlich um 11 Uhr startet der Probealarm mit allen vorhandenen Warnmöglichkeiten, wie Radio, Fernsehen, sozialen Medien, der Warn-App NINA, Sirenen, Lautsprecherwagen sowie digitalen Werbetafeln.

Der bundesweite Warntag werde künftig jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden, so das Bundesamt.

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