Wahl am 26. September

Bundestagswahl 2021: Darf man auch betrunken wählen gehen?

Die Bundestagswahl 2021 steht an und für viele ist das vielleicht ein Grund zum Feiern. Wer vor der Wahl aber zu tief ins Glas geschaut hat, wird sich fragen: Darf ich auch betrunken wählen gehen?

Dortmund – Die Bundestagswahl 2021 steht an und die findet wie immer an einem Sonntag statt. Manch ein Wähler könnte sich jetzt fragen: Was, wenn ich von der Party am Vorabend oder gar vom Frühschoppen noch Restalkohol im Blut habe?

WahlBundestagswahl in Deutschland
DatumSonntag, 26. September 2021
Wahlberechtigt istU.a. Deutsche, die mindestens 18 Jahre alt sind

Bundestagswahl 2021: Betrunken eine neue Regierung wählen – darf man das?

Wer sich gegen die Briefwahl entschieden hat und seine Stimme nicht verfallen lassen will, muss sich am 26. September wohl oder übel in die Wahlkabine schleppen – auch mit fiesem Kater und Alkoholfahne.

Aber ist das erlaubt oder müssen betrunkene Wähler zumindest so tun, als seien sie nüchtern? Theoretisch ist es tatsächlich kein Problem sich vor der wichtigen Wahl ein Bierchen, Weinchen oder auch Schnäpschen zu gönnen.

Betrunken zur Bundestagswahl: Wann die Stimme ungültig ist

Es gibt in Deutschland keine Pflicht zur nüchternen Wahl und kein Limit für den Alkoholpegel. Wichtig ist nur, dass Wähler unter Alkoholeinfluss niemanden stören oder gar den Wahlvorgang anderer Wähler beeinflussen. Denn dann droht im schlimmsten Fall der Verfall der eigenen Stimme. Ebenso kann die Stimme bei der Bundestagswahl verfallen, wenn in der Wahlkabine das Smartphone für ein Selfie gezückt wird.

Die Stimme kann ebenfalls als ungültig gewertet werden, wenn die Kreuzchen auf dem Wahlzettel nicht eindeutig sind – was im berauschten Zustand gerne mal passieren kann. Ebenfalls ungültig ist ein Wahlzettel, auf dem zusätzliche Kommentare oder Kritzeleien zu finden sind (alles rund um die Bundestagswahl 2021 bei RUHR24).

Bundestagswahl 2021: Betrunken wählen ist erlaubt – aber vielleicht keine gute Idee

Übrigens dürfen besonders durstige Bürger ihr Bier auch mit in die Wahlkabine nehmen und dort sogar austrinken. Denn in der Wahlkabine haben Wähler laut Focus alle Zeit der Welt. Nur einschlafen sollten sie dort besser nicht. Ist der Wahlzettel dann erst einmal in der Wahlurne verschwunden, müssen Wähler keine Konsequenzen mehr fürchten.

Auf den Wahlzettel gehören lediglich die Kreuzchen – nicht mehr.

Doch auch wenn betrunkene Wähler sich im Zaum halten können, niemanden stören und es nicht verboten ist, alkoholisiert zur Wahl zu erscheinen: Wählen ist ein Privileg und wichtiger Bestandteil der Demokratie. Die Kreuzchen am Wahltag sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa, Peter Kneffel/dpa; Collage: RUHR24

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