Wichtige Hinweise

Bucheckern im Herbst sammeln und essen: Bestimmte Früchte können giftig sein

Bucheckern kann man im Herbst an nahezu überall im Wald finden. Aber kann man sie essen oder sind sie giftig?

Dortmund – Kastanien, wunderschöne Herbstblätter zum Pressen oder für die Kenner leckere Pilze: Bei einem Herbstspaziergang im Wald kommen schon mal Mitbringsel für zu Hause mit. Auch Bucheckern fallen im Herbst auf den Boden. Aber sind sie unbedenklich für Menschen?

PflanzeRotbuche
Wissenschaftlicher NameFagus sylvatica
FamilieBuchengewächse (Fagaceae)

Herbst im Wald: Was sind Bucheckern eigentlich? Sind sie giftig?

Unter Bucheckern versteht man in der Regel die rotbraunen Früchte der Rotbuche. Vor allem Wildschweine lieben Bucheckern, aber auch bei Vögeln und Eichhörnchen stehen sie auf dem Speiseplan, berichtet der Naturschutzbund (Nabu).

Bucheckern sind reich an Mineralstoffen, Zink und Eisen und könnten damit schon als „Superfood“ durchgehen. Aber: „Als energiereiches Nahrungsmittel für den Menschen sind die Eckern fast in Vergessenheit geraten“, so der Nabu weiter. Nur Förster und Naturfreunde würden Bucheckern noch kennen und schätzen. Aber ist der Verzehr überhaupt unbedenklich?

Bucheckern im Wald sammeln: Früchte können unter Umständen giftig sein

Tatsächlich enthalten Bucheckern den giftigen Stoff „Fagin“, angelehnt nach „Fagus“, der wissenschaftliche Name der Buche. In größeren Mengen kann dieser Stoff laut Nabu bei Menschen Magenschmerzen verursachen. Deswegen sollte man Bucheckern vor dem Verzehr am besten einige Minuten in der Pfanne rösten. So werden die Giftstoffe abgebaut.

Grundsätzlich kann man Bucheckern also bedenkenlos essen. Wer beim Spaziergang im Wald allerdings eine rohe Kostprobe nehmen möchte, sollte es dabei nicht übertreiben (mehr Tipps rund um den Garten bei RUHR24 lesen).

In der Küche lassen sich die Bucheckern vielfältig einsetzen und können etwa zu Mehl geschrotet werden. Daraus kann man wieder Brot, Kekse oder anderes Gebäck herstellen. Auch pure, geröstete Eckern können ein Gericht aufpeppen, etwa Salate oder Suppen.

Rubriklistenbild: © Philipp Schulze/dpa

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