Trendgetränk

Verbraucherzentrale warnt vor Bubble Tea – kritischer Inhalt wird unterschätzt

Bubble Tea ist seit Monaten wieder in aller Munde. Doch wie gesund oder ungesund ist das Getränk? Eine neue Warnung der Verbraucherzentrale wird laut.

Dortmund – Der Bubble Tea ist schon seit vielen Monaten zurück. Die Getränke kommen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen daher, basieren teilweise auf Schwarztee oder Grüntee und sind auch bei Kindern beliebt. Letzteres könnte an den süßen Kugeln, die manchmal im Mund zerplatzen, liegen. Doch die Verbraucherzentrale warnt vor dem Kultgetränk.

Eingetragener VereinVerbraucherzentrale
Gründung1. November 2000
VorsitzRamona Pop

Bubble Tea zu ungesund? Verbraucherzentrale warnt vor dem Getränk

Völlig neu ist der Hype in Deutschland nicht. Das ursprünglich als Südostasien stammende Getränke war schon vor etwa zehn Jahren hierzulande beliebt. Der Ansturm ließ allerdings deutlich nach, als die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) eine mögliche Gesundheitsgefahr der Getränke feststellte.

Diese Gefahr ist längst widerlegt worden, dennoch waren Anbieter von Bubble Tea in Deutschland lange Zeit eine Seltenheit. Jetzt ist das Getränk aber wieder verbreiteter – und erneut wird Kritik laut. Diesmal aber von der Verbraucherzentrale.

Bubble Tea – was macht das Getränk eigentlich aus?

Bubble Tea setzt sich in der Regel aus mehreren Komponenten zusammen. Die Basis besteht meist aus Grün- oder Schwarztee, Milch oder einem Früchtetee. Dazu kommt häufig Sirup in häufig fruchtigen Geschmacksrichtungen. Der dritte Bestandteil an dem Getränk sind die süßen „Bubbles“. Sie werden auch Bobas genannt. Bubble Tea kann sowohl kalt als auch heiß serviert werden.

Verbraucherzentrale warnt vor Bubble Tea – Getränk ist zu ungesund

Verbraucher sollten sich laut Verbraucherzentrale bewusst sein, dass Bubble Tea aufgrund seiner Zusammensetzung stark zucker- und damit auch kalorienhaltig ist. So könne ein Becher zwischen 300 und 500 Kalorien beinhalten und damit fast den Energiegehalt einer Hauptmahlzeit ausmachen.

Der Ratschlag: Bubble Tea solle eher als Zwischenmahlzeit mit vielen Kalorien betrachtet werden und weniger als ein Tee oder ein ergänzendes Getränk. Obwohl die Energiedichte sehr hoch ist, könnte Bubble Tea aber auch keine gesunde Mahlzeit ersetzen, mahnt der Verein.

Viel Koffein im Bubble Tea: Verbraucherzentrale warnt vor Verzehr bei Kindern

Des Weiteren weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass das Getränk höhere Mengen Koffein enthalten kann. Besonders tückisch sei dies, weil Bubble Tea oft in einer größeren Portion serviert wird, als ein normaler Schwarztee. Bei Kindern und Jugendlichen sollte beim Verzehr von Koffein besonders Acht gegeben werden. Aber: dieses Problem taucht vor allem bei Bubble Tea auf, der auf Grün- oder Schwarztee, wie Matcha oder Oolong, basiert.

Kinder und Jugendliche sollten täglich nicht mehr als 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen, empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Eine Tasse schwarzer Tee mit rund 200 Millilitern enthält etwa 45 Milligramm Koffein, ein grüner Tee etwa die Hälfte davon.

Die Verbraucherzentrale warnt vor Bubble Tea.

Bei einem Bubble Tea mit rund 700 Millilitern, der auf Schwarztee basiert, könnten so schnell mehr als 150 Milligramm Koffein zusammen kommen (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24 lesen).

Kugeln im Bubble Tea können verschluckt werden: Verbraucherzentrale warnt

Auch die Zusatzstoffe und Allergene in Bubble Teas bereiten der Verbraucherzentrale offenbar Sorge. Farbstoffe und Konservierungsstoffe oder Milch werden nicht von allen Verbrauchern gut vertragen. Aber: Diese Stoffe müssen bei den Anbietern von Bubble Tea entsprechend gekennzeichnet werden.

Zuletzt warnt der Verein noch für den sogenannten Bubbles, die gegebenenfalls verschluckt werden könnten. Vor allem bei Kindern unter vier Jahren sei darauf zu achten, denn die Kügelchen könnten beim Verschlucken in die Lunge gelangen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Verbraucherzentrale würden sich deshalb wünschen, dass Bubble Tea-Anbieter einen deutlich sichtbaren Hinweis zu diesem Gesundheitsrisiko anbringen. Bisher ist so ein Hinweis aber keine Vorschrift.

Rubriklistenbild: © Yay Images/Imago

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